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Zuckerblut
Hat Bernd Leix in seinem ersten zu
Papier gebrachten Krimi das Karlsruher
Ermittler-Trio im Herbst agieren lassen, so hat
sich beim zweiten der Frühling eingestellt.
Viele Menschen zieht es deshalb ins Freie, darunter
auch allerlei Sporttreibende, so dass es nicht
verwundert, dass ausgerechnet zwei Joggerinnen im
Wald hinter dem Karlsruher Schloss eine weibliche
Leiche finden.
Damit sind die "grauen Zellen" der Herren Lindt,
Wellmann und Sternberg wieder zu
Höchstleistungen gefordert, zumal eine mehr
als nur resolute Oberstaatsanwältin so schnell
wie möglich pressepräsentierbare
Ermittlungsergebnisse erwartet. Sie tragen emsig
Informationen vor Ort zusammen, diskutieren
über Spuren und über mögliche
Motive, die den Täter bewogen haben
könnten, eine völlig unauffällige,
bei einem privaten Pflegedienst tätige
Krankenschwester mit bloßen Händen zu
erwürgen.
Im Laufe weniger Ermittlungstage bieten sich den
Dreien plötzlich zwei Fliegen, die mit einer
Klappe zu schlagen wären. Wenn da nicht die
drückende Forderung der Staatsanwaltschaft
nach hieb- und stichfesten Indizien oder gar
Beweisen wäre. Sie lässt die Ermittler
mehr oder weniger auf der Stelle treten, bereitet
ihnen unruhige Nächte und unbefriedigende
Bürostunden. Alles zum Mitdenken und
Mitempfinden in kurzweiliger Manier zum Weiterlesen
anregend.
Mittlerweile sind es sieben ominöse
Todesfälle geworden, die es zu untersuchen und
miteinander in Verbindung zu bringen gilt. Wahrlich
tapfer nehmen sie sich dieser Aufgabe an,
unterstützt von Kollegen anderer Dezernate und
der Kriminaltechnik, und landen dann doch ihren
"Coup". Dieses Mal allerdings aus der gewohnten
"Ruhe"-Vorstellung ihres Chefs Oskar Lindt
gebracht, der selbst bei einer auffälligen
Verfolgung durch Karlsruhe mit von der Partie ist.
Letztendlich siegt dann aber wieder das "hier oben"
der drei erfahrenen Kriminalisten und lässt
sie nach einer guten Woche wenigstens einen der
ausgeforschten Bösewichte anklagewürdig
zur Strecke bringen.
Die spannende Geschichte um einen Stadtplan
Karlsruhes mit fünf Blutstropfen, einen
spielsüchtigen Winkeladvokaten und untreue
"Wohltäter der Menschheit" hält nicht nur
Lindt & Co. auf Trab, sondern jeden, der es
sich zeitlich leisten kann, am Lesen, bis zur
letzten Seite.
Das Buch ist im Gmeiner- Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Über den Autor:
Bernd Leix, 1963 geboren, hat
Forstwirtschaft studiert und lebt mit
Frau, Sohn und Hund in einer kleinen Stadt
im Schwarzwald. Er arbeitete einige Jahre
als Revierförster im Karlsruher
Hardtwald und kam in den von der
Großstadt umschlossenen Wäldern
mit nahezu jeder Art von Kriminalität
und den verschiedensten
Polizeidienststellen in
Berührung.

Zuckerblut
Oskar Lindts zweiter Fall
Bernd Leix
325 Seiten, Paperback, Gmeiner-Verlag

Oskar Lindts erster Fall:
Bucheckern >
Oskar Lindts dritter Fall:
Hackschnitzel >
Oskar Lindts vierter Fall:
Waldstadt >
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