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Fauvismus
Erstmals wurde diese Bezeichnung
für einen neuen Kunststil aus Anlass des
Pariser Herbstsalons im Jahre 1905 benutzt.
Ein Kunstkriker, der auf dem Salon zugegen war, sah
eine Bronzeskulptur inmitten der Arbeiten von
André Derain, Henri Matisse und Maurice de
Vlaminck und äußerte sich leicht
aufbrausend mit den Worten: Das ist Donatello in
der Meute wilder Tiere."
Die "jungen Wilden" des frühen 20.
Jahrhunderts, die alle zwischen 1870 und 1880
geboren wurden, ließen sich von den
farbenfrohen Arbeiten der beiden Maler Gauguin und
Van Gogh inspirieren.
Doch im Gegensatz zu diesen fanden die Fauvisten in
der Verwendung fast reiner, kaum abschattierter
Farben ihr Ausdrucksmittel. Ihr Anliegen war auch,
sich von der farbgenauen Wiedergabe der
Wirklichkeit zu lösen. In der Wahl ihrer
Farben versuchten sie, die eigene spontane
Schöpferkraft, die subjektive Wahrnehmung und
die jeweilige innere Verfassung
auszudrücken.
Farben wurden in ihren Bildern rhythmisch
aufgetragen und mit zerfließenden Linien
verschmolzen.
In Deutschland wurde ihr Stil hauptsächlich
von der Künstlergruppe "Die
Brücke" aufgegriffen, zu deren
"farbenfreudigen" Hauptvertretern Karl
Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig
Kirchner und Erich Heckel zählten.
Auch in Alexej von
Jawlenskys Werk findet man Einflüsse des
Fauvismus.
Die so genannten Brabanter Fauvisten, auch
"Brüsseler Koloristen" genannt, erhielten
durch die Eröffnung der Galerie Georges Giroux
ab 1912 einen wichtigen Ausstellungsort für
ihre "neue Kunst".
Zu dieser Gruppe belgischer Künstler
zählten Ferdinand Schirren, der die
Aquarelltechnik bevorzugte, August Oleffe, Rik
Wouters, Louis Thévenet, Jean Brusselmans
und Willem Paerels.
Als Reaktion auf den Fauvismus entstand in den
Jahren 1907/08 die Gegenbewegung Kubismus, deren Hauptvertreter Pablo
Picasso, Georges Braque und Juan Gris
waren.
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