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Adel und Nationalsozialismus im
deutschen Südwesten
Im November 2006 wurde im so genannten Stuttgarter
Symposium auf den südwestdeutschen Adel
während der Zeit des Nationalsozialismus
eingegangen. Ein Jahr später gab das Haus der
Geschichte Baden-Württemberg in Verbindung mit
der Landeshauptstadt Stuttgart sieben Beiträge
dieses Symposiums heraus, zu welchen der Leiter des
Hauses der Geschichte ein sachkundiges Vorwort
verfasst hat.
Sowohl dieses als auch die folgenden Beiträge
der sechs Geschichtswissenschaftler und eines
Theologen verdeutlichen, dass der Adel in
Deutschland und besonders im deutschen
Südwesten eine sehr unterschiedliche Haltung
gegenüber dem Nationalsozialismus einnahm.
Nicht nur für Historiker verständlich,
sondern für alle, welche Interesse an der
„Zwischenkriegszeit" im 20. Jahrhundert haben, gut
lesbar, beschäftigen sich die Fachleute mit
Mitgliedern der Adelshäuser
Hohenlohe-Langenburg, Neipperg, Neurath,
Stauffenberg, Weizsäcker und Württemberg.
Zwei dieser Adelshäuser stellten
überzeugte Gegner des Regimes, nämlich
die katholischen Ordensbrüder Abt Adalbert
Graf Neipperg und Pater Odo aus dem Haus
Württemberg, ist ebenso zu erfahren wie die
Rolle der Freiherren von Neurath und von
Weizsäcker in der Außenpolitik des
„Dritten Reiches" und die allmähliche
Entwicklung Claus Graf von Stauffenbergs und seiner
Brüder zu Widerstandskämpfern.
Deutlich wird in den Ausführungen, dass trotz
dieser Widerständigen und trotz in
Einzelfällen begeisterter Unterstützer
der Nationalsozialisten der südwestdeutsche
Adel eher Zurückhaltung walten ließ,
wofür etliche Beweggründe zu erfahren
sind.
Anmerkungen, ein Literaturverzeichnis und ein
ausführliches Personen-, sowie Ortsregister
beschließen dieses höchst informative
Sachbuch.
Das Buch ist im G. Braun Buchverlag Karlsruhe erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Adel und Nationalsozialismus im deutschen
Südwesten
Herausgeber: Haus der Geschichte
Baden-Württemberg
240 Seiten, 14 s/w-Abbildungen,
broschiert, G. Braun Buchverlag

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