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1 Tag - 5 Sicherheitszonen - 3.500 Geburtstagsgäste - 3.500 Medienvertreter - 15.000 Polizisten - 25.000 NATO-Gegner - 55.000 Einwohner - 50.000.000 Euro Kosten

Baden-Baden im Ausnahmezustand
(red/WP) Etwa 15000 Polizisten aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern sollen beim NATO-Gipfel am 3. und 4. April 2009 eingesetzt werden, um dafür zu sorgen, dass die Gäste aus den 26 NATO-Mitgliedsstaaten unbehelligt bleiben.

Nach ersten Einschätzungen werde man "in der Spitzenzeit etwa 14000 Polizisten einsetzen müssen - das dürfte reichen, um die Sicherheit der Gipfelgäste und der 55000 Kurstadteinwohner sicherzustellen, sagte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech. Nicht zu vergessen seien mehrere tausend zumeist ehrenamtliche Helfer im Bevölkerungsschutz. So käme auf drei Baden-Badener dann ein Polizist.

Am Freitag, den 3. April 2009 wird es in der idyllischen Kurstadt Baden-Baden nicht so beschaulich zugehen wie gewohnt. Etwa 60 Staats- und Regierungschefs sowie die Mehrzahl der 3500 Delegierten werden wohl in den Baden-Badener Hotels logieren wollen. US-Präsident Barack Obama reist mit mehr als 1000 Mitarbeitern an. Auch das gesellschaftliche Rahmenprogramm wird sich an diesem Tag in Baden-Baden abspielen. Daneben werden noch 3500 Pressevertreter in Baden-Baden erwartet. Und dann stehen noch Tausende NATO-Gegner vor der Tür.

Eigentlich war die Stadt Kehl als deutscher Gastgeber vorgesehen. Doch dann bemerkten die Gipfel-Orginisatoren, dass es in der Stadt am Rhein (18250 Einwohner), nicht genügend Hotels gibt - und man favorisierte Baden-Baden.

Selbst Baden-Baden mit seiner hohen Hoteldichte hat nur eine begrenzte Kapazität. Die 5 und 4-Sterne-Hotels verfügen über ca. 1700 Betten. Insgesamt stehen in Baden-Baden rund 5000 Hotelbetten zur Verfügung. Dazu kommt, dass die meisten Gipfel-Teilnehmer und Pressevertreter Einzelzimmer buchen wollen. Da drängt sich die Frage auf, wo man diese Menschenmassen unterbringen soll. Selbst die Polizei versucht inzwischen Baden-Badener Hotels zu buchen, denn Turnhallen als Schlafstätten seien heute nicht mehr der "Standard" für unsere Ordnungshüter. Dies hat es auch noch nie gegeben: die städtische Marketinggesellschaft sucht auf ihrer Webseite kommerzielle Vermieter von Zimmern im Großraum Baden-Baden.

Laut der Baden-Badener Tourismus-Chefin Brigitte Goertz-Meissner werden alle "Gipfel-Reservierungsanfragen" in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt "zügig" bearbeitet, sobald die Unterbringung der Delegationen und des Organisationsstabes abgeschlossen sind.

Und Baden-Badens OB Wolfgang Gerstner spicht von diesem NATO-Gipfel gar als ein "Superlativ in der Geschichte Baden-Badens". Die Kosten für den "Superlativ" sollen rund 50 Millionen Euro betragen. Ob der Bund oder das Land Baden-Württemberg dafür aufkommt, ist derzeit noch nicht geklärt.

Gerangel um die Gipfel-Finanzierung
Der Gipfel kostet Geld, heißt es in Stuttgart, "sauviel Geld". Rund 50,48 Millionen Euro setzt Baden-Württembergs Innenminister Rech für den größten Polizeieinsatz in der Geschichte des Landes an. Und Finanzminister Stächele moniert die "finanzielle Schweigsamkeit" des Bundes. Dies sei "nicht hinnehmbar", so Stächle. (Frankfurter Rundschau Online, 3.2.2009)

Festung Baden-Baden
"Die Vorbereitungen für den NATO-Gipfel in Baden-Baden laufen auf Hochtouren. In der Kurstadt rücken in den nächsten Wochen verstärkt Bauarbeiter aus, um Straßenschäden auszubessern. Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner (CDU) sagte: "wir wollen ein positives Bild nach außen abgeben." Weiter heißt es: "Baden-Baden mit seinen gut 54000 Einwohnern wird am Gipfeltag in eine Festung verwandelt. Es gibt keinen Zaun wie beim G-8-Gipfel in Heiligendamm, aber ein 'zeitlich und räumliches abgestuftes Sperrkonzept' rund um das Kurhaus." (FOCUS online, 12.2.2009)

Ab sofort können sich Bürger unter der Telefon-Nummer (01805) 628609 über den NATO-Gipfel informieren. Die Anrufe sind kostenpflichtig (14 Cent/Minute).

