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Die Baden-Badener
Sommerfestspiele 2009 stehen ganz im Zeichen
großer russischer Meister: Valery Gergiev und
sein Orchester des Mariinsky-Theaters St.
Petersburg interpretieren eine Auswahl der
Sinfonien ihres Landsmannes Dmitri Schostakowitsch.
Diese werden mit Modest Mussorgskys "Bildern einer
Ausstellung" sowie mit hochkarätig besetzten
Solistenkonzerten von Rachmaninow und
Schostakowitsch gekoppelt. Erleben Sie den Geiger
Sergey Khachatryan sowie die Pianisten Denis
Matsuev und Alexei Volodin. Höhepunkt der
Festspiele sind die Opern-Einakter "Aleko" und
"Jolanthe". Anna Netrebko, Piotr Beczala und John
Relyea stehen darin auf der Baden-Badener
Opernbühne.
Restkarten
für Anna Netrebko
Die beiden selten gespielten russischen Einakter
"Aleko" und "Jolanthe" zählen zu den
Höhepunkten der Saison. Endlich steht dabei
Anna Netrebko wieder auf der Bühne des
Festspielhaus Baden-Baden, und das gleich viermal.
Netrebko gibt die schöne, blinde
Königstochter Jolanthe, die durch die Liebe zu
dem Grafen Vaudemont, und den Heilkünsten
eines maurischen Arztes wieder gesund wird. Die
Rolle des Grafen Vaudemont wird von dem polnischen
Tenor Piotr Beczala übernommen. Maestro Valery
Gergiev dirigiert das anrührende Märchen,
eine der letzten Kompositionen von Peter
Tschaikowsky. Davor gibt es Sergej Rachmaninows
Opernerstling "Aleko". Die 1893 uraufgeführte
einaktige Zigeuneroper war Rachmaninows umjubelte
Abschlussarbeit für das Moskauer
Konservatorium. Die Titelrolle singt hier der
kanadische Bariton John Relyea. Weitere Solisten
rekrutieren sich aus dem Mariinsky-Theaters St.
Petersburg.
Aufführungen des Doppel-Abends: Samstag, 18.
Juli 2009, Dienstag, 21. Juli 2009, Freitag, 24.
Juli 2009 sowie am Montag, 27. Juli 2009. Beginn
ist jeweils um 19 Uhr. Derzeit sind noch Karten
für alle Vorstellungen erhältlich.
ALEKO -
JOLANTHE Sa., 18.07.2009, 19:00

ALEKO - JOLANTHE Di.,21.07.2009, 19:00

ALEKO - JOLANTHE Fr.,24.07.2009, 19:00

ALEKO - JOLANTHE So., 27.07.2009, 19:00

Gergiev dirigiert
Schostakowitsch Nr. 1
Die erste Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch,
Auftakt unseres Schostakowitsch-Zyklus mit dem
Orchester des Mariinsky-Theaters unter Valery
Gergiev, ist der Geniestreich eines
19-jährigen. Die Abschlussarbeit seines
Kompositionsstudiums am Leningrader Konservatorium
begründete schlagartig seine Bedeutung als der
Sinfoniker des vergangenen Jahrhunderts. Das
vielschichtige Werk besitzt schon alle Merkmale von
Schostakowitschs Personalstil: Die Verwurzelung in
der sinfonischen Tradition, der Rückgriff auf
Gebrauchsmusik wie Marsch, Tanz, Trauermarsch, die
mit Schlagwerk akzentuierte Rhythmik und der
tragische Tonfall vieler seiner thematischen
Eingebungen. Wie kein anderer wurde Schostakowitsch
zum musikalischen Exegeten des von Krieg und
Diktatur geprägten 20. Jahrhunderts.
SCHOSTAKOWITSCH:
SINFONIE NR. 1 So.,19.07.2009, 18:00

