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Deutscher Medienpreis

Deutscher Medienpreis 2015 für UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.
Mit dem Deutschen Medienpreis 2015 wird der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 7. März 2016 in Baden-Baden statt. Die Auszeichnung würdigt den Repräsentanten der einzig weltumspannenden internationalen Organisation in ihrem 70. Jubiläumsjahr.

Die Arbeit Bans, der demnächst zehn Jahre an der Spitze der Vereinten Nationen steht, erfüllt nach Meinung der Jury gerade in der heutigen Zeit die Kriterien des Medienpreises in besonderer Weise. "Inmitten einer Welt der bedrohlichen politischen Konflikte und humanitären Krisen arbeitet Ban unermüdlich für die Solidarität und den Zusammenhalt der internationalen Gemeinschaft." Angesichts einer weltweiten Flüchtlingskrise, die Deutschland in ganz besonderem Maße herausfordert, so die Jury in ihrer Begründung, sei Bans Engagement für die Zusammenarbeit der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen wichtiger denn je. Auch der Durchbruch beim Weltklimagipfel in Paris im vergangenen Dezember und die Verabschiedung der nachhaltigen Entwicklungsziele, nach denen Hunger und Armut bis zum Jahr 2030 weltweit besiegt sein sollen, seien Erfolge seiner Arbeit "als beharrlicher Mahner in der Öffentlichkeit und stiller Diplomat hinter den Kulissen."

Der Südkoreaner Ban habe einen eigenen Führungsstil etabliert, so die Jury weiter, der von persönlicher Demut, zutiefst empfundener Menschlichkeit und dem unerschütterlichen Festhalten an der Gründungsvision der Vereinten Nationen gekennzeichnet sei, weltweit für die Freiheit von Furcht und Not einzutreten. So habe Bans Initiative „Menschenrechte nach vorn“ die Arbeit der Vereinten Nationen neu ausgerichtet und die Notwendigkeit unterstrichen, dass viele Herausforderungen der Gegenwart nur durch eine Kultur der Prävention und Frühwarnung erfolgreich gelöst werden können.

Der 71-jährige Ban, der als Kind selbst Krieg und Flucht in seinem Heimatland Korea erlebte, hat sich nachdrücklich dafür ausgesprochen, weltweit die Fluchtursachen konsequent anzugehen. Der Generalsekretär, der in der Elfenbeinküste, in Libyen und dem Kongo auch militärische Schutzmaßnahmen unterstützte, ist überzeugt davon, dass der Frieden nur durch diplomatischen Ausgleich und politischen Willen nachhaltig gesichert werden kann. Auch im Angesicht von anhaltenden Massakern, Leid und Terror - allen voran in Syrien - stehe Ban für die Einsicht, dass die einzig humane Antwort auf Hass, Extremismus und politische wie religiöse Konflikte, internationale Kooperation und Solidarität sein müssen.

Das mache seine Arbeit zum vielzitierten "unmöglichsten Job der Welt", der dennoch unverzichtbar für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist, die sich die von Krieg und Leid geprägte Gründergeneration der Vereinten Nationen vor 70 Jahren wünschte. (PR)

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