Ab dem 2. März befindet sich im Baden-Badener Bürgerbüro am Jesuitenplatz ein Ansprechpartner der Polizei und beantwortet alle Anfragen und in der ersten Märzwoche sollen auch spezielle Informationsveranstaltungen stattfinden.

Offizielle Webseite der NATO
60 Jahre NATO

Bürgertelefon - für alle (Not)fälle
Rund um die Uhr können Bürger den Einsatzstab der Stadtverwaltung erreichen. Von Freitag, 3. April, ab 8:00 Uhr bis Samstag, 4. April, 15:00 Uhr - unter der Telefon-Nummer (07221) 930.




Hilfreiche Infos für "Gipfel-Betroffene" im Internet

Die Polizei hat eine hilfreiche Webseite eingerichtet mit allen Infos zum NATO-Gipfel, wo sich betroffene Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und die Gastronomie informieren können. Hier findet man auch die "Sicherheitszonen", Termine zu Informations-Veranstaltungen und Ansprechpartner.



Polizei erwartet bis zu 25.000 Nato-Gegner
Der baden-württembergische Innenminister Rech (CDU) rechnet mit massiven Störaktionen von Demonstranten und "autonomenen Gegnern" beim Nato-Gipfel in Straßburg, Kehl und Baden-Baden. Die Polizei erwartet etwa 25.000 Demonstranten, von denen bis zu 3000 vom Verfassungsschutz als gewaltbereit eingestuft werden. (FAZ, 4.3.2009)



Irritation um Ortsbezeichnung

Strasbourg/Kehl

Auf dem offiziellen Logo des Gipfels werden als Veranstaltungsorte "Strasbourg und Kehl" genannt, obwohl es "Strasbourg und Baden-Baden" heißen sollte. Auch Baden-Badens Stadtspitze hat bereits in Berlin interveniert, um auf eine Korrektur der Ortsbezeichnung hinzuwirken. Anscheindend will man das Logo jedoch nicht ändern. Nahezu alle internationalen Medien nennen so momentan Straßburg und Kehl als Veranstaltungsorte und die Kurstadt bleibt weithin unerwähnt. (3.2.2009)




Wunschdenken
"Die Verantwortlichen der Stadt sind sich der Wirkung des NATO-Gipfels für Baden-Baden in der ganzen Welt bewusst. Baden-Badens Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner: Klar ist, dass das Medieninteresse auf uns gerichtet ist", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Klar ist dezeit nur, dass Baden-Baden im Zusammenhang mit dem NATO-Gipfel international kaum wahrgenommen wird, denn weltweit ist man immer noch der Meinung, dass der deutsche Gastgeberort Kehl sei. Weiter>



"Schlag ins Gesicht der Hotellerie"
Dass sich Baden-Baden nicht auf dem Logo wiederfinde, wertete der Kreisvorsitzende des DEHOGA in Baden-Baden und Mitglied des Landesvorstandes, Hans Schindler, als Schlag ins Gesicht der Hotellerie. Manche der Hoteliers in Baden-Baden kündigten an, einige der bereits reservierten Betten für den NATO-Gipfel möglicherweise wieder zu stornieren. Eine ausdrückliche Drohung sprach die DEHOGA in dieser Sache aber noch nicht aus. (Quelle: SWR, 24.2.2009)



Viel Lärm um nichts - Much Ado about Nothing - Beaucoup de bruit pour rien - Mucho ruido y pocas nueces - Molto rumore per nulla
"Hotels vor Nato-Gipfel-Boykott. Die Hotels in Baden-Baden gehen im Streit um das Fehlen ihres Stadtnamens im geplanten Logo zum Nato-Gipfel auf die Barrikaden." (Bild-Zeitung, 25.2.09)

