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Den Ureinwohnern des amerikanischen
Doppelkontinents ist in vielen Büchern unter
den verschiedensten Aspekten in Wort oder Bild
bereits Aufmerksamkeit gewidmet worden.
Eine wahrhaft schmackhafte Symbiose von Wort und
Bild erwartet denjenigen, der
Küchenschätze der Indios und Indianer
zur Hand nimmt.
Ilona Steckhan beschäftigt sich mit der
Esskultur der Inkas im Andengebiet, der Azteken,
der Pueblo-Indianer und des Stammes der Ojibwa im
nordamerikanischen Minnesota, nahe der kanadischen
Grenze. Sachkennerisch führt sie über
kurze und dennoch lehrreiche Abrisse zur jeweiligen
Geschichte der Indios und der Indianer an deren
Essgewohnheiten heran und präsentiert dabei
wohl für die Mehrzahl der Mitteleuropäer
Erstaunliches.
Wer weiß hierzulande schon, dass im
Andengebiet, dem Stammland der Kartoffel, an die
625 Arten dieser Knollenfrüchte bekannt sind?
Oder, wem ist geläufig, dass Mexiko vor circa
300 Jahren der einzige Erzeuger der köstlichen
Vanille war? Derlei und etliches mehr macht das
Buch schmackhaft für all diejenigen, die
meinen, "schon alles" über Indios und Indianer
zu wissen.
Die Ausführungen zur Küche von Inkas,
Azteken, Pueblo- und Ojibwa-Indianern machen
schmackhaft, das eine oder andere Gericht selbst zu
probieren. Forciert wird dieser Drang durch eine
Fülle besonders gelungener Fotografien der
einzelnen Gerichte und detaillierte Beschreibungen
der Zubereitung, ob es sich unter anderem um Bohnen
mit Maiskölbchen oder um Lachsforelle mit
Wildreisfüllung handelt.
Für ganz Eilige sei eine besondere
Hilfestellung hervorgehoben. Die Bilder haben am
Hochkantrand die Namen der Gerichte farblich
abgesetzt eingedruckt, wodurch sich die darauf
folgenden Rezepte beim Blättern schnell finden
lassen und sich der Blick ins Register
erübrigt. Dieses bietet übersichtlich
eingeteilt gegen Ende des Buches ein reichhaltiges
Angebot von Suppen, Eintöpfen, Gemüse-,
Kartoffel- und Reisgerichten über Fisch- und
Fleischgerichte bis hin zu Desserts, Gebäck
und Kuchen. Zum guten Schluss informiert ein
Glossar noch über Wissenswertes von B(atate)
bis V(anille).
Weil viele Zutaten und Gewürze mittlerweile
auch Einzug in die deutschen Küchen gehalten
haben, sind die "Küchenschätze der Indios
und Indianer" durchaus geeignet, den heimischen
Speiseplan zu bereichern. Die geschmackvolle
Gestaltung dieses Buches lässt es darüber
hinaus zu einem Schatz für den
Bücherschrank werden.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Die in Baden-Baden lebende Ilona
Steckhan hat zahlreiche Reisen zu verschiedenen
Indianerstämmen in Süd- und Nordamerika
unternommen und deren Geschichte, Lebens- und
Verhaltensweisen studiert. Sie hat in bislang sechs
Büchern ihre gesammelten Erfahrungen
interessierten Lesern zugänglich gemacht.
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Küchenschätze der Indios und
Indianer
von Ilona Steckhan
Gebundene Ausgabe
168 Seiten
Hädecke Verlag
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