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Gedenkveranstaltung
zur Reichspogromnacht
Zu einer
Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht laden die
Israelitische Kultusgemeinde, die
Deutsch-Israelische Gesellschaft, die
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden
gemeinsam mit der Stadtverwaltung am Donnerstag,
10. November, ein. Die Veranstaltung beginnt um 19
Uhr im Alten Ratssaal des Rathauses.
Die schlimmen Ereignisse der Nacht vom 9. auf den
10. November 1938 ließen die Ängste und
Befürchtungen tausender Menschen wahr werden.
Im gesamten Deutschen Reich wurden die
Einrichtungen jüdischer Bürger
zerstört, hunderte Menschen ihrer
Lebensgrundlage beraubt, gedemütigt,
getötet oder in den Selbstmord getrieben. In
den kommenden Monaten flohen zahlreiche Menschen
aus dem Deutschen Reich, unter ihnen auch die
Familie von Salomea Genin. Sie selbst war zu diesem
Zeitpunkt im Jahr 1939 noch ein Kind. Schon als
Jugendliche trat Salomea Genin im australischen
Exil in die Kommunistische Partei Australiens ein.
chließlich wanderte sie nach mehreren
Einreiseanträgen und jahrelanger
Tätigkeit als Informantin für die
Staatssicherheit 1963 in die DDR ein, das Land, von
dem sie hoffte, dass es ein besseres,
antifaschistisches Deutschland werden würde.
Ihre Lebenserinnerungen schrieb sie in dem 2009
veröffentlichten Buch "Ich folgte den falschen
Göttern - Eine australische Jüdin in der
DDR" nieder. Salomea Genin lässt die Besucher
der Gedenkveranstaltung an ihren
außergewöhnlichen Erinnerungen
teilhaben. Musikalisch umrahmt die Veranstaltung
Dennis Julian Kozarov von der
Clara-Schumann-Musikschule.
Zum Ende der Veranstaltung im Alten Ratssaal gehen
die Teilnehmer gemeinsam zum Gedenkstein an der
Alten Polizeidirektion. (PR)
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