Man nennt Baden-Baden gerne die kleinste Weltstadt der Welt. Wenn dies so bleiben soll, dann sollte man tunlichst alles vermeiden, dass Baden-Baden nicht bald als kleinkarierteste Stadt weltweit wahrgenommen wird. Kein vernünfiger Mensch würde je in Heiligendamm seinen Urlaub verbringen wollen, nur weil dort die G8 gegipfelt haben. Man hat auch noch nicht gehört, dass Touristen nun vermehrt nach Bali reisen, weil auf der Insel 2007 der Weltklimagipfel stattfand. Ob nun auf dem Gipfel-Logo Baden-Baden aufgeführt wird oder nicht, wird für die Kurstadt an der Oos in Zukunft keinen einzigen Besucher mehr oder weniger bringen. Außerdem sind die "Lokalpatrioten" und "Marketingstrategen" ein großes Stück selbst schuld, dass Baden-Baden auf dem Gipfel-Logo nicht erwähnt wird. Warum hat man dies nicht zur Bedingung gemacht, als die Stadt als Gastgeber auserkoren wurde? (WP)



Streit über Logo für NATO-Gipfel in den Tagesthemen am 24.2.2009: "Dess Logo isch schlicht und einfach falsch", so ein Vertreter der Baden-Badener Hotellerie.



Obama sei Dank
Noch vor dem NATO-Gipfel sollen in Baden-Baden Straßen saniert werden. Die Luisenstraße vom Leopoldsplatz zum Hindenburgplatz und die Straße durch die Lichtentaler Allee vom Stadtmuseum zum Theater. Baden-Badens OB Wolfgang Gerstner begründete diese Maßnahme so: "US-Präsident Obama dürfe nicht über Holperstrecken zum Kurhaus gelangen." Schade, dass der enge Zeitplan von Obama es nicht zulässt, eine umfassende Stadtrundfahrt durch Baden-Baden zu unternehmen. (10.2.2009)



Baden-Baden ein Vorort von Heidelberg?
"In Baden-Baden trifft sich Obama am 3. April zu persönlichen Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch ein kurzer Spaziergang in Baden-Baden, früherer Studienort von Obamas Schwester Auma, ist geplant. Eine Reise nach Berlin dagegen ist bislang nicht vorgesehen. Die Obamas beenden ihre Europa-Reise am 5. April in Prag." (Berliner Zeitung, 7.3.2009)

Die ältere Halbschwester des Präsidenten, Auma Obama, war zwischen 1981 und 1987 an der Heidelberger Hochschule eingeschrieben.


 
Schön, sehr schön, besonders schön - und bums
In einem BT-Interview vom 19.2.2009 äußerte sich Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum NATO-Gipfel: "Zunächst ist es einmal schön, dass die NATO dieses Jubiläum feiert. Es ist auch sehr schön, dass sie es in beiden Ländern gemeinsam feiert - also in Frankreich und Deutschland. Und dass die Feierlichkeiten hier in unserer Region stattfinden, das finde ich besonders schön." Schäuble weiter: "...Aber mann kann einen Terroranschlag nicht ausschließen. Deshalb muss man die Gefahr ernst nehmen."



Weniger schön - Herr Président
Entweder er sitzt direkt neben dem Nato-Generalsekretär - oder er kommt gar nicht. Frankreichs Präsident Sarkozy hat vor dem Nato-Gipfel einen Streit über die Sitzordnung vom Zaun gebrochen. Seine Drohung führte zu einem Kompromiss.


Verhältnismäßig oder eine "Fehlentscheidung"?

Der Rechtshistoriker Uwe Wesel hält einige Sicherheitsmaßnahmen zum NATO-Gipfel für nicht verfassungsgemäß. Wesel sagte gegenüber dem SWR am 27.2.2009: "Wenn Bürger ihr Grundstück nur noch in Begleitung von Polizisten verlassen dürften, sei dieses Vorgehen nicht mehr verhältnismäßig." Wesel nannte es "unverantwortlich", einen derartigen Gipfel in kleineren Städten wie Straßburg, Kehl oder Baden-Baden zu veranstalten. "Die Behinderungen sind so groß für die Bürger und auch die Einschränkungen der Freiheit gerade in Kehl." Tagungen wie diese müssten in eine Gegend verlegt werden, die leichter zu sichern sei. "Da liegt die Fehlentscheidung", sagte der Rechtsexperte.



