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1 Tag - 5
Sicherheitszonen - 3.500 Geburtstagsgäste -
3.500 Medienvertreter - 15.000 Polizisten - 25.000
NATO-Gegner - 55.000 Einwohner - 50.000.000 Euro
Kosten
Baden-Baden
im Ausnahmezustand
(red/WP) Etwa 15000 Polizisten aus
Baden-Württemberg und anderen
Bundesländern sollen beim NATO-Gipfel am 3.
und 4. April 2009 eingesetzt werden, um dafür
zu sorgen, dass die Gäste aus den 26
NATO-Mitgliedsstaaten unbehelligt bleiben.
Nach ersten Einschätzungen werde man "in der
Spitzenzeit etwa 14000 Polizisten einsetzen
müssen - das dürfte reichen, um die
Sicherheit der Gipfelgäste und der 55000
Kurstadteinwohner sicherzustellen, sagte
Baden-Württembergs Innenminister Heribert
Rech. Nicht zu vergessen seien mehrere tausend
zumeist ehrenamtliche Helfer im
Bevölkerungsschutz. So käme auf drei
Baden-Badener dann ein Polizist.
Am Freitag, den 3. April 2009 wird es in der
idyllischen Kurstadt Baden-Baden nicht so
beschaulich zugehen wie gewohnt. Etwa 60 Staats-
und Regierungschefs sowie die Mehrzahl der 3500
Delegierten werden wohl in den Baden-Badener Hotels
logieren wollen. US-Präsident Barack Obama
reist mit mehr als 1000 Mitarbeitern an. Auch das
gesellschaftliche Rahmenprogramm wird sich an
diesem Tag in Baden-Baden abspielen. Daneben werden
noch 3500 Pressevertreter in Baden-Baden erwartet.
Und dann stehen noch Tausende NATO-Gegner vor der
Tür.
Eigentlich war die Stadt Kehl als deutscher
Gastgeber vorgesehen. Doch dann bemerkten die
Gipfel-Orginisatoren, dass es in der Stadt am Rhein
(18250 Einwohner), nicht genügend Hotels gibt
- und man favorisierte Baden-Baden.
Selbst Baden-Baden mit seiner hohen Hoteldichte hat
nur eine begrenzte Kapazität. Die 5 und
4-Sterne-Hotels verfügen über ca. 1700
Betten. Insgesamt stehen in Baden-Baden rund 5000
Hotelbetten zur Verfügung. Dazu kommt, dass
die meisten Gipfel-Teilnehmer und Pressevertreter
Einzelzimmer buchen wollen. Da drängt sich die
Frage auf, wo man diese Menschenmassen unterbringen
soll. Selbst die Polizei versucht inzwischen
Baden-Badener Hotels zu buchen, denn Turnhallen als
Schlafstätten seien heute nicht mehr der
"Standard" für unsere Ordnungshüter. Dies
hat es auch noch nie gegeben: die städtische
Marketinggesellschaft sucht auf ihrer Webseite
kommerzielle Vermieter von Zimmern im
Großraum Baden-Baden.
Laut der Baden-Badener Tourismus-Chefin Brigitte
Goertz-Meissner werden alle
"Gipfel-Reservierungsanfragen" in Zusammenarbeit
mit dem Auswärtigen Amt "zügig"
bearbeitet, sobald die Unterbringung der
Delegationen und des Organisationsstabes
abgeschlossen sind.
Und Baden-Badens OB Wolfgang Gerstner spicht von
diesem NATO-Gipfel gar als ein "Superlativ in der
Geschichte Baden-Badens". Die Kosten für den
"Superlativ" sollen rund 50 Millionen Euro
betragen. Ob der Bund oder das Land
Baden-Württemberg dafür aufkommt, ist
derzeit noch nicht geklärt.
