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Weihnachtsmärchen
und Weihnachtssagen
aus Baden
Märchen und Sagen, über Jahrhunderte
hinweg mündlich überliefert, wurden im
19. Jahrhundert nicht nur von den Brüdern
Grimm gesammelt und zu Papier gebracht, geht aus
dem Quellenverzeichnis des von Gundula
Hubruch-Messow herausgegebenen Buches hervor.
Sie hat 94 aus dem Badischen stammende Märchen
und Sagen, die zur Weihnachtszeit von Bedeutung
sind, zeitlich eingeteilt, beginnend am Martinstag
und endend am Dreikönigstag. Dem Martinstag
zugeordnet ist beispielsweise eine Sage um die
Erlösung einer verfluchten Seele, die sich am
Baden-Badener Fremersberg ereignet haben soll.
Katharinentag, Barbaratag, Nikolaustag und
Ottilientag sind im Badischen neben der Advents-
und Weihnachtszeit an sich oder der gesamten
Winterzeit auch sagen- und märchenumwoben.
Von der weißen Frau, die bei Langensteinbach
häufig gesehen worden sein soll, wird ebenso
erzählt wie von den Seeweiblein im Mummelsee,
der Knöpflestadt Kuppenheim oder dem
geheimnisvollen und Furcht einflößenden
Geschehen auf dem Alten
Schloss in Baden-Baden.
Die Betrachtung des am Ende des Buches zu findenden
Ortsregisters vermittelt, dass die Sagen und
Märchen tatsächlich über das ganze
badische Land verteilt sind. Vom Albtal über
Baden-Baden, Durlach, Freiburg, Konstanz und Sankt
Blasien bis Zell reichen die Dutzende von
Ortsangaben, die das Auffinden der passenden
Geschichte erleichtern.
Diese wahre Fundgrube an regionaler Volkskultur
empfiehlt sich für Geschichten- und
Badenliebhaber nicht nur zur Lektüre
während der Weihnachtszeit, wegen der darauf
bezogenen Atmosphäre jedoch besonders.
Das Buch ist im Husum Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Weihnachtsmärchen und Weihnachtssagen
aus Baden
Herausgeberin: Gundula Hubruch-Messow
124 Seiten, broschiert, Husum Verlag
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