Schwäbisch-alemannische Fasnet in alten Bildern
Neue Funde

Kulturgeschichte der besonderen Art, nämlich die der schwäbisch-alemannischen Fasnet, gilt Wulf Wagers Aufmerksamkeit und Spürsinn schon seit langem, ist er doch, wie er preisgibt, bereits im Kindesalter von seinem Vater mit dem "hochinfektiösen Fasnetvirus" angesteckt worden.

Wie gut, das dem so ist, mag jeder an heimischem Brauchtum Interessierte denken, beschert dieses Engagement doch im Herbst 2005, just zu Beginn der so genannten Fünften Jahreszeit, eine umfangreiche Kollektion alter Bilder, die Fasnetgeschehen festgehalten haben.

Denjenigen, denen nicht bewusst ist, worauf das schwäbisch-alemannische Fastnettreiben zurückzuführen ist, wird einleitend sachkundige Erläuterung zuteil.

Ob sie nun Hansele, Blätzle, Schantle, Fuchswadel oder anders heißen, die Narrenzünfte haben ihre Bildarchive geöffnet und Erstaunliches zutage gefördert: beispielsweise eine Postkarte aus Riedlingen aus dem frühen 19. Jahrhundert, eine Lithographie aus Furtwangen von 1890 oder das hinreißende Foto der Überlinger Narreneltern, das um 1880 entstand.

Übersichtlich nach Regionen geordnet spiegeln die zeitgenössischen Bilddokumente, die mit erklärenden Texten versehen sind, die Vielfalt des närrischen Treibens bis in die kleinsten Gemeinden wider - selbst in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Fasnet eine Wiedergeburt, wie etliche Aufnahmen aus den 1950er Jahren belegen.

Eine Anzahl der Bilder stammt vom Baden-Badener Fotografen Eduard von Pagenhardt. Er bereiste das Land zur Fasnachtszeit, um die ästhetische Wirkung der Narrenkleider fotografisch umzusetzen.

Abschließend ist zu werten, dass dieses sehr ansprechend gestaltete Bilderbuch der Narren durchaus dazu geeignet ist, nicht nur zu Fasching, Fastnacht oder Fasnet ins Schwelgen verfallen zu lassen.

Das Buch ist im
Silberburg-Verlag erschienen.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden

Schwäbisch alemannische Fasnet in alten Bildern

Schwäbisch-alemannische Fasnet in alten Bildern - Neue Funde
von Wulf Wager
128 Seiten, 350 teilweise farbig gedruckte Abbildungen, fester Einband, Silberburg-Verlag

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