|
Die
deutsche Verbotshysterie
Zurzeit
erfinden Politiker beinahe täglich ein neues
Verbot: Verbot von Killerspielen, Rauch-Verbot in
Autos, Verbot von Standby-Betrieb, Verbot der
Glühbirne, Verbot von Flugreisen,
Alkoholverbot bis 18 Jahren, Verbot von schnellen
Autos.
In welcher Verbots-Gesellschaft leben wir
eigentlich? Die 10 Gebote im Alten Testament waren
geradezu harmlos gegenüber den
Polit-Hohepriestern unserer Zeit, die täglich
neue Verbote erfinden.
Was
wäre denn die Alternative zur derzeitigen
Verbotshysterie?
Ein
bisschen mehr kollektive Vernunft! Zum Beispiel die
Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen
Autobahnen. Jeder weiß, dass langsameres,
gleichmäßiges Fahren von 100 bis 120
km/h Benzin und Menschenleben spart, die
durchschnittliche Geschwindigkeit erhöht und
die Nerven schont. Weil sich diese Erkenntnis
weltweit verbreitet hat - außer im
autoverrückten Deutschland - gibt es
überall in der Welt
Geschwindigkeitsbeschränkungen von 100 bis 130
km/h - außer in Deutschland.
Hier gibt es auf Autobahnen alle paar Kilometer
eine andere Höchstgeschwindigkeit - und
ansonsten noch "Richtgeschwindigkeiten". Das ist
kompliziert, ineffizient, nervraubend, irritierend
und: ziemlich deutsch verrückt! Aber so sind
wir eben. Die freiheitsliebenden US-Amerikaner
schütteln über den typisch
deutsch-dämlichen Spruch: "Freie Fahrt
für freie Bürger" mitleidsvoll den Kopf!
So viel dümmliche Vorstellung von "Freiheit"
hätten sie nicht einmal uns Deutschen
zugetraut. Solange wir so schizophren diskutieren
und leben, wird den Politikern weiterhin jeden Tag
ein neues Verbot einfallen müssen!
Einfache Lösungen und ein bisschen mehr
kollektive Vernunft wären die besten
Voraussetzungen für weniger Verbote. Wer
zwingt uns denn, auf der Autobahn zu rasen
außer wir selbst? Aber dann sollten wir
über Verbote nicht jammern. Wir haben sie
nämlich selbst provoziert.
Also: Tempolimit könnte eine sinnvolle
Maßnahme sein und tausende von Verboten und
Verbotschildern ersparen. Nichtrauchen erspart
Rauchverbote usw.!
Quelle: Franz Alt,
Baden-Baden
<
zurück
|

Foto © Caren Alt
|