Die großen Dirigenten unserer Zeit

Von etlichen in aller Welt bekannten und beachteten Dirigenten sind bereits Biografien oder Autobiografien in teilweise erheblichem Umfang erschienen, die nicht unbedingt jeden dazu reizen, sich bis ins Detail mit dem Leben und Wirken der Stabkünstler vertraut zu machen.

Wer dennoch Wesentliches über beispielsweise Claudio Abbado oder Simone Young erfahren will, dem eröffnet Julia Spinola, Musikredakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, durch personen- und sachkundige Beiträge diese Möglichkeit.

28 Dirigenten und zwei Dirigentinnen, von denen eine bemerkenswerte Anzahl bereits im Baden-Badener Festspielhaus ihr Können unter Beweis gestellt hat, wird in auf wenige Seiten komprimierten Porträts Aufmerksamkeit gewidmet, wobei die Präsenz der beschriebenen KünstlerInnen im deutschsprachigen Raum der Autorin als Auswahlkriterium diente.

Wohl wissend, dass sich die Vorgestellten eigentlich nicht klassifizieren lassen, sondern lediglich hinsichtlich zentraler ästhetischer Tendenzen eine Charakterisierung erlauben, hat Julia Spinola neun Kategorien für deren künstlerisches Wirken gewählt, von "Formanalytiker und Formdramatiker" bis hin zu "Frauen erobern das Pult".

Michel Gielen, Kent Nagano und Riccardo Muti werden unter anderem in die erste Kategorie eingeordnet. Sir Simon Rattle gehört zu Gruppe der "Detailbesessenen", während Pierre Boulez zu den "Klanganalytikern und Klangmagiern" gerechnet wird. Daniel Barenboim, Christian Thielemann und Valery Gergiev wird die Qualität "Energetiker und Verführer" und Kurt Masur "die hohe Kunst der Solidarität" zuerkannt. Nikolaus Harnoncourt wird bescheinigt, "vom Originalklang zur universellen Klangrede" zu finden. Sylvain Cambreling frönt dem "Schwerpunkt: Neue Musik". Daniel Harding findet sich in der Kategorie "Jungstars und Newcomer" wieder, bevor mit den Dirigentinnen Sian Edwards und Simone Young die Porträts, in welchen die künstlerischen Werdegänge und individuellen Eigenheiten der 30 ausgewählten Künstler bestens heraus gearbeitet sind, ihren Abschluss finden.

Ein alphabetisch geordnetes Lexikon mit Auswahldiskographie von insgesamt 100 Dirigenten beschließt dieses außergewöhnliche Nachschlagewerk.

Das Buch ist im
Henschel Verlag erschienen.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden


Dirigenten

Die großen Dirigenten
unserer Zeit
von Julia Spinola,
288 Seiten, 30 S/W Abbildungen,gebundene Ausgabe, Henschel Verlag

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