Gerangel um die Gipfel-Finanzierung
Der Gipfel kostet Geld, heißt es in
Stuttgart, "sauviel Geld". Rund 50,48 Millionen
Euro setzt Baden-Württembergs Innenminister
Rech für den größten Polizeieinsatz
in der Geschichte des Landes an. Und Finanzminister
Stächele moniert die "finanzielle
Schweigsamkeit" des Bundes. Dies sei "nicht
hinnehmbar", so Stächle. (Frankfurter
Rundschau Online, 3.2.2009)
Festung Baden-Baden
"Die
Vorbereitungen für den NATO-Gipfel in
Baden-Baden laufen auf Hochtouren. In der Kurstadt
rücken in den nächsten Wochen
verstärkt Bauarbeiter aus, um
Straßenschäden auszubessern.
Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner (CDU)
sagte: "wir wollen ein positives Bild nach
außen abgeben." Weiter heißt es:
"Baden-Baden mit seinen gut 54000 Einwohnern wird
am Gipfeltag in eine Festung verwandelt. Es gibt
keinen Zaun wie beim G-8-Gipfel in Heiligendamm,
aber ein 'zeitlich und räumliches abgestuftes
Sperrkonzept' rund um das Kurhaus."
(FOCUS online, 12.2.2009)
Ab sofort können sich Bürger unter der
Telefon-Nummer (01805) 628609 über den
NATO-Gipfel informieren. Die Anrufe sind
kostenpflichtig (14 Cent/Minute).
Ab dem 2. März befindet sich im Baden-Badener
Bürgerbüro am Jesuitenplatz ein
Ansprechpartner der Polizei und beantwortet alle
Anfragen und in der ersten Märzwoche sollen
auch spezielle Informationsveranstaltungen
stattfinden.
Offizielle Webseite der
NATO
60 Jahre NATO
Journalisten können sich für den Gipfel
hier akkreditieren
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Bürgertelefon
- für alle (Not)fälle
Rund um
die Uhr können Bürger den
Einsatzstab der Stadtverwaltung erreichen.
Von Freitag, 3. April, ab 8:00 Uhr bis
Samstag, 4. April, 15:00 Uhr - unter der
Telefon-Nummer (07221)
930.
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Hilfreiche Infos für "Gipfel-Betroffene" im
Internet
Die Polizei hat eine hilfreiche Webseite
eingerichtet mit allen Infos zum NATO-Gipfel, wo
sich betroffene Bürgerinnen und Bürger,
Gewerbetreibende und die Gastronomie informieren
können. Hier findet man auch die
"Sicherheitszonen", Termine zu
Informations-Veranstaltungen und
Ansprechpartner.
www.polizei-natogipfel2009.de
Polizei erwartet
bis zu 25.000 Nato-Gegner
Der baden-württembergische Innenminister Rech
(CDU) rechnet mit massiven Störaktionen von
Demonstranten und "autonomenen Gegnern" beim
Nato-Gipfel in Straßburg, Kehl und
Baden-Baden. Die Polizei erwartet etwa 25.000
Demonstranten, von denen bis zu 3000 vom
Verfassungsschutz als gewaltbereit eingestuft
werden. (FAZ, 4.3.2009)
Irritation
um Ortsbezeichnung

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Auf dem offiziellen
Logo des Gipfels werden als
Veranstaltungsorte "Strasbourg und Kehl"
genannt, obwohl es "Strasbourg und
Baden-Baden" heißen sollte. Auch
Baden-Badens Stadtspitze hat bereits in
Berlin interveniert, um auf eine Korrektur
der Ortsbezeichnung hinzuwirken.
