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Ausstellung in
der Kunsthalle Messmer in Riegel bis 21. Februar
2010
Victor Vasarely
(1906-1997)
Der aus Ungarn stammende Vasarely lebte seit 1930
in Paris. Er war der "Erfinder" der Op Art. Sein
erstes großes Werk "Zebra" gilt heute als das
erste Werk dieser Kunstrichtung. Vasarelys
Bildsprache orientierte sich an trompe-l’oeil
(Täuschung des Auges) Effekten, grafischen
Mustern und Illusionen des Raumes. Seine Arbeiten
sind gekennzeichnet durch ein Zusammenspiel
verschiedener Arten von Mustern. Sie basieren auf
einer gewissen Anzahl standardisierter Grundformen
und Farben, die er auf die verschiedensten Arten
aneinandergereiht und variiert hat. Weltruhm
erlangte Vasarely in den 1960er und 70er Jahren,
als er multiples in Großauflagen einer
breiten Bevölkerung erschwinglich machte und
so seine Zeit prägte. Vasarely-Poster
gelangten in Jugend- und Wohnzimmer, man trug
Kleider, Taschen, Schmuck im Vasarely-Look und
saß auf Stühlen im Vasarely-Design.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel
zeigt nun rund 30 seiner faszinierenden Werke,
zusammen mit 60 Bildern von Zeitgenossen, die in
Paris während der letzten Jahrzehnte die
konkret-konstruktive Kunst reflektiert und
entwickelt haben, darunter Alberto Magnelli, Jean
Gorin, Marcelle Cahn, Aurélie Nemours,
Günter Fruhtrunk, Jean Deyrolle, Gottfried
Honegger sowie jüngere Vertreter dieser
Richtung. Paris war für die konstruktive Kunst
seit den 1930er Jahren ein Labor. Besonders
hervorzuheben ist hier Auguste Herbin (1882-1960),
dessen "Malerisches Alphabet"die systematische
Komposition aus geometrischen Bausteinen zum
Prinzip machte. Die Kunsthalle Messmer, im
charmanten Ambiente eines Baudenkmals, bietet den
passenden Rahmen für eine Ausstellung, die
gewiss überraschen kann.
Kunsthalle Messmer
79359 Riegel am Kaiserstuhl
Öffnungszeiten: Dienstag bis Soonntag 10 bis
17 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat 10 bis 20
Uhr, 24. 12. und 31. 12.2009 gechlossen, 1. 1. 2010
ab 14 Uhr geföffnet
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