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Vaslav Nijinsky

8. Mai 2012, 19 Uhr, im Saal Aurelian des Hotels Aqua Aurelia
Lesung mit Petra van Cronenburg:
"Nijinsky. Annäherung an einen Mythos"


Im Badischen ist die Buchautorin Petra van Cronenburg, die in Rastatt geboren ist und im Elsass lebt, durch ihre Bezüge zur Region bekannt geworden: Ihr Frankreichroman „Lavendelblues“ (Lübbe) spielt in Teilen in Baden-Baden, mit ihrem literarischen Reisebuch „Elsass. Wo der Zander am liebsten im Riesling schwimmt“ (Hanser / ab 2013 Insel-Suhrkamp) machte sie Appetit auf Küche, Land und Leute. Nun kommt die Schriftstellerin mit einem „russischen Thema“ in ihre persönliche Lieblingsstadt zurück. Sie liest und erzählt aus ihrem neuesten Buch: „Nijinsky. Annäherung an einen Mythos“.

Vaslav Nijinsky, Star der Ballets Russes unter Leitung von Sergej Diaghilew, war der größte und wohl auch skandalträchtigste Tänzer des 20. Jahrhunderts. Isadora Duncan wollte vom „Gott des Tanzes“ ein Kind. Er inspirierte Charlie Chaplin und Rudolph Valentino, aber auch die Pariser Modewelt um Cartier, Chanel und Guerlain. Igor Strawinsky komponierte die Musik für seinen größten Ballettskandal, das „Frühlingsopfer“. Die enge Beziehung des Komponisten zu Baden-Baden ist bekannt. Die Autorin Petra van Cronenburg wird jedoch auch erzählen, wie Nijinsky und das Führungsgremium der Ballets Russes incognito in Baden-Baden weilten, um ein russisches Ballett mit Inspirationen aus dem Badischen auszustatten. Es war im Schicksalsjahr 1913: Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes stürzte der Tänzer ab. Eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie, zweifelhafte Diagnosen und Therapieexperimente trieben seine Seele ins Unerreichbare.

Mit ihren Wurzeln im Sankt Petersburger Mariinsky-Theater und Auftritten ausschließlich im Ausland waren die Ballets Russes zwischen 1909 und 1929 das erste globale Theaterphänomen. Die ganze Welt geriet ins Ballettfieber, von der europäischen Avantgarde bis nach Hollywood ließ man sich vom sogenannten „russischen Orientalismus“ inspirieren. Petra van Cronenburg macht in ihrem Portrait des Startänzers die schillernde Welt wieder lebendig, in der Frauen plötzlich Turban und Haremshosen trugen und Männer die schwülen Düfte der Bühnenmärchen. (PR)

Lesung mit Petra van Cronenburg: „Nijinsky. Annäherung an einen Mythos“
bei der Deutsch-Russischen Kulturgesellschaft e.V.
8. Mai 2012, 19 Uhr, im Saal Aurelian des Hotels Aqua Aurelia (gegenüber Vincenti-Parkhaus)
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.


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© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Public Domain, posted April 27, 2012.

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