Anscheindend will man das Logo jedoch
nicht ändern. Nahezu alle
internationalen Medien nennen so momentan
Straßburg und Kehl als
Veranstaltungsorte und die Kurstadt bleibt
weithin unerwähnt. (3.2.2009)
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Wunschdenken
"Die
Verantwortlichen der Stadt sind sich der Wirkung
des NATO-Gipfels für Baden-Baden in der ganzen
Welt bewusst. Baden-Badens Oberbürgermeister
Wolfgang Gerstner: Klar ist, dass das
Medieninteresse auf uns gerichtet ist", heißt
es in einer Mitteilung der Stadt. Klar ist dezeit
nur, dass Baden-Baden im Zusammenhang mit dem
NATO-Gipfel international kaum wahrgenommen wird,
denn weltweit ist man immer noch der Meinung, dass
der deutsche Gastgeberort Kehl sei. Weiter>
"Schlag ins
Gesicht der Hotellerie"
Dass sich Baden-Baden nicht
auf dem Logo wiederfinde, wertete der
Kreisvorsitzende des DEHOGA in Baden-Baden und
Mitglied des Landesvorstandes, Hans Schindler, als
Schlag ins Gesicht der Hotellerie. Manche der
Hoteliers in Baden-Baden kündigten an, einige
der bereits reservierten Betten für den
NATO-Gipfel möglicherweise wieder zu
stornieren. Eine ausdrückliche Drohung sprach
die DEHOGA in dieser Sache aber noch nicht aus.
(Quelle: SWR, 24.2.2009)
Viel Lärm um
nichts - Much Ado about Nothing - Beaucoup de bruit
pour rien - Mucho ruido y pocas nueces - Molto
rumore per nulla
"Hotels vor
Nato-Gipfel-Boykott. Die Hotels in Baden-Baden
gehen im Streit um das Fehlen ihres Stadtnamens im
geplanten Logo zum Nato-Gipfel auf die Barrikaden."
(Bild-Zeitung, 25.2.09)
Man nennt Baden-Baden gerne die kleinste Weltstadt
der Welt. Wenn dies so bleiben soll, dann sollte
man tunlichst alles vermeiden, dass Baden-Baden
nicht bald als kleinkarierteste Stadt weltweit
wahrgenommen wird. Kein vernünfiger Mensch
würde je in Heiligendamm seinen
Urlaub verbringen wollen, nur weil dort die G8
gegipfelt haben. Man hat auch noch nicht
gehört, dass Touristen nun vermehrt nach Bali
reisen, weil auf der Insel 2007 der Weltklimagipfel
stattfand. Ob nun auf dem Gipfel-Logo Baden-Baden
aufgeführt wird oder nicht, wird für die
Kurstadt an der Oos in Zukunft keinen einzigen
Besucher mehr oder weniger bringen. Außerdem
sind die "Lokalpatrioten" und "Marketingstrategen"
ein großes Stück selbst schuld, dass
Baden-Baden auf dem Gipfel-Logo nicht erwähnt
wird. Warum hat man dies nicht zur Bedingung
gemacht, als die Stadt als Gastgeber auserkoren
wurde? (WP)
Streit über
Logo für NATO-Gipfel in den Tagesthemen am
24.2.2009: "Dess Logo isch schlicht und einfach
falsch". Weiter>
Obama sei
Dank
Noch vor dem
NATO-Gipfel sollen in Baden-Baden Straßen
saniert werden. Die Luisenstraße vom
Leopoldsplatz zum Hindenburgplatz und die
Straße durch die Lichtentaler Allee vom
Stadtmuseum zum Theater. Baden-Badens OB Wolfgang
Gerstner begründete diese Maßnahme so:
"US-Präsident Obama dürfe nicht über
Holperstrecken zum Kurhaus gelangen." Schade, dass
der enge Zeitplan von Obama es nicht zulässt,
eine umfassende Stadtrundfahrt durch Baden-Baden zu
unternehmen. (10.2.2009)
Baden-Baden ein
Vorort von Heidelberg?
"In Baden-Baden trifft sich Obama am 3. April zu
persönlichen Gesprächen mit Kanzlerin
Angela Merkel (CDU). Auch ein kurzer Spaziergang in
Baden-Baden, früherer Studienort von Obamas
Schwester Auma, ist geplant. Eine Reise nach Berlin
dagegen ist bislang nicht vorgesehen. Die Obamas
beenden ihre Europa-Reise am 5. April in Prag."