Anti T-Shirt gefällig?
Gegen Spenden bietet das Anti NATO Bündnis Baden-Baden ab jetzt T-Shirts (bei einer Spende von mind. 10 Euro und Buttons (bei einer Spende von mind. 2 Euro) an.



Wein und Kuchen zum Gipfel
Rechtzeitig zum Gipfel hat die Baden-Badener Winzergenossenschaft zwei NATO-Weine auf den Markt gebracht. Eine Literflasche NATO-Riesling mit elegantem Schmelz kostet nur schlappe 5,80 Euro. Etwas mehr kostet eine Dreiviertelliterflasche der vollmundigen NATO-Spätlese. Für den Spätburgunder, der im Abgang auch eine leichte Rauchnote aufweist, bezahlt der NATO-Weinfan 8,30 Euro.

Zum NATO-Wein empfehlen wir die "Obama-Torte", die man sinnigerweise im Café an der Russischen Kirche kaufen kann. Die Torte ist mit englischer Orangenmarmelade gefüllt. Ein Stück der Mult-Kulti-Torte kostet 2,50 Euro zum Mitnehmen, wer es im Café verzehren will bezahlt 2,80 Euro. Das Rezept steht unter strengster Geheimhaltung.

Zu Ehren dieser Torte hat Ulrike Linke sogar ein Gedicht kreiert:
"Im Land der Dichter und der Denker,
der vielen Nur-Sich-Selbst-Beschenker,
erschuf ein Meister ohne Worte
zum Gipfel die Obama-Torte!

Pechschwarz mit leichtem Innenleben,
das mögen Präsidenten eben,
so dachte sich´s der fromme Mann
und rief sogleich die Presse an...

Die Zeitung hat alsbald berichtet
und Stück für Stückchen abgelichtet,
selbst von der Füllung war die Rede..."



NATO-Gipfel musikalisch
Ein lokaler Rapper, der sich "A rich A" nennt und die Bad Guys eines Sängerbundes aus Baden-Baden mit Namenszusatz "Harmonie" rappen den Gipfel, was das Rapperrepertoire hergibt. Yeah man, if the worst comes to worst.



Mitten im Leben
"Natürlich sind auch Tagungen auf einem Luxusdampfer oder einer Insel möglich. Aber man kann sich auch nicht immer nach den Demonstranten und den dadurch nötigen Sicherheitsmaßnahmen richten. Das wäre eine Bankrotterklärung und würde der Demokratie nicht gut tun. Es müssen doch auch Begegnungen mitten im Leben stattfinden." Baden-Badens OB Gerstner in einem Stern-Interview, 26.3.2009

"Zeitlich erstreckt sich das Betretungsverbot auf lediglich 48 Stunden, in denen Personen ohne berechtigtes Interesse angesichts der überragend wichtigen Rechtsgüter, die anderenfalls gefährdet wären, eine gewisse Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zugemutet werden kann." Ja - so sehen Baden-Badener Begegnungen aus, die mitten im Leben stattfinden.



Obacht: Kein Jägerlatein und kein Aprilscherz
Mit Verfügung vom 18.02.09 wird die Ausübung der Jagd mit Schusswaffen im Jagdrevier Baden-Baden-Oos untersagt für die Zeit vom 1. April 2009, 22:00 Uhr, bis zum 4. April 2009, 22:00 Uhr.

"Aber auch unabhängig von solcher mit einer Schusseinwirkung etwa verbundenen unmittelbaren Lebensgefahr für Menschen besteht eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit auch durch das Schussgeräusch, das angesichts der Lage umfangreiche polizeiliche Maßnahmen auslösen könnte."


Stimmen zum NATO-Gipfel:
"Das ist eine Form von Gewalt, wie mit dieser Stadt umgegangen wird", sagte Christina Lipps, Sprecherin des Anti-NATO-Bündnisses Baden-Baden am 15.1.2009. Baden-Baden werde in den Ausnahmezustand versetzt. "Dagegen wollen wir unsere Stimme erheben", kündigte sie an.

Die Junge Union Nord- und Südbaden bekennt sich klar zum NATO-Gipfel Anfang April und verurteilt Proteste gegen die Großveranstaltung.

