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Orte des Gedenkens und Erinnerns in
Baden-Württemberg
Band 35 der Schriften zur politischen Landeskunde
stellt Orte des Gedenkens und Erinnerns in
Baden-Württemberg vor. Die einleitenden Worte
der Herausgeber verdeutlichen den Wert solcher
Gedenk- und Erinnerungsstätten, die mahnen,
dass Grund- und Menschenrechte, Freiheit und
Demokratie in Deutschland nie mehr gebrochen werden
dürfen. Das nachfolgende Essay des Karlsruher
Professors für Neuere und Neueste Geschichte,
Peter Steinbach, erarbeitet, welche Bedeutung diese
Orte für die Erinnerungskultur haben und
welche Wechselwirkungen mit der politischen Kultur
bestehen.
Baden-Württemberg hat eine Vielzahl von
Gedenkstätten aufzuweisen, die sich
vornehmlich mit der Zeit des Nationalsozialismus in
Deutschland und dem Schicksal der verfolgten
Mitbürger, in der Mehrzahl Juden, befassen, da
diese Zeit als die schlimmste hinsichtlich der
Verletzung von Menschenrechten und Missachtung von
Freiheit und Demokratie erkannt werden muss. Aber
auch der Erinnerungsstätte für die
Freiheitsbewegungen
in der deutschen Geschichte im Rastatter Schloss wird
Aufmerksamkeit zuteil wie auch unter anderem dem
DDR-Museum in Pforzheim oder dem Offenburger
Gasthaus Salmen, wo sich am 12. September 1847 die
badischen Demokraten versammelten und die
Initialzündung zur Badischen
Revolution auslösten.
Eine Übersichtskarte zu Beginn des Buches
zeigt, dass die Erinnerungsstätten über
das ganze Land verteilt sind, von Wertheim im
Norden bis nach Gailingen im Süden, von
Kehl-Straßburg im Westen bis nach
Bopfingen-Oberdorf im Osten. Natzweiler-Struthof im
Elsass, in dessen KZ-Komplex neuesten Forschungen
zufolge 52000 Menschen ihrer Freiheit, Würde
und vielfach ihres Lebens beraubt wurden, ist
ebenfalls eingebunden.
Die jeweiligen Orte des Gedenkens und Erinnerns
sind im Buch gut zu finden, da sie nicht nur
alphabetische geordnet sind, sondern da die
Ortsnamen in den Kopfzeilen der Seiten
wiedergegeben sind. Die sachkundig verfassten,
kurzen Beiträge zu den Orten machen sachlich
mit den dortigen Geschehnissen bekannt. Teilweise
sind sie mit Schwarz-Weiß-Abbildungen
versehen. Wer mehr erfahren möchte, kann die
am Ende der Beiträge aufgeführten
Literaturlisten, sowie Kontakt- und andere Adressen
nutzen.
Dieser besondere Wegweiser zu Stätten
deutscher Geschichte empfiehlt sich für den
Geschichtsunterricht ebenso wie für alle an
der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Deutschland
Interessierten.
Das Buch ist im Verlag W.
Kohlhammer erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Orte des Gedenkens und Erinnerns in
Baden-Württemberg
Herausgegeben von Konrad Pflug; Ulrike
Raab-Nicolai und Reinhold Weber
Schriften zur politischen Landeskunde,
Band 35
380 Seiten, zahlreiche
Schwarz-Weiß-Abbildungen,
Festeinband, Verlag W. Kohlhammer
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