Den Traktor kenne ich. Diesen Rasenmäher haben wir in Gebrauch gehabt. Auf Geschäftsreisen hatte ich immer diesen schnurlosen Rasierapparat dabei. So mancher wird dies denken, der in dem schwergewichtigen Werk

50 Jahre technische Ästhetik

blättert. Wer gar trotz der vielen Einhalt gebietenden Detailzeichnungen und Erläuterungen bis zur Seite 403 vordringt, wird feststellen, dass die Kleinwagen, die heute das Straßenbild mitprägen, sehr große Ähnlichkeit mit jenen Kreationen haben, die
Louis Lucien Lepoix (1918-1998) zu Papier gebracht hat.

Schwergewichtig ist das im Jahr 2003 erschienene Buch in mehrerlei Hinsicht. Zum einen spiegelt es die technische und industrielle Entwicklung Mitteleuropas während eines halben Jahrhunderts wieder. Zum anderen gibt es Einblick in die Gestaltungsfreude, den Schaffensreichtum und das Genie des Ingenieurs und Formgestalters Louis Lucien Lepoix. Zudem wiegt das zweisprachig, deutsch und französisch, verfasste 540 Seiten starke Buch im Extraformat 3,7 kg.

Technikfreunde und Formbegeisterte werden ihre helle Freude an dieser schier unerschöpflichen Fundgrube, die auf dem Einfallsreichtum eines einzigen Mannes basiert, haben.

Wer weiß denn schon, dass Louis Lucien Lepoix allgemein verständliche Symbole für den industriellen Bereich erdacht und 1975 in einer Fachzeitschrift veröffentlicht hat? Oder wem ist geläufig, dass die Jahrzehnte in den Innenstädten wahrzunehmen gewesenen Parkuhren ebenso dem Gestaltungsgeist dieses Mannes zuzurechnen sind wie Kaffeemaschinen und Wasserboiler? Fahrzeuge, Flugzeuge, Bau- und andere Industriemaschinen, Büromaschinen, Haushaltsgeräte, Sanitäreinrichtungen, Gebäude und Wohnanlagen unter Einbeziehung von Solarenergie sind visionär gestalterisch umgesetzt worden wie auch Windkraftanlagen, die so gar nichts gemein haben mit den aktuell in der Diskussion befindlichen Großwindmühlen.

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"Gestandenen" Designern können die wiedergegebenen Tausende von Formen, die im privaten und industriellen Bereich über Jahrzehnte zu finden waren und sind, als Denkanstoß und Inspiration dienen wie Louis Lucien Lepoix' Gedanken zu seiner Tätigkeit, die von Ethik, Würde und Verantwortlichkeit geprägt sind.

Formuliert hat der unermüdlich Wirkende diese Gedanken in seinem Vorwort zu dem als Katalogbuch konzipierten Projekt zu einer im Jahr 1997 in Baden-Baden realisierten Ausstellung seines Lebenswerks. Das Vorwort endet mit den Worten: "Ich liebe meinen Beruf, ich lege meinen dicken Bleistift erst aus der Hand, wenn ich abgerufen werde." Dass dies keine bloße Floskel war, wird in "50 Jahre technische Ästhetik" eindrucksvoll dokumentiert.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden


Louis L. Lepoix - 50 Jahre technische Ästhetik

Louis L. Lepoix
50 Jahre technische Ästhetik
von Erika Kübler und anderen,
zweisprachig: deutsch und französisch, 540 Seiten, 3500 Abbildungen, gebundene Ausgabe, Sonderformat, 3,7 kg schwer.
Das Buch ist im Eigenverlag erschienen.

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