"Verbrennt sie, die Hexen!"

Offenburg zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist der Schauplatz eines Romans, der von der Hexenverfolgung in der Hauptstadt
der Ortenau berichtet. Bereits 1882 hat sich der damalige Offenburger Bürgermeister Franz Volk mit den Ratsprotokollen der Ortenau aus dieser Wahn- und Zwangszeit beschäftigt und diese durchgearbeitet mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, weshalb und aus welchen Anlässen heraus derart viele Menschen einen willkürlichen und bestialischen Tod sterben mussten.

Jürgen Buchholz schildert auf der Grundlage eben dieser Ratsprotokolle die Mechanismen, die zu Verdächtigungen, Anklagen, unmenschlichsten Verhörmethoden und schließlich zur Verurteilung und Vernichtung auf dem Scheiterhaufen führten. Das Schicksal der Familien Laubbach und Silberrad, die beide in Offenburg gelebt haben, nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Der Leser wird zum Zeugen unbarmherzigen Intrigantentums, frömmelnder Kurzsichtigkeit, gieriger Selbstsucht und ohnmächtigen Ausgeliefertseins, während er mit Vorkommnissen, die sich im Wesentlichen über den Zeitraum eines Jahres erstrecken und die durchaus zu angewidertem und ungläubigem Kopfschütteln anregen können, konfrontiert wird.

Wer sich noch nicht mit den unglaublichen Grausamkeiten und der Infamie des mittelalterlichen Hexenwahns befasst hat, dem wird der historische Roman mit dem schlachtrufähnlichen Titel ein beeindruckendes Bild dieser brutalen Zeiterscheinung vermitteln.

Das Buch ist im
Verlag Ernst Kaufmann erschienen.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden


Verbrennt Sie, die Hexen

"Verbrennt sie, die Hexen!"
von Jürgen Buchholz
Ein historischer Roman, 200 Seiten, gebunden, Verlag Ernst Kaufmann

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