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Das Werk Werner
Pokornys zeichnet sich durch eine stringente,
thematisch gelenkte Auseinandersetzung mit dem
Material des Bildhauers aus. Holz und Stahl sind
die Werkstoffe, aus denen seine Skulpturen
entstehen.
Die Motive, die der Künstler wählt, sind
zumeist Urbilder menschlicher Zivilisation, in
denen die Grundkonditionen der humanen Existenz in
den Blick kommen. Das Haus, als Gehäuse der
menschlichen Existenz, als Schutzraum und im
übertragenen Sinn als Körper erscheint
hier ebenso wie die Schale, das Gefäß,
in dem die Nahrung geborgen und aufgehoben wird,
sowie die Leiter, in der wir dem Traum, in andere
höhere Sphären aufzusteigen ebenso nah
sind wie der Hybris menschlicher
Selbstüberschätzung, wie sie im Turmbau
zu Babel ihr eindringliches Bild fand.
Mit diesen wenigen Motiven gelingt es Pokorny, den
Reichtum seiner skulpturalen Sprache zu entfalten.
Für sein Werk gilt die Formulierung, mit der
Thomas Bernhard, die Existenz des Menschen ebenso
beschrieb wie die Welt der Kunst: „Einfach –
kompliziert“. Denn so einfach die Formenwelt Werner
Pokornys in seiner konzisen Reduktion auf das
Wesentliche auch erscheinen mag, so kompliziert,
d.h. komplex sind die thematischen
Zusammenhänge, mit denen der Künstler
nicht weniger zum Ausdruck bringt als das
spannungsreiche Verhältnis zwischen Mensch und
Welt. In der Art und Weise der Behandlung der
Materialien Holz und Stahl ist der Mensch in seinen
Werken auch dann zugegen, wenn wir ihn als Motiv
nicht ausmachen. In der rigiden Abstraktion, die
Pokornys Werke auszeichnen, entspinnt sich ein
poetischer skulpturaler Gesang, der die
Aufmerksamkeit des Betrachters auf die wesentlichen
Momente der Existenz konzentriert und einstimmt.
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Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 18
Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 11 bis 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Gesellschaft der Freunde junger Kunst
Altes Dampfbad
Marktplatz 13
76530 Baden-Baden
Tel/Fax 07221/26 261
www.gfjk.de
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