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Der Mäusemörder
Mäuse, die für
Forschungszwecke ausgedient haben, erhalten im
Institut für Molekulargenetik der Freiburger
Albert-Ludwigs-Universität ihr Gnadenbrot. Sie
können dieses jedoch nicht bis zum
natürlichen Ende ihres Lebens genießen.
Denn ihnen wird unverständlicherweise an einem
Septembertag der Garaus gemacht.
Bis zu den Mäusemorden im Frühherbst
ereignet sich im Institut für
Molekulargenetik, das seit Jahresbeginn von
Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Alexander Kilian
geleitet wird, allerhand Unerklärliches, dem
weder der Professor noch seine Mitarbeiter so
richtig auf die Spur kommen können.
Parallel hierzu kämpfen Ärzte des
Universitätsklinikums in
unregelmäßigen Abständen um das
Leben von Patienten mit mysteriösen
Vergiftungserscheinungen. Selbst als sie den
Erreger Botulinumtoxin identifiziert haben,
müssen sie noch Todesfälle
verkraften.
Jörg Geßler, Hauptkommissar bei der
Freiburger Kriminalpolizei und Freund des genialen
Wissenschaftlers Alexander Kilian, nimmt sich nicht
nur der Vergiftungsfälle, sondern als
Freundschaftsdienst auch der Mäusemorde an,
nicht ahnend, dass die Gesamtheit der Straftaten
letztendlich auf eine einzige Person ausgerichtet
ist.
Bis Jörg Geßler zu dieser Erkenntnis
kommt, hält die Wiedergabe von vielerlei
Menschlichem bei Leselaune. Seien es beispielsweise
die Eigenbröteleien des "bunten Vogels"
Alexander Kilian, sei es der verbissene Ehrgeiz
seines auf Freiersfüßen wandelnden
Stellvertreters oder die Wissbegier einer
Medizinstudentin.
Auch die liebenswerte Universitätsstadt mit
ihren Bächle, dem bunten Treiben auf dem
Münsterplatz, dem Greifenegg Schlössle
und vielem mehr kommt nicht zu kurz.
Am Ende der mit Abwechslungsreichem, Aufregungen
und Überraschendem gut bestückten
Geschichte regt sich der Wunsch, dem mit
Scheuklappen behafteten Professor, der
"grundsätzlich nicht in der Lage" ist, "eine
Entscheidung nach logischen Gesichtspunkten zu
fällen", ein weiteres Mal im Mittelpunkt eines
Krimis der etwas anderen, ausgefallenen und gerade
deshalb zum Lesen animierenden Art zu begegnen.
Das Buch ist im Schillinger Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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