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Ab dem 12. Januar
2011 zeigt das Kunstmuseum Gehrke-Remund in
Baden-Baden das "Wilhelm Kahlo Studio". Dieser
besondere Raum ist Wilhelm Kahlo gewidmet.
Von Baden-Baden
nach Mexiko und zurück nach Baden-Baden.
"Herr Kahlo" war
der Spitzname den die vier Kahlo-Töchter ihrem
Vater gaben.Es war ihre Art damit den Respekt und
die Zuneigung für ihn zu zeigen. Frida war
seine Lieblingstochter und Wilhelm Kahlo hatte
einen großen Einfluss auf ihr Denken und ihre
Entwicklung. Im Jahr 1950 beschrieb Frida Kahlo
selbst ihre Beziehung zu ihrem Vater: "Ich liebte
meinen Vater, weil er gut zu mir war und weil er
mir half. Er war intelligent, erklärte er mir
meine Schulaufgaben, gab mir Deutschunterricht und
er schenkte mir mit sechzehn Jahren meinen ersten
Farbmalkasten". (aus: Bekenntnisse, Salomon
Grimberg).
Wilhelm Kahlo wurde 1871 in Pforzheim geboren.
Seine Familie zog nach Baden-Baden als er drei
Jahre alt war und als seine Mutter starb, wanderte
er im Alter von achtzehn Jahren nach Mexiko aus, wo
er 1941 starb. Selbst nachdem er seinen Namen in
den spanischen "Guillermo" geändert hatte, so
bemerkten doch alle Besucher der Casa Azul in
Coyoacán, dass er "anders" war: sein
deutscher Akzent, sein eigene, abgesonderte
"kulturelle" Welt die er für sich selbst
aufgebaut hatte, gefüllt mit der
europäischen Musik (er spielte diese
klassische Musik für sich auf dem Klavier),
deutsche Literatur, Gedichte und Philosophie. Seine
umfangreiche Bibliothek der deutschen Philosophen
stand Frida noch bevor sie achtzehn Jahren alt war
mit Spengler, Schlegel, Engels und Schopenhauer
sowie mit Schiller und Goethe zur
Verfügung.
Während 2010 hat das Kunstmuseum Gehrke-Remund
untersucht, welchen Einfluss Wilhelm Kahlo auf
Frida Kahlo hatte und auf welcher Literatur dieser
basierte. Ab dem 12. Januar 2011 zeigt das
Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden das
"Wilhelm Kahlo Studio". Dieser besondere Raum ist
Wilhelm Kahlo gewidmet. Dort sehen die Besucher des
Museums das Frida Kahlo Gemälde "Portrait
meines Vaters", dazu eine Sammlung von antiken
Büchern, die repräsentieren was Wilhelm
Kahlo las sowie antike französische
Möbel. Unter den Büchern finden die
Besucher ein Original Brockenhaus Konversations-
Lexikon in 15 Bänden von 1892, ein
Originalband mit Schillers Prosa von 1890, dazu
Bücher von deutschen Philosophen, Malern der
italienischen Renaissance sowie Schach- und
Mallehrbücher von 1900. Wie viele Familien der
guten mexikanischen Mittelklasse um 1900 hatte die
Familie Kahlo teure französische Möbel in
ihrem Haus. Es ist bekannt, dass Wilhelm Kahlo ab
1920 diese französischen Möbel verkaufen
musste, da er in seinem Geschäft als Fotograf
nicht mehr genügend Aufträge erhielt um
den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Die Exponate im "Wilhelm Kahlo Studio" werden
zusätzlich zu der Dauerausstellung "Viva La
Vida" mit den 116 Ölgemälden Frida Kahlos
gezeigt. Die Frida Kahlo Gemälde sind
lizenzierte, handgemalte Repliken von © Banco
de México Diego Rivera & Frida Kahlo
Museum Trust / VG Bild-Kunst, Bonn 2008. (PR)
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Gehrke-Remund
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