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Franz Alt im Gespräch mit
Journalisten
Deutschland ist
erneuerbar
Der Titel lässt vermuten, Franz Alt habe an
einem Fortsetzungsband seiner mit aufrüttelten
Tatsachen und Veränderungsvorschlägen
bestückten Vorgängerbücher
gearbeitet. Indes verdeutlicht die erste
formulierte Frage "Wie war Ihr Elternhaus, wie
haben sie die Kindheit und die Jugend erfahren?",
dass eine andere Zielrichtung verfolgt wird.
Spätestens auf Seite 17 wird dem Leser
bewusst, dass die Troika Franz Alt, Bernhard
Müller und Horst Wörner in Franz Alts
Zuhause im Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg
zusammen getroffen ist, um Franz Alts Leben zu
beleuchten. Denn ein Einschub informiert
darüber, dass seine Frau Bigi gerade ins
Zimmer komme.
So persönlich der Ort des Arbeitstreffens
treffen ist, so persönlich gehalten ist diese
Art Zwiegesprächsbiografie, eine
Frage-Antwort-Abfolge, welche die anspruchsvolle
Komplexität in Franz Alts Leben einerseits und
dessen, gemessen an Gesellschaftstrends,
Anspruchslosigkeit andrerseits zum Ausdruck bringt.
Elternhaus, religiöses und politisches
Engagement, Schul- und Universitätsbesuch
werden auf ihren prägenden Einfluss hin
analysiert. Zentrale Elemente sind hierbei die
Institution katholische Kirche und ihr
Verhältnis zu den Menschen, denen ihre
Priester Seelsorger sein sollen, sowie zwei
hervorragende Lehrer, einer an der Schule, einer an
der Universität, die gewissermaßen als
Motoren des Altschen Intellekts und seiner
Hartnäckigkeit im Verfolgen menschen- und
naturachtender wie -schonender Ziele auszumachen
sind.
Was der Altsche Intellekt und die Altsche Haltung
gegenüber der katholischen Kirche im Laufe von
fast 40 Jahren Berufstätigkeit alles an
Ergebnissen zeitigten, ist derart vielzählig
und vielfältig, dass eine
Detailaufzählung kaum möglich erscheint.
Den Fragestellern ist es jedoch gelungen, die
Grundrichtungen und manche bemerkenswerte
Einzelheit in lockerer
Gesprächsatmosphäre zu erfahren,
Lebenskrisen und Konflikte eingeschlossen.
Ergänzend belegt eine ganze Reihe von Bildern,
Franz Alts Lebensfreude, die er gegen Ende des
Buches besonders betont, denn auf der Mehrzahl der
Bilder ist er lächelnd oder lachend zu sehen,
gerade so als wolle er seinen
unerschütterlichen Glauben an Jesus und seine
vertrauensvolle Hoffnung in ihn auch optisch
beweisen.
So wird dieses Buch, von dem mancher Leser bereits
meinte, es gar nicht mehr aus der Hand legen zu
können, bevor es zu Ende gelesen sei, zu einer
fesselnden "Un-Predigt" über Glaube, Liebe und
Hoffnung.
Das Buch ist im Verlag Gerhard Hess erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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"Deutschland ist erneuerbar!"
Franz Alt im Gespräch mit Bernhard
Müller und Horst Wörner
176 Seiten mit zahlreichen, teils farbigen
Abbildungen, Festeinband, Verlag Gerhard
Hess

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