Auf einer aktuellen Veranstaltung der Baden-Badener Senioren Union im Kurhaus, wo auch einige jungen Gäste anwesend waren, war der Tenor, dass die Senioren den Gipfel begrüßten und Einschränkungen am 3. April gerne in Kauf nehmen würden. Auch die Nichtnennung von Baden-Baden auf dem offiziellen Gipfel-Logo wurde von den Senioren als irrelevant und nicht wichtig empfunden. (Quelle: BT 12.3.2009)

Der Polizeieinsatz wird nach Angaben von Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) "zwischen 40 und 50 Millionen Euro" kosten. "Das ist natürlich viel, aber ich denke, der Bund wird uns finanziell unterstützen", sagte der Minister gegenüber einer Nachrichtenagentur.

Schreckensvision zum NATO-Gipfel: "Wir hoffen, dass das dann solange hält". Am 15.1.2009 sagte Hans Ullrich, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen in Baden-Baden gegenüber einem Internet-Video-Portal: Nicht auszudenken, wenn die Hauptverkehrsader Baden-Badens während des NATO-Gipfels ausfallen würde. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das dann etwas Positives wäre", sagte Ullrich zu dieser Schreckensvision. Ullrich dazu weiter: "Wir hoffen, dass das dann solange hält". Hintergrund: Der Michaelstunnel in Baden-Baden ist derzeit nicht befahrbar, weil der Lüftung der "Hauptverkehrsader von Baden-Baden" die Luft ausgegangen ist.

"Ziel ist es, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten", sagte Baden-Badens Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Die Bevölkerung werde frühzeitig informiert, welche Straßen gesperrt werden. Für die gesamte Region sei der Gipfel am 3. und 4. April ein "einmaliges Erlebnis". (Stuttgarter Zeitung, 17.1.2009)

Bühl: Kreativ gegen Krieg und Aufrüstung
"Ca. 20 Anti-KriegsaktivistInnen nahmen den Neujahrsempfang des CDU Ortsverbands Bühl (Baden) zum Anlass, kreativ gegen Krieg, Aufrüstung und den anstehenden NATO Jubiläumsgipfel in Strasbourg, Kehl und Baden-Baden zu protestieren." (Internetfundstück am 18.1.2009). Leider konnten die AktivistenInnen nicht verständlich vermitteln, wie man "kreativ" protestiert.

"Wir werden versuchen, eine Art Schutzglocke über die Kernstadt Baden-Badens zu legen", sagte der Leiter der Kriminaldirektion Rastatt/Baden-Baden, Kriminaldirektor Kurt Wintermantel, am 22.1.2009

"Wir erwarten, dass am Freitag, 3. April, in Baden-Baden schulfrei sein wird", erklärte Stadt-Pressesprecher Roland Seiter gegenüber dem Badischen Tagblatt am 27.1.2009

Andreas Kirchgeßner, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Kehl-Hanauerland: "Es ist doch absurd, dass das Hafengebiet von Kehl anläßlich der Feiern teilweise zum Sperrgebiet erklärt werden soll. Da stehen dann 5000 Kollegen plötzlich vor verschlossenen Toren - in diesem Industriegebiet müssen ein Hochofen und eine große Papiermaschine heruntergefahren werden. Das kostet die Unternehmen pro Tag mehrere Millionen, die Kosten für die zeitweise Stillegung werden dann wahrscheinlich wieder auf die Malocher abgewälzt". (Junge Welt, 31.1.2009)



Obama in Baden-Baden
Der US-Präsident Barack Obama wird Anfang April erstmals in seiner neuen Funktion als Regierungschef nach Deutschland kommen. Laut Planungsstab der Polizei wird Obama am 3. April im Rahmen des NATO-Gipfels in Baden-Baden an einem Festessen im Kurhaus teilnehmen. "Wir gehen davon aus, dass er in der Kurstadt sein wird", sagte ein Polizeisprecher. Es stehe jedoch noch nicht fest, ob Obama in Baden-Baden oder im Elsass übernachten werde. (22.1.2009)



In seiner ersten wöchentlichen Ansprache, seit er als der 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden ist, sprach Präsident Barack Obama über das US-Konjunkturprogramm 2009. (Dieses Video ist public domain laut "White House copyright policy")