(Berliner Zeitung, 7.3.2009)
Die ältere Halbschwester des Präsidenten,
Auma Obama, war zwischen 1981 und 1987 an der
Heidelberger Hochschule eingeschrieben.
Schön,
sehr schön, besonders schön - und
bums
In einem BT-Interview vom 19.2.2009
äußerte sich Innenminister Wolfgang
Schäuble (CDU) zum NATO-Gipfel: "Zunächst
ist es einmal schön, dass die NATO dieses
Jubiläum feiert. Es ist auch sehr schön,
dass sie es in beiden Ländern gemeinsam feiert
- also in Frankreich und Deutschland. Und dass die
Feierlichkeiten hier in unserer Region stattfinden,
das finde ich besonders schön." Schäuble
weiter: "...Aber mann kann einen Terroranschlag
nicht ausschließen. Deshalb muss man die
Gefahr ernst nehmen."
Weniger
schön - Herr Président
Entweder er sitzt direkt neben dem
Nato-Generalsekretär - oder er kommt gar
nicht. Frankreichs Präsident Sarkozy hat vor
dem Nato-Gipfel einen Streit über die
Sitzordnung vom Zaun gebrochen. Seine Drohung
führte zu einem Kompromiss. Und der hat mit
anwesenden Fernsehkameras zu tun. Weiter>
Verhältnismäßig oder eine
"Fehlentscheidung"?
Der Rechtshistoriker Uwe Wesel hält einige
Sicherheitsmaßnahmen zum NATO-Gipfel für
nicht verfassungsgemäß. Wesel sagte
gegenüber dem SWR am 27.2.2009: "Wenn
Bürger ihr Grundstück nur noch in
Begleitung von Polizisten verlassen dürften,
sei dieses Vorgehen nicht mehr
verhältnismäßig." Wesel nannte es
"unverantwortlich", einen derartigen Gipfel in
kleineren Städten wie Straßburg, Kehl
oder Baden-Baden zu veranstalten. "Die
Behinderungen sind so groß für die
Bürger und auch die Einschränkungen der
Freiheit gerade in Kehl." Tagungen wie diese
müssten in eine Gegend verlegt werden, die
leichter zu sichern sei. "Da liegt die
Fehlentscheidung", sagte der Rechtsexperte.
Anti T-Shirt
gefällig?
Gegen Spenden bietet das Anti NATO Bündnis
Baden-Baden ab jetzt
T-Shirts (bei einer Spende von mind. 10 Euro und
Buttons (bei einer Spende von mind. 2 Euro) an.
Mehr von den Gipfel
Gegnern>
Eine
Sensation
Bereits seit
einiger Zeit steht fest, wo die prominenten
Gäste des NATO Jubiläumsgipfel den Rhein
unterqueren werden. Das ist der Gipfel. Der
knallhart recherchierte, investigative und einzige
objektive Blog zum NATO-Gipfel in Baden-Baden
weiß mehr. Weiter>
Wein und Kuchen
zum Gipfel
Rechtzeitig zum Gipfel hat die Baden-Badener
Winzergenossenschaft zwei NATO-Weine auf den Markt
gebracht. Eine Literflasche NATO-Riesling mit
elegantem Schmelz kostet nur schlappe 5,80 Euro.
Etwas mehr kostet eine Dreiviertelliterflasche der
vollmundigen NATO-Spätlese.
Für den Spätburgunder, der im Abgang auch
eine leichte Rauchnote aufweist, bezahlt der
NATO-Weinfan 8,30 Euro.
Zum NATO-Wein empfehlen wir die "Obama-Torte", die
man sinnigerweise im Café an der Russischen
Kirche kaufen kann. Die Torte ist mit englischer
Orangenmarmelade gefüllt. Ein Stück der
Mult-Kulti-Torte kostet 2,50 Euro zum Mitnehmen,
wer es im Café verzehren will bezahlt 2,80
Euro. Das Rezept steht unter strengster
Geheimhaltung.
