Dada Total

DADA total. Manifeste, Aktionen, Texte, Bilder.
von Angela Merte (Herausgeber), Karl Riha (Herausgeber), Jörgen Schäfer (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten, Reclam Verlag, Ditzingen

Dieser Band der "Reihe Reclam" dokumentiert die wichtigsten Manifeste und Aktionen und enthält die besten Texte und Bilder dieser Bewegung, die ihre Zentren in Zürich, Berlin, Köln, Genf, Paris, und New York hatte.

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Dadaismus

Am 5. Februar 1916 gründete der Dichter und Philosoph Hugo Ball (1886-1974) in Zürich das "Cabaret Voltaire" als eine Mischung aus Nachtclub und Kunstsalon. Er lud Dichter und Künstler ein, ihre Werke vorzutragen, Bilder aufzuhängen oder zu musizieren.

Schon schnell kristallisierte sich heraus, dass sich hier eine neue künstlerische Bewegung mit antibürgerlicher Grundhaltung formiert hatte.

Der Name "Dada" soll beim zufälligen Blättern durch ein deutsch-französisches Wörterbuch entstanden sein: "Dada", der erste verbale Ausdruck eines Kleinkindes, sollte einen Neubeginn ausdrücken, die Einfachheit darstellen und den Anfang aller Kunst symbolisieren.

Obwohl das "Cabaret Voltaire" nur sechs Monate bestand, breitete sich die dadaistische Idee schnell international aus. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in Frankreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten Dada-Galerien. Es wurden Dada-Zeitschriften gegründet und Dada-Manifeste geschrieben. So veranstalteten
Hans Arp und Max Ernst in Köln dadaistische Zusammenkünfte.

Richard Huelsenbeck und Raoul Hausmann gründeten in Berlin einen Dada-Club, zu dessen Mitgliedern George Grosz, Hannah Höch und John Heartfield gehörten. Ebenfalls in Berlin fand 1920 die Erste Internationale Dada-Messe statt.

Die Dadaisten hatten kein festgelegtes Programm. Arp nannte mit Hinweis auf die "Schlächtereien des Weltkrieges" das Ziel, die verlogenen und scheinheiligen Werte und Ideale der bürgerlichen Gesellschaft zu enttarnen und zu zerstören. "Dada ist der Ekel vor der albernen verstandesmäßigen Erklärung der Welt", so Arp. Ebenso sagten die Dadaisten den etablierten Kunstformen den "Kampf" an. Durch eine ironische Synthese von Primitivem, Banalem und moderner Technik versuchten sie die Sinnlosigkeit von Logik, Intellekt und bürgerlicher Kultur zu verdeutlichen. Zu ihren "Waffen" gehörten Lärmmusik, Simultanvorträge, Zufallsgedichte, Photomontagen und Collagen aus Zeitungsausschnitten, Photos und Alltagsgegenständen.


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