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Kleine Geschichte der
Markgrafschaft Baden
Baden- und Geschichtsfreunde wird's freuen: Es gibt
sie endlich "am Stück", die Markgrafen von
Baden. Niemand muss mehr den Stammbaum oder besser
die Stammbäume relativ mühselig aus den
verschiedenen Abhandlungen zur badischen Geschichte
selbst zusammenstellen, um in Erfahrung zu bringen,
woher beispielsweise jener Wilhelm kommt, der erst
in den Wirren des Dreißigjährigen
Krieges nach der Schlacht bei Wimpfen im Jahr 1622
Regent des katholischen Teils der Markgrafschaft
Baden werden konnte.
Doch der Reihe nach: Armin Kohnle erzählt mit
in jeder Formulierung durchblitzendem umfassendem
Sachverstand die Entwicklungsgeschichte der
Markgrafschaft Baden. Begonnen bei Hermann I., dem
Sohn Bertholds I., Herzog von Kärnten, dessen
Adelsgeschlecht nach der Stammburg Zähringen
in Freiburg benannt war, und endend bei
Karl
Friedrich von Baden, 1806 als Großherzog zum
Regenten eines Flächenstaates geworden.
Spannend liest sich diese Chronologie des Auf- und
Ausbaus des badischen Territoriums vor dem
Hintergrund der jeweiligen deutschen und
europäischen Machtverhältnisse und
Einflussnahmen, Heiraten, Tauschgeschäfte,
Käufe, sowie Erbteilungen mit eingeschlossen
und, soweit bekannt, die unterschiedlichen
Charaktere und Eigenheiten der Agierenden
wiedergebend.
Bei Markgraf Wilhelm angelangt, ist die
Markgrafschaft im Grunde genommen wegen einer wie
ein Krimi anmutender Umwandlung des Testaments
Markgraf Christophs I. in einen Erbteilungsvertrag
bereits in einen katholischen und einen
reformierten Teil gespalten, einen Zustand, der
erst im Jahr 1771 sein Ende findet und Karl
Friedrich von Baden zum Herrscher der gesamten,
wenn auch in etliche Kleinteile zersplitterten,
Markgrafschaft werden lässt.
Schon allein wegen der Stammbäume oder -tafeln
gebührt Armin Kohnle respektvoller Dank, wegen
der Erarbeitung weiterer erhellender
Zusammenhänge allemal.
Das Buch ist im G. Braun Buchverlag Karlsruhe erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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