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Ausstellung
"Revolution in der Box" aus der Sammlung
Westermann
Im Rahmen des Stadtjubiläums "925 Jahre
Rastatt" und aus Anlass des 160. Jahrestages der
Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1848/49
und der Kapitulation der "Freiheitsfestung" Rastatt
am 23. Juli 1849 wird am Donnerstag, 23. Juli 2009,
18 Uhr, im Foyer des Historischen Rathauses eine
Ausstellung mit Aspekten zur "Revolution in der
Box" der Sammlung Westermann durch
Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch
eröffnet. Die Exponate wurden 1999 erstmals in
der Städtische Galerie Fruchthalle gezeigt und
waren zuletzt bis 2007 in der
Erinnerungsstätte für die
Freiheitsbewegungen in der Deutschen Geschichte im
Rastatter Schloss zu sehen.
Der Sammler Günter Westermann hatte Ende 1997
zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus
dem badischen und deutschsprachigen Raum angeregt,
sich mit der Badischen Revolution und allgemein mit
Themen wie Revolution, Demokratie und Freiheit
auseinanderzusetzen. Die vom Sammler entwickelte
und in der Sammlung Rastatt in anderer Hinsicht
schon vertretene kleinformatige, schwarze Holzbox
mit eingefügten Künstlerarbeiten war der
Ausgangpunkt für alle Beteiligten, wobei
diesmal auch mehrere Objektboxen für die
künstlerische Aufarbeitung des
Revolutionsgedenkens verwendet werden konnten. Es
beteiligten sich 142 Künstlerinnen und
Künstler, die knapp 150 Objektboxen schufen
und dabei eine große Vielfalt in
künstlerischer wie inhaltlicher Hinsicht
präsentierten, die von der Auseinandersetzung
mit historischen Ereignissen und
Persönlichkeiten der Badischen Revolution
über zeitkritische Reflexionen zum Thema bis
hin zur Kritik an den Feierlichkeiten zum
Revolutions-"Jubiläum" reichte. Namhafte
Künstlerpersönlichkeiten wie Rainer Braxmaier,
Jürgen Brodwolf, Hans Martin Erhardt, Raymond
Waydelich, Johannes Grützke, Sibylle Wagner
und Gerlinde Beck hatten teilgenommen, aber auch
Rastatter Künstler wie Gina Plunder, Edgar
Fries, Michael Wollensack und Walter Schiementz
waren vertreten.
Zum diesjährigen Stadtjubiläum ist nun
eine repräsentative Auswahl der "Revolution in
der Box" an exponierter Stelle ausgestellt. Nicht
zuletzt unterstreicht eine solche Ausstellung die
Bedeutung Rastatts als Erinnerungsort deutscher
Demokratiegeschichte.
Die Ausstellung ist während der üblichen
Öffnungszeiten des Rathauses geöffnet und
kann bis Mitte Januar 2010 kostenlos besucht
werden.
Revolution in der
Box
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