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sucht Spender für zwei Kunstwerke Seit einigen Jahren prägen zwei Skulpturen von Künstlern mit internationalem Rang zwei wichtige Plätze der Kurstadt und sind ein fester Bestandteil des Stadtbildes geworden: Zum einen die "Vasen auf Stelzen" von Franz Stähler auf dem Marktplatz und "Fugue-Fougue" von Antoine Poncet auf dem Leopoldsplatz. Wie das Presseamt der Stadt mitteilte sucht die Stadtverwaltung für den Ankauf der beiden Skulpturen jetzt Spender, damit diese zwei Kunstobjekte auch weiterhin die markanten Standorte in der Innenstadt schmücken. Die "Vasen auf Stelzen" von Franz Stähler kamen 1998 anlässlich einer Ausstellung des Künstlers in der Gesellschaft der Freunde junger Kunst auf den Marktplatz. Die Arbeit entstand 1998 in Mailand, wo der im Westerwald geborene Autodidakt Stähler eine zweite Heimat gefunden hat. Die "Vasen" bilden eine sehr harmonische Betonung des oberen Eingangs zum Bäderviertel. Vom Künstler dort selbst installiert, fügen sie sich ideal in das Ensemble von Stiftskirche, Neuem Schloss, Altem Dampfbad und Friedrichsbad ein. Es wird damit viel vom römischen Ursprung unserer Stadt sichtbar. Wenn man weiß, dass sie sich aus den Fundamenten des römischen Badekomplexes erheben, wird der Aufstellungsort quasi zwingend. In römischer Zeit wurden große Vasen als Aufbewahrungsort für die Gaben dieser Erde benutzt, Wein und Oliven, Nahrung und Genussmittel. Diese Funktion haben sie heute nicht mehr. Erhoben auf Stelzen werden sie zum Kunstwerk, dergestalt, dass sie symbolisch den Vergangenheitsbezug augenfällig machen, einen guten Teil davon auch weitertragen, aber mit ihren Stelzen einen ganz neuen Zusammenhang bilden. Der frühere Speicher wird erhoben, die Gaben quasi dargebracht. Die langen Stangenfüße machen sie optisch beweglich, als könnten sie laufen. ![]() Die "Vasen auf Stelzen" sind an dieser Stelle ein fester Bestandteil des Stadtbildes geworden, dass sich so auch nach außen wirksam weiter trägt. Beliebt bei allen Reisegruppen, sind sie wohl eines der am meisten fotografierten Kunstwerke unserer Stadt. Da es einen Verlust für Baden-Baden bedeuten würde, auf dieses Kunstwerk verzichten zu müssen, werden zum Ankauf für das Werk 15.000 Euro benötigt. September 2002: Wie der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde junger Kunst mitteilte, sind die 15.000 Euro mittlerweile gespendet worden. Die "Vasen auf Stelzen" können nun dauerhaft in unserer Stadt bleiben.
Die elegante Bronze-Skulptur von Antoine Poncet "Fugue-Fougue" wurde 1999 anlässlich einer Ausstellung des Künstlers gemeinsam mit Jean Messagier in der Frank Pages Art Galerie auf dem Leopoldsplatz aufgestellt. Der Name der Skulptur bedeutet ins Deutsche übertragen soviel wie "ungebändigte Fuge". Die Namensgebung durch den Künstler liegt in diesem Falle aber im Wortspiel der französischen Sprache begründet. "Fugue-Fougue" harmoniert auf Grund ihrer grazilen Formgebung und Gestaltung mit ihrem Aufstellungsort auf dem Leopoldsplatz und übt auf Grund der künstlerischen Ausgewogenheit eine große Anziehungskraft auf Bürger und Gäste aus. Die von der Bronzeskulptur ausgehende innere Ruhe erlaubt es dem Betrachter, für den Augenblick diese innere Ruhe auf sich zu übertragen. Antoine Poncet, 1928 in Paris geboren, ist unter anderem im Vorsitz der Bildenden Künste des Institut de France in Paris. Er ist ein in der Fachwelt anerkannter Künstler, dem unter anderem im Museum of Modern Art in New York eine Ausstellung gewidmet war. Ebenso war er bei der Biennale in Venedig vertreten. Er ist Preisträger des "André-Susse-Preises" und des "Henry-Moore-Preises", um nur zwei Beispiele zu nennen. Zuletzt wurde 1999 eine von ihm im Auftrag der Stadt Paris angefertigte Monumentalskulptur eingeweiht. Der Schätzwert dieser Skulptur beträgt etwa 185.000 Euro. Für den Betrag von etwa 95.000 Euro liegen bereits Zusagen von Sponsoren vor. Für den Restbetrag (etwa 90.000 Euro) sucht die Stadt noch weitere Sponsoren. Januar 2003: Der Künstler Antoine Poncet hat der Stadt nun die Skulptur "Fugue-Fougue" zum "Selbstkostenpreis" überlassen. Es fand sich ein Sponsor, der den symbolischen Preis bezahlt hat. Somit kann das Kunstwerk dauerhaft in Baden-Baden bleiben. Zurück zum Archiv |
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