Zu Ehren dieser Torte hat Ulrike Linke sogar ein
Gedicht kreiert:
"Im Land der Dichter und der Denker,
der vielen Nur-Sich-Selbst-Beschenker,
erschuf ein Meister ohne Worte
zum Gipfel die Obama-Torte!
Pechschwarz mit leichtem Innenleben,
das mögen Präsidenten eben,
so dachte sich´s der fromme Mann
und rief sogleich die Presse an...
Die Zeitung hat alsbald berichtet
und Stück für Stückchen
abgelichtet,
selbst von der Füllung war die Rede..."
NATO-Gipfel
musikalisch
Ein lokaler Rapper, der sich "A rich A" nennt und
die Bad Guys eines Sängerbundes aus
Baden-Baden mit Namenszusatz "Harmonie" rappen den
Gipfel, was das Rapperrepertoire hergibt. Yeah man,
if the worst comes to worst. Weiter>
Mitten im
Leben
"Natürlich
sind auch Tagungen auf einem Luxusdampfer oder
einer Insel möglich. Aber man kann sich auch
nicht immer nach den Demonstranten und den dadurch
nötigen Sicherheitsmaßnahmen richten.
Das wäre eine Bankrotterklärung und
würde der Demokratie nicht gut tun. Es
müssen doch auch Begegnungen mitten im Leben
stattfinden." Baden-Badens OB Gerstner in einem
Stern-Interview, 26.3.2009
"Zeitlich erstreckt sich das Betretungsverbot auf
lediglich 48 Stunden, in denen Personen ohne
berechtigtes Interesse angesichts der
überragend wichtigen Rechtsgüter, die
anderenfalls gefährdet wären, eine
gewisse Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit
zugemutet werden kann." Ja - so sehen Baden-Badener
Begegnungen aus, die mitten im Leben
stattfinden.
Mehr dazu:
Allgemeinverfügung der Stadt Baden-Baden.
Betretungsverbot für die Sicherheitszonen 3
und 4 in Baden-Baden. Weiter>
Obacht: Kein
Jägerlatein - kein Aprilscherz
Mit Verfügung vom 18.02.09 wird die
Ausübung der Jagd mit Schusswaffen im
Jagdrevier Baden-Baden-Oos untersagt für die
Zeit vom 1. April 2009, 22:00 Uhr, bis zum 4. April
2009, 22:00 Uhr.
"Aber auch unabhängig von solcher mit einer
Schusseinwirkung etwa verbundenen unmittelbaren
Lebensgefahr für Menschen besteht eine Gefahr
für die öffentliche Sicherheit auch durch
das Schussgeräusch, das angesichts der Lage
umfangreiche polizeiliche Maßnahmen
auslösen könnte." Weiter>
Stimmen zum
NATO-Gipfel:
"Das ist eine Form von Gewalt, wie mit dieser Stadt
umgegangen wird", sagte Christina Lipps, Sprecherin
des Anti-NATO-Bündnisses Baden-Baden am
15.1.2009. Baden-Baden werde in den Ausnahmezustand
versetzt. "Dagegen wollen wir unsere Stimme
erheben", kündigte sie an.
Die Junge Union Nord- und Südbaden bekennt
sich klar zum NATO-Gipfel Anfang April und
verurteilt Proteste gegen die
Großveranstaltung.
Auf einer
aktuellen Veranstaltung der Baden-Badener Senioren
Union im Kurhaus, wo auch einige jungen Gäste
anwesend waren, war der Tenor, dass die Senioren
den Gipfel begrüßten und
Einschränkungen am 3. April gerne in Kauf
nehmen würden. Auch die Nichtnennung von
Baden-Baden auf dem offiziellen Gipfel-Logo wurde
von den Senioren als irrelevant und nicht wichtig
empfunden. (Quelle: BT 12.3.2009)
Der
Polizeieinsatz wird nach Angaben von
Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech
(CDU) "zwischen 40 und 50 Millionen Euro" kosten.
