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![]() Der Star-Architekt Daniel Libeskind, seit 1999 Professor an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung, gewann den Architekturwettbewerb für die Neubebauung von Ground Zero. "Krone für Manhattan" Der Glaube an die Zukunft und eine schmerzvolle Erinnerung – diese beiden Aspekte symbolieren den siegreichen Entwurf des 1946 in Polen geborenen Daniel Libeskind. Der "Zickzack-Expressionist", wie der Spiegel den in Berlin lebenden Architekten mit amerikanischem Pass einmal charakterisierte, setzt auf ein Gebäude-Ensemble mit abgeschrägten Dächern. Die Bauwerke, für deren Realisierung sich nun eine Jury aus Behörden-Vertretern, des Gouverneurs und des Bürgermeisters von New York aussprach, sollen dort entstehen, wo bis zum 11. September 2001 das World Trade Center (WTC) mit seinen beiden Türmen stand. Libeskinds Entwurf soll mit 533 Metern das höchste Gebäude der Welt werden. Auf dessen obersten Stockwerken sollen begehbare Grünflächen angelegt werden – mit Tundra, Taiga, Laubwald, Savanne, Wüste und Tropen. "Dieser Wolkenkratzer ist eher eine architektonische Geste", so der Architekt. Die Forderung nach Höhe und Wiederbelebung der Stadtsilhouette lasse sich besser durch ein symbolisches Gebäude als durch einen Bürowolkenkratzer erfüllen. Das Gebäude soll auch eine Aussichtsplattform, ein "Skyview Restaurant" und im unteren Bereich Büros enthalten. "Elemente der Erinnerung" Gleich mehrere symbolträchtige Elemente dienen der Erinnerung. So ist ein "Platz des 11. Septembers", ein "Park der Helden", ein "Park des Lichts", ein "Museum der Hoffnung" und einen "Gedenkparcours" geplant. Der "Park des Lichts" soll jedes Jahr am 11. September zwischen 8.46 und 10.28 Uhr (der Zeitraum vom ersten Flugzeug-Anschlag auf das WTC und dem Einsturz des zweiten Turms) schattenfrei bleiben. Die beiden "Fußabdrücke" der zerstörten Zwillingstürme und die mächtige Bodenwanne des WTC sollen nach Vorstellungen des Planers unbebaut bleiben. "Diese 24 Meter tiefe Grube wäre der angemessene Platz für ein Mahnmal", sagte der Architekt. Die neue Bebauung dürfe einerseits die Erinnerung nicht verleugnen, "andererseits müssen wir zeigen, dass diese Vergangenheit eine Zukunft in sich trägt". ![]() Der Libeskind-Entwurf setzte sich gegen das New Yorker Architekten-Team "Think" durch. "Think" wollte ein "World Cultural Center" mit zwei je 499,5 Meter hohen, vergitterten Spitztürmen realisieren. Sowohl Gouverneur Pataki als auch Bürgermeister Bloomberg hatten sich für den Libeskind-Plan stark gemacht. Der Gouverneur sagte bei der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung, dass das Libeskind-Projekt "das Leben nach Lower Manhattan zurückbringen werde, das für unsere Zukunft so wichtig ist". Die Baukosten sollen sich auf 330 Millionen Dollar (305 Millionen Euro) belaufen. 29.2.2003 (WP) Abb. © archimation Mehr Infos: Hochschule für Gestaltung Karlsruhe www.daniel-libeskind.com Zurück zu den News Zurück zum Archiv |
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