Stimmen zu Barack Obama:
"Faszinierend ist, dass die Welt den knallharten Opportunisten dringender benötigt als den sanften Propheten - die Maske wird in den kommenden Monaten unweigerlich Risse bekommen und den wahren Obama zutage treten lassen. Das werden interessante Zeiten." So Leon de Winter in einem Artikel auf "WELT online" vom 31.12.2008. Hintergrund: Barack Obama kennt mittlerweile jeder. Doch wer ist Leon de Winter? De Winter ist ein streitbarer Bestseller-Autor aus den Niederlanden und steht in unserem Nachbarland auf der "Intellektuellen-Liste" seit langem unangefochten auf Platz 1. Sein Roman "Der Himmel von Hollywood" wurde von dem deutschen Regisseur Sönke Wortmann verfilmt. Leon de Winter ist mit der Schriftstellerin Jessica Durlacher verheiratet. Diese wiederum ist die älteste Tochter von
Gerhard Durlacher (1928-1996), der in Baden-Baden geboren wurde und dort aufwuchs. Am 4. November 2008 wurden in Baden-Baden "Stolpersteine" für Gerhard Durlacher und dessen Eltern Erna und Arthur Durlacher verlegt.

Man kann Raucher sein - oder Präsident.
In seinem Buch "Audacity of Hope" (Verwegenheit der Hoffnung) schreibt Obama über seine Frau: Sie ist leidenschaftlich dagegen, auch weil ihre Eltern rauchten und ihre Malia an Asthma leidet. Sie sagt, Barack habe nie vor den Kindern oder vor ihr geraucht. Ihre Unterstützung seiner Kandidatur knüpfte sie an die Bedingung, dass er das Rauchen aufgibt: "Es ist eine Sache des Vorbildes für mich", sagt sie. "Man kann Raucher sein - oder Präsident."

Die Forderung des demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama nach Einführung der Todesstrafe für Kinderschänder in den USA stößt bei Politikern in Deutschland auf scharfen Widerspruch. "Die Todesstrafe ist die finalste Verletzung der Menschenrechte und des Rechts auf Leben", sagte Grünen-Chefin Claudia Roth in der "Bild"-Zeitung. Obama solle sich für die Abschaffung, nicht für die Ausweitung der Todesstrafe einsetzen. (Tagesspiegel, 27.6.2008)

"Ich höre, er ist ein eindrucksvoller Typ. Ein großartiger Redner. Ein Juraprofessor. Ein Bestsellerautor. Und ein Grammy-Gewinner. Bewundernswert! Doch wie bringe ich das in Einklang mit dem Typen, der bei mir zu Hause lebt?"
Michelle Obama über ihren Mann Barack (focus.de, 26.5.2008)

Der frühere US-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore meint, die neue US-Regierung sei dem Klimaschutz mehr verpflichtet als je eine US-Regierung zuvor. "Präsident Barack Obama ist die grünste Person im Oval Office und dringt hart auf einen dramatischen und mutigen Ruck in die richtige Richtung.", sagte Al Gore auf dem Weltwirtschaftsforum im Februar 2009 in Davos.

Obama ist in den USA zurzeit der oberste Therapeut der Nation. Er verkörpert Optimismus und Erneuerungsfähigkeit. Er hat vor dem Kongress zwar auch von "Krise" gesprochen, aber 24mal von "Hoffnung" und "Zukunft". Die deutschen Bedenkenträger wollen die alten Strukturen erhalten, Obama setzt auf Innovation und Vision. Wo aber bleiben in Deutschland die Hoffnungsträger? Wo die Visionäre? Wo bleibt ein deutscher Obama? (Franz Alt, 28.2.2009)


Barack Obama
Ein amerikanischer Traum - Die Geschichte meiner Familie
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten, Verlag Hanser Belletristik

Seit Barack Obama für das Amt des US-Präsidenten kandidiert hat, begeistert er die Menschen: Er verkörpert die weltweite Sehnsucht nach einer Politik des Friedens und der Menschlichkeit. Aufgewachsen unter ärmlichen Verhältnissen in Hawaii und Indonesien, musste Barack nach seiner Rückkehr in die USA erleben, wie er wegen seiner Hautfarbe diskriminiert wurde. Dies weckte seinen Ehrgeiz, der ihm zunächst eine glänzende juristische Laufbahn eröffnete und dann seinen furiosen Aufstieg als Politiker der Demokraten begründete. Wer nun seine Familiengeschichte liest, spürt, dass in ihm auch ein begnadeter Erzähler steckt.

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