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"Die Moschee in Steinbach ist ein beeindruckendes Gotteshaus" Jetzt fehlt dem türkisch-islamischen Kulturverein nur noch ein Minarett zur Abrundung des Bauwerks im Industriegebiet Zum Einweihungsfest der neuen Fatih-Moschee im Steinbacher Gewerbegebiet hatte der türkisch-islamische Kulturverein eingeladen. Nach gut fünfjähriger Bauzeit wurde das Gotteshaus nun im Beisein zahlreicher Gäste offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gekommen waren sowohl Kommunalpolitiker der umliegenden Gemeinden als auch Vertreter bundesweiter türkisch-islamischer Organisationen aus Köln und Berlin. Nach der Begrüßung der Besucher durch Ahmet Uzun, den Vorsitzenden des Steinbach türkisch-islamischen Kulturvereins, und dem Abspielen sowohl der türkischen als auch der deutschen Nationalhymne wurden Verse aus dem heiligen Koran rezitiert. Ahmet Uzun erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Kulturvereins, der vor 20 Jahren gegründet wor-den sei. Damals hätten die 15 Mitglieder den Wunsch gehabt, ihren religiösen und kulturellen Bedürfnisse gemeinsam nachzukommen. Seither, so der Vorsitzende, sei der Verein stetig gewachsen, und trotz angespannter finanzieller Lage sei im Jahre 1996 der Grundstein für die Fatih-Moschee gelegt worden. Einstmals habe an der Stelle der Moschee eine "Holzbaracke" gestanden, blickte Architekt Jörg Bigott zurück. Auf Grund der steigenden Mitgliederzahlen habe diese dann nicht mehr ausgereicht, weshalb eine Moschee gebaut wurde. Anregungen seien dabei in Mannheim und Pforzheim bei den dortigen Moscheen geholt worden. Ebenfalls im Jahre 1995 habe der Kulturverein das Grundstück, das bis dahin gepachtet war, kaufen können. Der Grundsteinlegung sei eine arbeitsintensive Phase gefolgt, so der Architekt. Denn viele Bauleistungen seien durch die Mitglieder des Kulturvereins selbst erbracht worden. Nach eineinhalb Jahren habe dann die Kuppel errichtet und der Rohbau somit fertig gestellt werden können. Jetzt hoffen die Bauherren vom Kulturverein noch auf den Bau eines Minaretts. Dieses solle die Anlage abrunden beziehungsweise komplettieren, so der Architekt. Vom Minarett aus ruft üblicherweise der Müezzin die Gläubigen zum Gebet auf. In Steinbach ist Gazi Hos der Imam der Moschee. Der Imam betreut die Gemeinde in religiösen, sozialen, kulturellen und pädagogischen Fragen, hält Predigten und betet die gemeinsamen Gebete vor. Die Glückwünsche der Stadt Baden-Baden überbrachte Steinbachs Ortsvorsteber Michael Stockenberger. ",Heute ist ein Freudentag", sagte er angesichts des gelungenen Bauabschlusses. Die Moschee sei ein beeindruckendes Gotteshaus geworden und genieße großes öffentliches Interesse. Dank vieler fleißiger Hände, so der Ortsvorsteher, sei die Moschee gut gelungen und bereits zum Mittelpunkt des islamischen Lebens in der Region geworden. Auch er erinnerte an den Werdegang bis zum Bau der Moschee. In den Anfangsjshren des türkisch-islamischen Kulturvereins habe dieser die ehemalige Schulturnhalle in der Grabenstraße genutzt. Nach deren Abriss erfolgte dann der Umzug in die Holzbaracke auf dem gepachteten Gelände im Gewerbegebiet. Botschaftsrat Mahmut Gürgür aus Berlin, der Vorstandsvorsitzende des Dachverbands der türkisch-islamischen Vereine, sowie weitere Vertreter der türkisch-islamischen Union und auch des türkischen Generalkonsulats in Karlsruhe und nicht zuletzt Vertreter der christlichen Gemeinden Baden-Badens überbrachten die Glückwünsche zum gelungenen Bau. Pfarrer Schweiß von der katholischen Kirchengemeinde und sein Kollege Pfarrer Hessenauer von der evangelischen Gemeinde überreichten ein Apfelbäumchen. Die Moschee möge ebenso gedeihen wie ein Apfelbaum, meinten sie. Zwischen Christen und Muslimen solle ein gegenseitiger Dialog entstehen beziehungsweise fortgesetzt werden, um Vorurteile abzubauen, drückten sie ihre Hoffnung aus. © BNN 27. 6. 2001 |
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