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Mord im Grandhotel
Das Baden-Badener
Oldtimer-Meeting lockt seit 1976 viele
Automobilfans an die Oos. So auch Raphael
Wittemann, erfolgreicher Bauunternehmer aus
Frankfurt, der anlässlich seines Aufenthalts
im Juli 2006 nicht nur seine geplante Hochzeit mit
einer wesentlichen jüngeren Frau
ankündigt, sondern auch seinen Geburtstag, wie
seit 30 Jahren praktiziert, im Brenner’s Parkhotel zu feiern gedenkt, unter anderem
mit seiner Tante Marie-Luise Campenhausen.
Diese reizende alte Dame ist den Lesern der beiden
ersten Kriminalromane Rita Hampps als
liebenswürdige Vermieterin der Chefreporterin
Lea Weidenbach, zuständig für Polizei-
und Gerichtsreportagen der Lokalzeitung Badischer
Morgen, bekannt.
Allerdings fällt die Geburtstagsfeier im
Restaurant des Baden-Badener Nobelhotels
buchstäblich ins Wasser, denn Raphael
Wittemann kommt im eleganten Pool des Hauses zu
Tode.
Die aufgelöste Tante weigert sich, an einen
natürlichen Tod zu glauben, und sucht
Unterstützung bei Lea Weidenbach. Diese hat
just an jenem Sonntagabend eine Verabredung mit
Kriminalhauptkommissar Maximilian Gottlieb, mit dem
sie sich bei aufzuklärenden Straftaten
zuweilen eine Art Hase- und Igel-Spiel liefert.
Beide treten auf den Plan. Aber die offiziellen
Ermittlungen ergeben keinen Hinweis auf ein
Tötungsdelikt, weswegen der Reporterin
Recherchearbeit an Bedeutung gewinnt.
So weit die Ausgangslage, die nicht nur zum
Mitdenken reizt, sondern auch darauf einstimmt, die
Kurstadt zu erleben.
Zu erleben gibt es eine ganze Reihe
geschichtsträchtiger Orte, derer sich
Baden-Baden einer Vielzahl rühmen kann. Des
Weiteren werden mehr oder weniger prominente
Persönlichkeiten in das Geschehen eingebunden
und es wird sogar die Verbindung zu einem bislang
ungeklärten realen Mord im Jahr 1996
hergestellt.
Virtuos wird Wirkliches und Erdachtes in eine
bestens „komponierte“ Mischung aus Ereignissen und
Charakteren eingebracht, die Hochspannung bis zum
„Happy End“ erzeugt, das neben dem Schlusspunkt
für einige perfide Straftaten auch, so viel
sei verraten, das Ende des emotionalen Hin und Hers
der Journalistin und des „Sheriffs“ mit sich
bringt. Maximilan Gottliebs Meinung, es sei ein
Genuss, es mit jemandem Engagierten zu tun zu
haben, kann nur beigepflichtet werden. Die
Wiedergabe des Geschehens um ihn, Lea Weidenbach
und alle weiteren Beteiligten ist voll und ganz zu
genießen.
Das Buch ist im Emons Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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