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Bilderwechsel IV vom 18. Januar bis
25. Juni 2006
Neue Malerei. Erwerbungen 2002 -
2005
Wohin entwickelt sich die Kunst im
21. Jahrhundert? Die Malerei triumphiert über
ihren viel beschworenen Untergang im
Medienzeitalter. Vor allem deutsche Künstler
stehen derzeit auf dem internationalen Kunstmarkt
hoch im Kurs. Frieder Burda bezieht Position und
bringt nun seine Ankäufe dieser "Neuen
Malerei" zur Ausstellung mit Werken u. a. von Tim
Eitel, Anja Ganster, Anton Henning, Karin Kneffel,
Heribert C. Ottersbach, Simon Pasieka, Florian
Thomas, Corinne Wasmuht, Dirk Skreber und Matthias
Weischer. Die Werke erschöpfen sich
keinesfalls in einer Wiederbelebung traditioneller
malerischer Positionen. Die junge
Künstlergeneration entwickelt in
Auseinandersetzung mit Fotografie, Konzept- und
Medienkunst eine eigenständige, lebendige
Bildsprache. Das Grundproblem der Moderne, dass
Kunst eine tiefe Wahrheit wiederzugeben habe,
stellt sich nicht mehr. Die einzige Wahrheit, so
glaubt etwa Karin Kneffel, liegt in der Malerei
selbst. In Bilderserien variiert sie ein Motiv,
seien es Trauben, Hunde oder Möbel, stets aufs
Neue. Der Betrachter erliegt einem faszinierenden
Vexierspiel: Mal treten die Spuren des
Malprozesses, mal der Bildgegenstand in den
Vordergrund. (PR)
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Neue Malerei
Museum Frieder Burda
Erwerbungen 2002-2005
Herausgeber: Stiftung Frieder Burda, Text
von Frieder Burda, Reinhard Spieler,
Andreas Zimmermann, Bettina Högner,
Florian Illies, Judith Irrgang, Heribert
C. Ottersbach, Simon Pasieka, Frank
Schmidt, Daniel Schreiber, Daniel
Spanke
144 Seiten, 113 farbige Abbildungen,
Festeinband mit Schutzumschlag, Hatje
Cantz Verlag
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Ausstellung Deutscher
Expressionismus
im Museum Frieder Burda
Bis zum 25. Juni 2006 zeigt das
Museum Frieder Burda im "Bilderwechsel IV" Arbeiten
des deutschen
Expressionismus. Ein Jahrhundert ist seit der
Gründung der Künstlergruppe "Die
Brücke" im Jahr 1905 in Dresden
vergangen. Die Werke von Ernst Ludwig
Kirchner, Max Pechstein und Karl
Schmidt-Rottluff wie auch die ihrer
süddeutschen Generationsgenossen vom
Blauen
Reiter haben nichts von ihrer
ursprünglichen Frische, Spontaneität und
Farbintensität verloren. Gemälde aus der
Sammlung Frieder Burda, ergänzt um Leihgaben
aus dem Familienbesitz, spiegeln den malerischen
Aufbruch des Deutschen Expressionismus zu Beginn
des 20. Jahrhunderts in einer intimen, 24
Gemälde umfassenden Ausstellung.
"Wenn die Religion, Wissenschaft und Moral
gerüttelt werden und wenn die
äußeren Stützen zu fallen drohen,
wendet der Mensch seinen Blick von der
Äußerlichkeit ab und sich selbst zu."
Ein Zitat von Wassily Kandinsky, der das unter
jungen Künstlern vorherrschende
Lebensgefühl zu Beginn des 20. Jahrhunderts
umschreibt. Es ist zugleich der Kerngedanke des
Expressionismus.
Die Bezeichnung "Expressionismus", wohl von Lovis
Corinth geprägt, war erstmals im Katalog der
12. Berliner Secessions-Ausstellung im Jahr 1911 zu
lesen und bezog sich dort auf französische
Kubisten und Fauvisten. Schnell verbreitete sich
der Begriff und wurde nun unterschiedslos auf alle
modernen deutschen Künstler bezogen, die mit
Maltraditionen und Normen brachen. Der
konzeptionellen Offenheit der Brücke- und
Blaue-Reiter-Künstler entsprechend, fasst der
Begriff Expressionismus ein Zeitphänomen, eine
künstlerische Aufbruchstimmung in einem Wort
zusammen.
Im elterlichen Haus in Offenburg machte der junge
Frieder Burda Bekanntschaft mit der
expressionistischen Malerei, die ihm die Augen
für Farbe, Ausdruck und Intensität der
malerischen Mittel öffnete. Noch heute bekennt
er sich zu diesem Anfang, den er auch als
Herausforderung empfand.
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