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Baden-Baden
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Von der Würm an die Oos. Favorit der CDU löst ausscheidenenden Zwosta ab.

Dr. Klaus Rückert wird
Erster Bürgermeister in
Baden-Baden.

Der Erste Beigeordnete von Weil der Stadt setzte sich gegen 36 Mitbewerber durch. Die "Wahl" durch den Baden-Badener Gemeinderat am 20. Januar war dann nur noch ein formeller Akt, denn der 35-jährige Jurist Rückert mit CDU-Parteibuch galt von vorn herein als "Kronprinz" für das kommunale Wahlamt und war in der vergangenen Woche bereits vom Personalausschuss des Baden-Badener Gemeinderates bei nur einer Gegenstimme für die Stelle des Ersten Bürgermeisters vorgeschlagen worden. So wundert es nicht, wenn Rückert nach der Abstimmung erklärte: "Ich freue mich, das ist ein Superergebnis".

Rathaus Baden-Baden

Bereits Anfang April soll Rückert ins Baden-Badener Rathaus (Abb.) einziehen, um seinen neuen Job anzutreten. Es ist auch kein Geheimnis, dass die CDU Rückert in drei Jahren ins Rennen um die Baden-Badener OB-Wahl schicken will.

Leicht wird es der neue Bürgermeister nicht haben, denn in Baden-Baden ist alles eine Nummer größer als an seinem bisherigen Arbeitsplatz - und vor allem anders. So nehmen die Stimmen zu, die OB Lang Führungsschwäche bescheinigen und mit Zwosta verliert die Verwaltungsspitze einen kompetenten Mitstreiter, der immer vorgeschickt wurde als "Mann fürs Grobe". Ob es da reicht, wenn Rückert der OB eindeutige Loyalität zusichert? "Frau Dr. Lang, Sie können sich auf mich verlassen."

In den kommenden Jahren werden die jetzt schon ungelösten und ausgesessenen Probleme nicht weniger. Angesichts der Tatsache, dass die Stadt faktisch pleite ist, sind die hier längst vergessenen Tugenden wie Gestaltungswille und Weitsicht gefragt.

Zumindest hat Rückert erkannt, dass es für Baden-Baden lebensnotwendig ist, die "Attraktivität als Kurstadt und Kulturstadt von Welt" zu erhalten. Wenn er auch noch erkennt, dass dieses Ziel nicht zu Lasten der Baden-Badener Bevölkerung erreicht werden muss, dann kann man sein Statement voll unterstreichen.

So ist zu hoffen, dass mit ihm ein Mann ins Rathaus kommt, der auch den Mut aufbringen kann, ausgetretene Wege zu verlassen, der agiert statt reagiert und so viel Durchsetzungskraft mitbringt, alle diversen Gruppierungen, Bremser und Bedenkenträger in dieser Stadt unter einen Hut zu bringen. (WP)


21.1.2003

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