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Patrick
Meinhardt will "Tag der Arbeit"
abschaffen
Vermutlich
mit genau einmonatiger Verspätung ließ
der Baden-Badener FDP-Bundestagsabgeordnete am 1.
Mai 2007 eine Pressemitteilung verbreiten, worin er
verlautbaren ließ, dass er den gesetzlichen
Feiertag, den "Tag der Arbeit" umbenennen lassen
möchte. Er plädiere dafür, dass aus
dem "Tag der Arbeit" der "Tag der Vereine"
werde.
Er begründet sein Ansinnen damit, dass der
"Tag der Arbeit" schon heute von den Vereinen
für vielfältige Veranstaltungen genutzt
werde. Außerdem meine er, dass "rote Fahnen"
nicht mehr zeitgemäß seien.
Da Meinhardt, nach eigenen Angaben in seiner
Vita, einige
Semester Geschichte studiert hat, müsstem ihm
die Wurzeln seiner Partei eigentlich vertraut sein.
Denn der Liberalismus in Deutschland begann seinen
historischen Weg als Philosophie der Freiheit und
als politische Bewegung für die Rechte des
Einzelnen und seiner menschlichen Würde. Dem
Recht auf Freiheit und Gleichheit sollte Vorrang
vor der Macht des Staates eingeräumt
werden.
Müssen nun die "rote Fahnen" schwingenden
Menschen, die heute, wie schon vor hundert Jahren,
unter anderem auch diese Rechte am "Tag der Arbeit"
einfordern, sich attestieren lassen, dass ihre
Forderungen nicht mehr zeitgemäß
seien?
Bei solch einer engen Weltsicht eines Politikers
könnte man glatt den Slogan der Liberalen "so
viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie
möglich" umwandeln in: "so viel Meinhardt wie
nötig, so wenig Meinhardt wie möglich".
(WP)
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