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In tausend Teufels Namen
Hexenwahn am Oberrhein
Der erste Band der "Kleinen Freiburger Reihe"
widmet sich einem besonders abstoßenden
Kapitel des menschlichen Umgangs miteinander, dem
Hexenwahn, der Hexenverfolgung und den
Hexenprozessen im Schwarzwälder Raum.
Ingeborg Hecht nähert sich dieser grausamen
Epoche nicht unter wissenschaftlichen
Gesichtspunkten, sondern hat unter anderem mittels
Sagen und Ratsprotokollen verschiedener Städte
dem Hexenwahn am Oberrhein nachgespürt. Damit
ist es ihr gelungen, die damalige Zeit und die
Lebensumstände beim Lesen erlebbar werden zu
lassen, ob man nach Kandel oder Baden-Baden
versetzt wird, oder vom großen Brand in
Schiltach erfährt, ob von den Bräunlinger
Frauen berichtet wird, oder das Schicksal der
Mutter des deutschen Astronomen und
Naturphilosophen Johannes Kepler Beachtung
erfährt.
Aberglaube, Willkür, Niedertracht, Gier, Hass,
Ohnmacht und Elend dieses finsteren
Geschichtsabschnitts provozieren die
unterschiedlichsten Gefühlswallungen und
machen nach wie vor beklommen, wie der Offenburger
Bürgermeister Franz Volk im Jahr 1882 bereits
empfand, als er die Ratsprotokolle aus der Ortenau
zu bearbeiten begann.
Ihre eindringliche Auseinandersetzung mit dem
entsetzlichen Geschehen aus mehreren Jahrhunderten
beendet Ingeborg Hecht mit der Feststellung: "…der
Affekt […] gegen die Hexen lebt nicht nur, wie
anfangs gesagt, im Märchen fort; der feurige
Ofen, worin die Hexe verschwindet, gemahnt an den
höchst realen Scheiterhaufen, der in anderer
Form da und dort noch immer weiter brennt." Ihr
Buch mag einen wertvollen Beitrag dazu leisten,
diese "Scheiterhaufen" ein für alle Mal zum
Erlöschen zu bringen.
Das Buch ist im Rombach-Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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In tausend Teufels Namen
Hexenwahn am Oberrhein von Ingeborg
Hecht
102 Seiten mit 15 Abbildungen, Rombach
Verlag

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