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Pfingstfestspiele
Baden-Baden vom 23. bis 30. Mai 2010
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Bizet:
"Carmen"
Stierkampf,
Eifersucht und andere Leidenschaften:
Georges Bizets Oper "Carmen" ist aus den
Stoffen gemacht, die das Publikum zu allen
Zeiten begeistern. Die Opéra
comique in vier Akten gehört zu den
meistgespielten Musiktheaterwerken aller
Zeiten. Aber dennoch existiert erst seit
wenigen Jahren eine Notenausgabe, die auf
die Originalquellen zurückgeht. Daher
ist es an der Zeit, den "Stier" bei den
Hörnern zu packen. Der richtige Mann
dafür ist der Dirigent Teodor
Currentzis. Der Dirigent mit griechischen
Wurzeln schaffte in den vergangenen Jahren
das "Wunder von Novosibirsk". Er leitet
die dortige Staatsoper und gründete
mitten in Sibiren ein Ensemble für
historische Aufführungspraxis:
"Musica Aeterna". Die Baden-Badener
"Carmen" wird von deutschen Experten
für den Originalklang musiziert: Im
Graben sitzt wie schon bei
Vorgänger-Projekten wie "Rigoletto",
"Falstaff" oder "Il barbiere di Siviglia"
das Balthasar-Neumann-Ensemble. Regisseur
Philippe Arlaud ist in Baden-Baden ein
alter Bekannter. Er inszenierte hier
bereits mit großem Erfolg unter
anderem "La Traviata", "Rigoletto",
"Falstaff" und "Cosi fan tutte". Über
"Carmen"-Darstellerin Rint Shaham schrieb
der "Independent" nach ihrem Debüt in
Glyndebourne: "Sie ist einfach eine
Sensation...ihr gehört die
Bühne, und jeder, der darauf
steht."
Samstag,
22. Mai 2010, 19:00 Uhr

Montag,
24. Mai 2010, 18:00 Uhr

Mittwoch,
26. Mai 2010, 20:00 Uhr

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Sonntags-Matinee mit Valeriy
Sokolov
Wenn er spielt, vergisst er sich selbst,
verschmilzt zu einer Einheit mit Musik und
Geige, reißt sein Publikum zu
Beifallsstürmen hin. Der blutjunge,
blonde ukrainische Geiger Valeriy Sokolov
musiziert mit einer solch faszinierenden
Hingabe, dass sich der berühmte
französische Regisseur Bruno
Monsaingeon zu dem Film "A Natural Born
Fiddler" hinreißen ließ. Ein
französischer Kritiker schrieb
über diese DVD: "Sokolov besitzt in
der Tat eine musikalische Intelligenz, die
sich perfekt an den Stil des jeweiligen
Stückes anschmiegt. Er nimmt sich die
nötige Zeit und Ruhe, um musikalische
Phrasen zu entwickeln, und versteht es,
sein jugendliches Feuer wohl zu
temperieren. Eine superbe Visitenkarte."
Bei seinem Debüt im Festspielhaus
Baden-Baden interpretiert er unter anderem
die "Fünf Melodien für Violine
und Klavier" Op. 35b von Sergej Prokofjew.
Entstanden sind diese Stücke 1925 aus
der Umarbeitung seiner "Lieder ohne Worte"
für Sopran und Klavier von 1920. Die
einzelnen Kompositionen sind verschiedenen
berühmten Geigern wie Joseph Szigeti
gewidmet und zeigen Prokofjew von seiner
lyrischsten Seite. Valeriy Sokolov wird
Sie zum Schmelzen bringen. Sonntag, 23. Mai 2010, 11:00
Uhr

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Flamenco
Puro - Tomatito
"Der
Flamenco ergreift unsere Seele,
berührt sie unendlich." Dies ist eine
bezeichnende Aussage des brillanten
Flamenco-Gitarristen José
Fernández Torres, genannt Tomatito.
Der mehrfache Grammy-Preisträger
wurde 1958 in Almería in Andalusien
geboren. Sein Künstlername
"Tomatito", die spanische Verkleinerung
von El Tomate, bezieht sich auf die
Künstlernamen seines Vaters sowie
seines Großvaters, beide
hießen "El Tomate". Tomatito
konzertierte mit 15 Jahren vor Paco de
Lucia und der Sänger-Legende
Camarón de la Isla. Es begann eine
18 Jahre währende - nicht nur in Welt
des Flamenco Maßstäbe setzende
- Zusammenarbeit, die erst mit dem Tod von
Camarón im Jahr 1992 endete. Auch
wenn Tomatito selbst stets den
großen Einfluss dieser
Künstlerfreundschaft auf seine Arbeit
betont hat, wuchs seine Bedeutung als
Solist und zentrale Figur der
Flamenco-Gitarre unabhängig davon und
stetig. Sein besonderes musikalisches
Empfinden, sein einzigartiges Charisma,
das sich in seiner eindrucksvollen
Bühnenpräsenz
niederschlägt, machten ihn schnell zu
einem gesuchten Musiker-Kollegen und
mündeten in Zusammenarbeiten mit
Künstlern wie John Mclaughlin, Chick
Corea, Elton John und Frank Sinatra. Das
Programm dieses Abends basiert auf seinem
Album "Aguadulce", mit dem er 2005 den
bisher letzten Grammy gewann.
Donnerstag,
27. Mai 2010, 20:00 Uhr

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