Valery Gergiev
und Sergey Khachatryan
Schostakowitschs "Fünfte" ("Das Werden der
Persönlichkeit") wird häufig als Zeugnis
der Unterwerfung des Komponisten unter die
Formprinzipien des Sozialistischen Realismus
gewertet. Ob die offenkundige Hinwendung zu einem
einfacheren musikalischen Vokabular und der betont
optimistische Schluss des 1937 entstandenen Werkes
als Beweis dafür taugen, dürfte nur
schwer zu ergründen sein. Sicher ist, dass
Schostakowitsch seine 5. Sinfonie als
künstlerische Antwort auf heftige Kritik
seitens der Kommunistischen Partei konzipiert
hatte. Der Komponist widmete das Werk den
Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der
Oktoberrevolution und erreichte damit seine volle
Rehabilitierung. Bis zu seinem nächsten
Konflikt mit der stalinistischen
Kulturbürokratie? Vor der Pause spielt der
armenische Geiger Sergey Khachatyan das
Violinkonzert Nr. 1 von Schostakowitsch.
SCHOSTAKOWITSCH:
SINFONIE NR. 5 Mi.,22.07.2009, 20:00

Valery Gergiev
und Denis Matsuev
Zwischen September 1941 und Januar 1944 wurde
Leningrad von der deutschen Wehrmacht belagert.
Hunderttausende starben an Hunger, Kälte und
Krankheit. In dieser Atmosphäre des Schreckens
und der Entbehrung schrieb Dmitri Schostakowitsch
seine 7. Sinfonie, die er dem Durchhaltewillen der
Leningrader widmete. Die programmatisch angelegte
Sinfonie schildert die Stationen der Belagerung bis
zum Sieg. Tragischer Höhepunkt ist die 350
Takte lange Durchführung im ersten Satz, in
der Schostakowitsch die penetrant skandierte
Marschmelodie des Gegners bis zur Apokalypse
steigert. Vor der Pause interpretiert der russische
Pianist Denis Matsuev das erste Klavierkonzert von
Schostakowitsch.
SCHOSTAKOWITSCH:
SINFONIE NR. 7 Do.,23.07.2009, 20:00

Valery Gergiev
und Alexei Volodin
Schostakowitschs 13. Sinfonie ("Babi Jar") gilt als
klangmächtige Stellungnahme des Komponisten
gegen den in seinem Lande schwelenden
Antisemitismus. Das Werk entstand 1961 in der
"Tauwetterperiode" unter Nikita Chruschtschow und
ist eine Vertonung des Gedichtes "Babi Yar" von
Jewgeni Jewtuschenko. Der Schriftsteller klagt
darin die Weigerung der Sowjetbürokratie an,
am Ort des Nazi-Massakers an Tausenden von Juden im
ukrainischen Babi Jar ein Denkmal zu errichten. Die
nur unter schwierigsten Umständen zustanden
gekommene Uraufführung im Jahre 1962 wurde ein
großer Erfolg. Ein dauerhaftes Denkmal in
Babi Jar wurde erst sehr viel später
errichtet. Alexei Volodin spielt vor der Pause das
zweite Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow.
SCHOSTAKOWITSCH:
SINFONIE NR. 13 Sa., 25.07.2009, 19:00

Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15
Mit der 15. Sinfonie schließt sich das
gewaltige sinfonische Oeuvre von Dmitri
Schostakowitsch. Eigentlich hatte der Komponist
seine letzte Sinfonie als "fröhliche Sinfonie"
konzipiert. Doch die Musik, angefüllt mit
Selbst- und Fremdzitaten, etwa aus Rossinis
"Wilhelm Tell", ist nur auf den ersten Blick
freundlicher als viele seiner vorherigen Sinfonien.
Wer etwas genauer hinhört, dem entgehen die
Untiefen dieser manchmal wie ausgebrannt klingenden
Musik nicht. Vor allem das lange, bedrückende
Adagio artikuliert eine äußerst
zwiespältige Lebensbilanz. Das Werk wurde
1972, drei Jahre vor Schostakowitschs Tod, von
seinem Sohn Maxim uraufgeführt. Alexei Volodin
wird im ersten Teil des Abends das berühmte
"Elefantenkonzert" Nr. 3 d-Moll Op. 30 von Sergej
Rachmaninow interpretieren.
SCHOSTAKOWITSCH:
SINFONIE NR. 15 So., 26.07.2009, 18:00

Festspielhaus
Baden-Baden
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