"Das ist natürlich viel, aber ich denke, der
Bund wird uns finanziell unterstützen", sagte
der Minister gegenüber einer
Nachrichtenagentur.
Schreckensvision zum NATO-Gipfel: "Wir hoffen, dass
das dann solange hält". Am 15.1.2009 sagte
Hans Ullrich, Leiter des Fachbereichs Bauen und
Planen in Baden-Baden gegenüber einem
Internet-Video-Portal: Nicht auszudenken, wenn die
Hauptverkehrsader Baden-Badens während des
NATO-Gipfels ausfallen würde. "Ich kann mir
nicht vorstellen, dass das dann etwas Positives
wäre", sagte Ullrich zu dieser
Schreckensvision. Ullrich dazu weiter: "Wir hoffen,
dass das dann solange hält". Hintergrund: Der
Michaelstunnel in Baden-Baden ist derzeit nicht
befahrbar, weil der Lüftung der
"Hauptverkehrsader von Baden-Baden" die Luft
ausgegangen ist.
"Ziel ist es, die Behinderungen so gering wie
möglich zu halten", sagte Baden-Badens
Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Die
Bevölkerung werde frühzeitig informiert,
welche Straßen gesperrt werden. Für die
gesamte Region sei der Gipfel am 3. und 4. April
ein "einmaliges Erlebnis". (Stuttgarter Zeitung,
17.1.2009)
Bühl: Kreativ gegen Krieg und
Aufrüstung
"Ca. 20 Anti-KriegsaktivistInnen nahmen den
Neujahrsempfang des CDU Ortsverbands Bühl
(Baden) zum Anlass, kreativ gegen Krieg,
Aufrüstung und den anstehenden NATO
Jubiläumsgipfel in Strasbourg, Kehl und
Baden-Baden zu protestieren."
(Internetfundstück am 18.1.2009). Leider
konnten die AktivistenInnen nicht verständlich
vermitteln, wie man "kreativ" protestiert.
"Wir werden versuchen, eine Art Schutzglocke
über die Kernstadt Baden-Badens zu legen",
sagte der Leiter der Kriminaldirektion
Rastatt/Baden-Baden, Kriminaldirektor Kurt
Wintermantel, am 22.1.2009
"Wir erwarten, dass am Freitag, 3. April, in
Baden-Baden schulfrei sein wird", erklärte
Stadt-Pressesprecher Roland Seiter gegenüber
dem Badischen Tagblatt am 27.1.2009
Andreas Kirchgeßner, Vorsitzender des
DGB-Ortsverbandes Kehl-Hanauerland: "Es ist doch
absurd, dass das Hafengebiet von Kehl
anläßlich der Feiern teilweise zum
Sperrgebiet erklärt werden soll. Da stehen
dann 5000 Kollegen plötzlich vor
verschlossenen Toren - in diesem Industriegebiet
müssen ein Hochofen und eine große
Papiermaschine heruntergefahren werden. Das kostet
die Unternehmen pro Tag mehrere Millionen, die
Kosten für die zeitweise Stillegung werden
dann wahrscheinlich wieder auf die Malocher
abgewälzt". (Junge Welt, 31.1.2009)
Obama in
Baden-Baden
Der US-Präsident Barack Obama wird Anfang
April erstmals in seiner neuen Funktion als
Regierungschef nach Deutschland kommen. Laut
Planungsstab der Polizei wird Obama am 3. April im
Rahmen des NATO-Gipfels in Baden-Baden an einem
Festessen im Kurhaus teilnehmen. "Wir gehen davon
aus, dass er in der Kurstadt sein wird", sagte ein
Polizeisprecher. Es stehe jedoch noch nicht fest,
ob Obama in Baden-Baden oder im Elsass
übernachten werde. (22.1.2009)
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In
seiner ersten wöchentlichen
Ansprache, seit er als der 44.
