Burda Museum Baden-Baden

 

 

 

Jackson Pollock

Such Desperate Joy.
Imagining Jackson Pollock.
von Helen Harrison
Taschenbuch, 320 Seiten,
Maße: 15 x 23 cm,
Thunder's Mouth Press,
amerikanische Ausgabe

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Action Painting

Unter dem Begriff Action Painting (Aktionsmalerei) versteht man eine Form der nicht-geometrischen, abstrakten Malerei. Diese Kunstrichtung, auch als "selbstorganisierende Malerei" bezeichnet, wird heute auch zum
Abstrakten Expressionismus gezählt. Als Vorläufer dieser Maltechnik kann der Automatismus der Surrealisten betrachtet werden, wo spontan gemalt wurde, um einen bewussten Einfluss des Künstlers auszuschließen, und somit unbewusste Elemente abzubilden. Die Surrealisten hatten jedoch nicht abstrakt gemalt, denn die gemalten Muster und Bildinhalte wurden gegenständlich interpretiert, um dann diesen Bildelementen symbolische Bedeutung verleihen zu können.

Im Vordergrund des Action Paintings stand der Malprozess, bei dem Farbe spontan auf den Malgrund aufgebracht wird, wobei dem Bild als Ergebnis oft eine eher dokumentarische Funktion zugeordnet wurde. In den Malprozess wurden Zufallselemente integriert, die aus dem schnellen und spontanen Handeln des Künstlers, sowie aus der Maltechnik, wie beispielsweise dem "Dripping", resultieren.
Hauptvertreter des Action Painting war der Amerikaner
Jackson Pollock (1912-1956), der mit seinem Malstil auch erheblichen Einfluss auf die europäische Malerei ausübte.

Ab 1946 entwickelte er mit seiner Maltechnik des "Drippings" das Action Painting. Mit der Entwicklung dieser Technik vollzog er einen radikalen Bruch mit der traditionellen, akademischen Malweise.

Er trug die Farben nicht mehr mit einem Pinsel auf, sondern ließ flüssige Farbe auf einen Malgrund fließen. Durch die Kombination von spontaner Bewegung des Farbträgers, wie beispielsweise einer Farbdose mit einem Loch, oder einem, in Farbe getauchten Stock, und der Wirkung physikalischer Kräfte auf die Farbe, entstanden so Farbgebilde, die teilweise chaotisch und teilweise beeinflussbar waren.

Zu den Möglichkeiten der Einflussnahme seitens des Künstlers gehörten Viskosität der Fabe, Lochgröße in der Dose, Höhe zwischen Farbträger und dem darunter liegenden Malgrund, verwendete Farben, Trocknungszeiten zwischen dem Auftragen unterschiedlicher Farben.

Neben diesen Einflussfaktoren bestand in gewissem Umfang auch eine Kontrolle über den Malprozess. So konnte die Bewegung während des Fließens der Farbe beinflusst werden. Bestimmte Bildbereiche konnten ausgewählt werden, wo während des Malvorgangs Farbe aufgetragen oder weggelassen wurde. Auch die Dichte des Farbauftrags konnte bestimmt werden.



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