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Baden-Badener Stadtteile gehen im Internet ihre eigenen Wege Der im Mai 2001 als "Großer Wurf" angekündigte offizielle Internetauftritt der Stadt Baden-Baden scheint bei manchen Stadtteilen nicht angekommen zu sein. Wen wundert's? Auf der offiziellen Website der Stadt www.baden-baden.de findet der Surfer nur spärliche Informationen über Sandweier, Haueneberstein und Ebersteinburg. Auch die touristisch reizvollen und geschichtsträchtigen "Rebland-Gemeinden" Steinbach, Varnhalt und Neuweier werden dort mehr als stiefmütterlich abgehandelt. Obwohl sich die städtische Kur- und Tourismus GmbH den Namen www.rebland.de seit langer Zeit gesichert hat, kommt man unter dieser Internetadresse nicht etwa ins "Rebland", wie man logischerweise meinen könnte, sondern auf die offizielle Website Baden-Badens. Bis jetzt präsentieren sich Ebersteinburg und Steinbach mit offiziellen Seiten im Netz. Es ist zu erwarten, dass weitere Stadtteile folgen werden. Ebersteinburg (www.ebersteinburg.de) kommt etwas blässlich grün und efeuumrankt daher - und ganz und gar nicht selbstbewusst. Denn auf der zweiten Seite, gleich nach dem Tipp mit der "Telefon-Vorwahl für Baden-Baden", werden dem Surfer mehrere Altenativen aufgezeigt, andere Städte aufzusuchen. Man kann so fast den Eindruck gewinnen, dass man auf der "Sonnenterrasse Baden-Badens" nicht so sehr darauf erpicht ist, die Zahl der Baden-Baden-Touristen zu erhöhen. ![]() Ganz anders die offizielle Website von Steinbach (www.steinbach-online.net). Dieser Internetauftritt knallt in signalroter Farbgebung voll ins Auge des Betrachters. Das etwas vollmundig selbsternannte "Steinbach-Portal" will nach eigenen Angaben "wesentlich mehr als bloße Optik" sein. Dazu müsste allerdings noch wesentlich an der "Optik" gearbeitet werden, denn mit der Typografie scheinen die Steinbacher auf dem "Kriegsfuß" zu stehen. So findet man z. B. abgeschnittene Wörter und verrutschte Zeilen (s. Abb.). Auch die Qualität der Abbildungen lässt manche Wünsche offen. Doch "Hinweise und konstruktive Kritik nehmen wir gerne entgegen", heißt es in einer Pressemitteilung der Macher. ![]() Bei diesen Umtrieben im Internet stellt sich die Frage, was die Verantwortlichen in Baden-Baden eigentlich unter dem viel gepriesenen "Stadtmarketing" verstehen. Keine ernst zu nehmende Firma käme auf die Idee, ihre diversen "Abteilungen" eigene Internet-Auftritte "basteln" zu lassen. In Baden-Baden scheint man jedoch andere Wege zu gehen. Ein einheitliches Erscheinungsbild scheint nicht erwünscht zu sein, trotz anders lautenden Mottos der Marketing-Chefin: "Wenn alle an einem Strick ziehen, wird das Baden-Baden-Werk gelingen". (WP) 19.1.2003 Zu den Baden-Badener Stadtteilen Zurück zu den News Zurück zum Archiv |
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