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Das Rätsel um den Pagenhardt-Mord scheint gelöst

Am 4. Oktober 2007 machte eine Pressemeldung wie ein Lauffeuer in der Kurstadt die Runde. Der Mord an Gerty Freifrau von Pagenhardt sei nach fast 11jähriger Ermittlungsarbeit aufgeklärt.

Das Mordopfer war am 24. November 1996 erschlagen in seiner Wohnung im prachtvollen im Jugendstil erbauten Haus Pagenhardt am Beginn der Lichtentaler Allee aufgefunden worden. Der Mörder der alten Dame, die eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben Baden-Badens gespielt hat, wurde trotz Einsatzes einer 16köpfigen Sonderkommission und der Verfolgung Hunderter Spuren sowie der Auslobung eines Lösegeldes nicht ermittelt. Fest stand für die Kriminalpolizei lediglich, dass er von seinem späteren Opfer freiwillig in die Wohnung gelassen worden sein muss.

Fest steht auch eine gewisse Duplizität der Ereignisse. Im September 2007 erschien der dritte Kurstadt-Krimi der in Baden-Baden lebenden Autorin
Rita Hampp, in welchem ausgerechnet der mysteriöse Mordfall Pagenhardt mit eine Rolle spielt.

Abzuwarten bleibt, ob die für den 5. Oktober angesetzte Pressekonferenz der Polizei die Vermutung erhärtet, dass das Erscheinen dieses Buches der Ermittlungsarbeit einen neuen Schub verliehen hat. (RW)

Haus von Pagenhardt in Baden-Baden


Mord in Baden-Baden


Unter dringendem Tatverdacht ist ein 40 Jahre alter Mann, der aus Südbaden stammt, verhaftet worden, wurde in der Pressekonferenz vom 5. Oktober 2007 bekannt. Bei einem routinemäßigen Abgleich der am Tatort aufgefundenen DNA-Spuren sei er aufgefallen, so die Polizei. Der als "psychisch auffällig" zu bezeichnende Verdächtige habe bei den Vernehmungen Täterwissen preisgegeben. Über das Motiv sei noch keine Erkenntnis gewonnen. Ebenso wenig wurde ersichtlich, ob der routinemäßige Datenabgleich in irgendeiner Form mit der Veröffentlichung des Baden-Baden-Krimis "Mord im Grandhotel" in Verbindung gebracht werden kann.


 

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