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MKS bedroht das Frühjahrsmeeting Die Maul- und Klauenseuche bedroht inzwischen auch ernsthaft das Iffezheimer Frühjahrsmeeting. In Nordrhein-Westfalen traten gestern neue Restriktionen in Sachen Pferdetransporte in Kraft. »Ab sofort sind also nur noch Rennen mit am Veranstaltungsort ansässigen Pferden möglich«, sagte Peter Banzhaf, technischer Leiter des Internationalen Clubs von Baden-Baden. Im Klartext: Es darf kein Galopper mehr zu auswärtigen Rennen transportiert werden. Sollten diese Bestimmungen auch in sechs Wochen noch Gültigkeit haben, müsste das Internationale Frühjahrsmeeting, das von 19. bis 27. Mai in Iffezheim stattfinden soll, ausfallen. »Wir können im Moment nicht mehr tun, als die neue Situation zu beobachten und abzuwarten. In unserer Entscheidungsmacht liegt jetzt ohnehin nichts mehr«, meinte Banzhaf. Pferde können zwar nicht selbst an der Maul- und Klauenseuche (MKS) erkranken, gelten aber als Überträger der Seuche. In den Hohlräumen unter den Hufen können die Viren transportiert werden. In welcher Größenordnung die finanziellen Einbußen für den Internationalen Club im Falle einer Absage der Rennwoche lägen, vermochte der TK-Chef in der Lichtentaler Allee nicht zu sagen. Versicherungen gegen solche Veranstaltungsausfälle gibt es nicht. »Wir haben uns auch damit gar nicht intensiv beschäftigt, schließlich wurde das Galopprennprogramm am Sonntag noch ohne Beeinträchtigung in Deutschland abgewickelt«, sagte Banzhaf. Lokale Turniere gefährdet. Die Rennvereine in Frankfurt, Hannover und Düsseldorf konnten ihre Rennen noch durchführen, aber jetzt droht dem Turf bedingt durch die Transportverbote ein vorläufiges Aus. Oder man muss auf einen Notplan umschalten. Danach könnten in Köln, Düsseldorf oder München weiterhin Rennen stattfinden, denn dort sind am Ort mehrere Dutzend Trainer mit etlichen hundert Pferden in heimischen Trainingszentralen erfasst.Was das Transportverbot von Pferden in Baden-Württemberg betrifft, soll heute im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium entschieden werden. Dort treffen sich die Vertreter der Pferdesportverbände, Veterinärmediziner und die zuständigen Politiker. Fällt die Entscheidung ähnlich wie in NRW aus, dann bedeutet dies das auch das vorläufige Ende für sämtliche Fahr- und Reitturniere im Lande. Die Austragung der großen Freiluftturniere im Ortenaukreis wie Ichenheim, Schutterwald und Legelshurst (Ende Juni bis Mitte Juli) wäre dann auch von Absagen bedroht. Ein Sprecher der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf riet zu einer generellen Impfung von Klauentieren. Der Verband sehe darin die einzige Chance, die Seuche zu bekämpfen. Diesem Argument schloss sich auch der dreimalige Springreiter-Europa-Meister Paul Schockemöhle am Sonntagabend in der regionalen NDR-3-Sportsendung an. Er sprach sich ebenfalls für Impfungen aus. Schockemöhle ist einer der größten Pferdezüchter und Reitsportveranstalter im Norden Deutschlands. Außerdem besitzt Schockemöhle in Mecklenburg eine Rinderzucht. © Baden Online |
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