Markgräfin Katharina, die bereits im Jahr 1439 gestorben ist, war die Schwägerin Renés von Anjou, der wiederum ein Schwager König Karls VII. von Frankreich war. Der junge Bernhard mag sich sicherlich am Hof seines Onkels René wie auch am Hof König Karls VII. aufgehalten haben. Zur Festigung der Bindungen mit dem französischen Hof war er in jungen Jahren sogar mit Magdalena, einer Tochter König Karls VII. verlobt worden. Eine Ehe kam jedoch wegen Bernhards persönlicher religiöser Einstellung nicht zustande.

Sein Bruder Karl verhielt sich anders und heiratete 1447 Katharina von Österreich, eine Schwester des späteren Kaisers Friedrich III.

Zu Lebzeiten ihres Vaters waren Karl und Bernhard häufig mit ihrem Vater unterwegs, so auch als den aufständischen fränkischen und schwäbischen Städten seitens der deutschen Fürsten der Krieg erklärt wurde. Bernhard nahm 1449 an der Belagerung Esslingens teil und war 1450 mit Vater und Bruder unterwegs nach Heidelberg, wo Friedensverhandlungen geführt wurden. 1451 legten sie in Speyer Zwistigkeiten mit dem Pfalzgrafen Friedrich am Rhein bei. 1452 hielt sich Bernhard als Berater bei seinem Onkel René auf und zog 1453 für den neuen Mailänder Herzog Franz Sforza mit einer Söldnertruppe nach Italien in der Absicht, Söldnerführer zu werden, um damit seine Ausbildung in der Kriegskunst zu verbessern. Die Kriegskunst bestand seinerzeit vornehmlich im taktisch klugen Vorgehen gegenüber dem Gegner, um möglichst viele Gefangene für spätere Lösegeldforderungen zu machen. Zuerst kämpfte Bernhard für Sforza und später für René von Anjou, der, allerdings erfolglos, Neapel einnehmen wollte.

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Markgraf Bernard II, Karlsruher Votivtafel

Karlsruher Votivtafel


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