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"Äpfel, Nuss und Mandelkern"
werden in einem alten Kinderlied vom "lieben,
heil'gen Nikolaus" erbeten.
Von Äpfeln weiß man: An apple a day
keeps the doctor away (Iss täglich einen Apfel
gern, so hältst du dir den Doktor fern).
Über die ausgesprochen vielseitige
Verwendungsweise der Nuss klärt Erica
Benzinger in
Das goldene Buch der Walnuss
auf.
Nussbäume sind im Südwesten Deutschlands
reichlich vorhanden. Doch wer macht sich beim
Aufheben einer Nuss im Herbst schon seine Gedanken,
wo die Nuss und der Baum, von welchem sie herab
gefallen ist, eigentlich herkommen. Derlei lohnte
sich indes allemal. Erstaunen kann sich einstellen
darüber, dass die Nuss in Asien und Europa
schon seit 9000 Jahren bekannt ist und zu den
ältesten Nahrungsmitteln der Welt
gehört.
Die Chinesen ehren sie als eines der fünf
heiligen Nahrungsmittel. In Griechenland wurde sie
als Speise der Götter erkannt und
Göttervater Zeus, sowie Dionysos, dem Gott des
Weines, geweiht, ist neben vielem anderen ebenso zu
erfahren wie die botanische Zuordnung der Walnuss
zum Schalenobst.
Überaus reich an Inhaltsstoffen findet sie
nicht nur ihren Platz in der Heilkunde, wie mit
Beispielen belegt wird, sondern als Kern, Mehl oder
Öl in der Ernährung, und zwar in allen
nur denkbaren Gerichten und Getränken.
60 davon werden vorgestellt, ob als "Aperitif" in
Form von Nuss-Thymian-Brötchen oder
Roquefort-Nuss-Muffins, als Vorspeisen,
Hauptgerichte, Desserts, Kuchen und Torten,
Kleingebäck oder gar als Likör und
Wein.
Gut verständliche Rezepte werden von wohl
gelungenen, Appetit anregenden Fotos begleitet.
Ein Register, ein Verzeichnis von Bezugsquellen und
eine Liste mit hilfreichen Adressen rund um die
Nuss beschließen das Buch.
Wer über all das Angeführte hinaus wissen
möchte, worauf der Brauch des "Polterabends"
zurückzuführen ist, dem sei die
aufmerksame Lektüre dieses sehr ansprechend
gestalteten kulinarischen Sachbuchs wärmstens
empfohlen.
Das Buch ist im Hädecke Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Das goldene Buch der Walnuss
Von Erica Bänzinger
Neuausgabe Februar 2008
124 Seiten, 48 Farbfotografien,
Festeinband, Hädecke Verlag

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