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 Sophienstraße

In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts war auf Betreiben etlicher Baden-Badener Bürger und mit Unterstützung des badischen Erbprinzen Leopold die Stadtmauer abgebrochen und der ihr vorgelagerte Graben zugeschüttet worden.

Grabenstraße wurde die neue breite mit Schatten spendenden Kastanien bepflanzte Straße, die vom späteren Leopoldsplatz gen Osten führte, genannt, um einige Jahre später den Namen der badischen Großherzogin Sophie zu erhalten.

Möglichkeiten, die Straße als vornehmes Wohn- und Geschäftsviertel zu gestalten, taten sich auf und wurden auch emsig genutzt. So erwarb beispielsweise 1834 der Posamentier Schelble, ein Handwerker, der Litzen, Bordüren, Quasten und ähnlichen Zierrat fertigte, das bescheidene Haus des Schuhmachers Stephani sowie ein kleines Nachbarhaus und baute eine neues Haus, das die Nummer 21 erhielt und 1860 vom Amtsrevisor und späteren badischen Gerichtsnotar Wilhelm Grimm erworben wurde. Jahre später vermietete Wilhelm Grimm eine Wohnung an den deutschen Revolutionsdichter
Georg Herwegh und seine Familie. In dieser Wohnung starb Georg Herwegh am 7. August 1875. Eine Gedenktafel am Haus Sophienstraße 21 erinnert an den Mitstreiter in der badischen Revolution des Jahres 1848.

Sophienstraße Baden-Baden

Zwei Häuser weiter befand sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Pension, die 1910 in das Hotel "Bristol" umgewandelt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg trug das Haus den Namen "Hohenzollern". Die letzten Jahrzehnte wurde mit der Namensgebung "Römerhof" der Jahrtausende alten Geschichte der Stadt Tribut gezollt.

Das nur durch die Bäderstraße vom Hotel "Römerhof" getrennte
Hotel "Quellenhof" hat vor einiger Zeit unter einem neuen Besitzer etliche Umbauarbeiten erfahren, um den Gästen größtmöglichen Komfort zu bieten. Vielleicht wird hier gelegentlich auch eine Gedenktafel daran erinnern, dass der große deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche in ihm zur Kur weilte, als das Haus noch Hotel "Stadt Paris" hieß.


Wo früher der so genannte Hexenturm, was schaurigste Spekulationen darüber, was in ihm passierte, zulässt, in die Stadtmauer eingelassen war, befindet sich ein relativ neues Eckgebäude, in welchem neben Wohnungen auch Verkaufsflächen zur Verfügung stehen.

Die Häuser der Sophienstraße 37 bis 45 befinden sich gegenüber der am Willy-Brandt-Platz gelegenen "Alten Polizeidirektion". Ursprünglich war dieses Gebäude das Großherzogliche Amtshaus gewesen. 1837 hatte der Salmenwirt Haug einen Garten an den badischen Fiskus verkauft. Auf diesem Gelände war fünf Jahre später nach den Plänen des Weinbrenner-Schülers Theodor Fischer das Amtshaus im Stil eines toskanischen Stadtpalastes der Renaissance erbaut worden. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Städtische Feuerwehr in einem Neubau rechts vom Amtshaus ein neues Domizil. Bis zum Jahr 1975 fuhr sie von dort aus ihre Einsätze. Dann zog sie um und die alte Wache wurde abgebrochen. Im selben Jahr verließ auch die Polizeidirektion Baden-Baden, die über einen langen Zeitraum im ehemaligen Amtshaus untergebracht gewesen war, das Gebäude. Das Museum für Mechanische Musikinstrumente zog für sieben Jahre dort ein und entwickelte sich zu einem wahren Besuchermagneten. 1982 übersiedelte das Museum nach Bruchsal, weil die Räume gekündigt worden waren. Die "Alte Polizeidirektion" war Jahrzehnte lang dem Leerstand preisgegeben.

Viele Pläne, das Amtshaus und die angrenzende Bäderwiese einer, wie es so schön heißt, kurörtlichen Nutzung zuzuführen, waren erstellt und wieder verworfen worden. Der von vielen Einheimischen bevorzugte Plan, ein Kaufhaus mit einem vielfältigen Warenangebot als eine das Bäderviertelangebot abrundende Attraktion einzurichten, konnte nicht verwirklicht werden, da der Privatmann, in dessen Besitz das Haus übergangen war, die Einrichtung eines Ärztehauses bevorzugte.

Ob auf dem satten Grün der Bäderwiese tatsächlich, wie beabsichtigt, ein Hotel der mittleren bis gehobenen Preisklasse den kurzen Weg zu den Thermalbädern ermöglichen wird, bleibt abzuwarten.

Noch dürfen sich Gäste und Einheimische an der "grünen Lunge" des Bäderviertels erfreuen.

Ein Suitenhotel ist auf der Bäderwiese zwischen Gymnasium Hohehenbaden und der "Alten Polizeidreiktion" am Werden und soll Ende 2008 fertig gestellt sein.


Mehr über das Bäderviertel:
Sonnenplatz
Marktplatz
Steinstraße, Bäderstraße
und Römerplatz
Gernsbacher Straße


 

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