Präsident der Vereinigten Staaten
vereidigt worden ist, sprach
Präsident Barack Obama über das
US-Konjunkturprogramm 2009. (Dieses Video
ist public domain laut "White House
copyright policy")
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Stimmen zu
Barack Obama:
"Faszinierend ist, dass die Welt den knallharten
Opportunisten dringender benötigt als den
sanften Propheten - die Maske wird in den kommenden
Monaten unweigerlich Risse bekommen und den wahren
Obama zutage treten lassen. Das werden interessante
Zeiten." So Leon de Winter in einem Artikel auf
"WELT online" vom 31.12.2008.
Hintergrund: Barack Obama kennt mittlerweile jeder.
Doch wer ist Leon de Winter? De Winter ist ein
streitbarer Bestseller-Autor aus den Niederlanden
und steht in unserem Nachbarland auf der
"Intellektuellen-Liste" seit langem unangefochten
auf Platz 1. Sein Roman "Der Himmel von Hollywood"
wurde von dem deutschen Regisseur Sönke
Wortmann verfilmt. Leon de Winter ist mit der
Schriftstellerin Jessica Durlacher verheiratet.
Diese wiederum ist die älteste Tochter von
Gerhard Durlacher (1928-1996), der
in Baden-Baden geboren wurde und dort aufwuchs. Am
4. November 2008 wurden in Baden-Baden
"Stolpersteine" für Gerhard
Durlacher und dessen Eltern Erna und Arthur
Durlacher verlegt.
Man kann Raucher sein - oder Präsident.
In seinem Buch "Audacity of Hope" (Verwegenheit der
Hoffnung) schreibt Obama über seine Frau: Sie
ist leidenschaftlich dagegen, auch weil ihre Eltern
rauchten und ihre Malia an Asthma leidet. Sie sagt,
Barack habe nie vor den Kindern oder vor ihr
geraucht. Ihre Unterstützung seiner Kandidatur
knüpfte sie an die Bedingung, dass er das
Rauchen aufgibt: "Es ist eine Sache des Vorbildes
für mich", sagt sie. "Man kann Raucher sein -
oder Präsident."
Die Forderung des demokratischen
US-Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama nach
Einführung der Todesstrafe für
Kinderschänder in den USA stößt bei
Politikern in Deutschland auf scharfen Widerspruch.
"Die Todesstrafe ist die finalste Verletzung der
Menschenrechte und des Rechts auf Leben", sagte
Grünen-Chefin Claudia Roth in der
"Bild"-Zeitung. Obama solle sich für die
Abschaffung, nicht für die Ausweitung der
Todesstrafe einsetzen. (Tagesspiegel,
27.6.2008)
"Ich höre, er ist ein eindrucksvoller Typ. Ein
großartiger Redner. Ein Juraprofessor. Ein
Bestsellerautor. Und ein Grammy-Gewinner.
Bewundernswert! Doch wie bringe ich das in Einklang
mit dem Typen, der bei mir zu Hause lebt?"
Michelle Obama über ihren Mann Barack
(focus.de, 26.5.2008)
Der frühere US-Vizepräsident und
Friedensnobelpreisträger Al Gore meint, die
neue US-Regierung sei dem Klimaschutz mehr
verpflichtet als je eine US-Regierung zuvor.
"Präsident Barack Obama ist die grünste
Person im Oval Office und dringt hart auf einen
dramatischen und mutigen Ruck in die richtige
Richtung.", sagte Al Gore auf dem
Weltwirtschaftsforum im Februar 2009 in Davos.
Obama ist in den USA zurzeit der oberste Therapeut
der Nation. Er verkörpert Optimismus und
Erneuerungsfähigkeit. Er hat vor dem Kongress
zwar auch von "Krise" gesprochen, aber 24mal von
"Hoffnung" und "Zukunft". Die deutschen
Bedenkenträger wollen die alten Strukturen
erhalten, Obama setzt auf Innovation und Vision. Wo
aber bleiben in Deutschland die
Hoffnungsträger? Wo die Visionäre? Wo
bleibt ein deutscher Obama? (Franz Alt,
28.2.2009)
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