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Deutsche
Hotels am preiswertesten.
Aber:
Baden-Badener Hotels sind doppelt so teuer wie
vergleichbare Berliner Herbergen.
Wer sich gerade in der Planung des nächsten
Urlaubs befindet, sollte sich überlegen, ob er
tatsächlich ein Reiseziel außerhalb
Europas wählt, denn die europäischen
Hotelpreise gehören zu den niedrigsten
weltweit. Das ist eines der Resultate des aktuellen
Reports „Hotel Price Index" (HPI), der vom
Hotelbuchungsportal www.hotels.com
regelmäßig veröffentlicht wird.
Trotz eines Anstiegs der Hotelpreise im vierten
Quartal 2006 um 17 Prozent verglichen mit dem
Vorjahreszeitraum, liegt der europäische
Hotelpreis-Index mit 111 Indexpunkten weit unter
dem der USA (146 Indexpunkte) sowie dem Asiens (159
Indexpunkte). Urlaubte man im vierten Quartal 2006
in Europa, mussten durchschnittlich 121 Euro pro
Zimmer und Nacht für die Unterkunft berappt
werden. In Asien lagen die Zimmerpreise im Schnitt
bei 130 Euro pro Nacht, in den USA sogar bei
stolzen 161 Euro.
Allerdings zeigten sich innerhalb Europas
signifikante Preisunterschiede. Am tiefsten griffen
Hotelgäste der britischen Insel mit einem
durchschnittlichen Übernachtungspreis von 144
Euro pro Zimmer und Nacht in die Tasche. Dagegen
zeichnete sich des Deutschen liebstes
Auslandsreiseziel Spanien mit günstigen 111
Euro aus. Unterboten wurden die Spanier nur noch
durch die Deutschen selbst, denn mit einem
durchschnittlichen Übernachtungspreis von 108
Euro glänzte Deutschland als Preis-Highlight
aller analysierten europäischen
Länder.
Anders allerdings in den beiden deutschsprachigen
Nachbarländern. Im preislichen Mittelfeld lag
Österreich im vierten Quartal 2006, mit einem
durchschnittlichen Übernachtungspreis von 129
Euro pro Zimmer und Nacht. Schweiz-Besucher mussten
mit 141 Euro im Schnitt wesentlich mehr für
die gleiche Leistung berappen und brachten die
Schweiz auf Platz zwei in Europa (zusammen mit
Dänemark).
Die günstigen deutschen Hotelpreise verfehlten
bei in- und ausländischen Touristen nicht ihre
Wirkung. In den Top Ten der beliebtesten
deutschsprachigen Reiseziele belegten Berlin,
München und Hamburg die ersten drei
Plätze. Österreichs Hauptstadt Wien
sicherte sich Platz vier, die Mozartstadt Salzburg
Position zehn. Als erste schweizerische Stadt
findet sich Zürich auf Rang sieben im Ranking
wieder, gefolgt von Genf auf Rang neun.
Städtevergleich
Deutschland:
Und wie
sah es im vierten Quartal 2006 in Deutschland aus?
Den höchsten Übernachtungspreis aller
analysierten deutschen Städte zahlten
Hotelgäste im Untersuchungszeitraum in der
Messe- und Finanzmetropole Frankfurt/Main mit 131
Euro pro Zimmer und Nacht. Auch am anderen Ende der
Skala platzierte sich eine Messestadt, denn in
Hannover zahlten Hotelgäste mit einem
durchschnittlichen Zimmerpreis von 69 Euro pro
Nacht von allen analysierten deutschen Städten
am wenigsten. Den höchsten Preisanstieg zeigte
Hamburg mit 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr,
allerdings lagen die durchschnittlich gezahlten
Zimmerpreise in der Hansestadt mit 103 Euro pro
Zimmer und Nacht weiterhin im preislichen
Mittelfeld. Berlin-Touristen belasteten das
Urlaubsbudget mit 92 Euro pro Zimmer und Nacht,
womit sich Berlin die Position als
drittgünstigste deutsche Stadt sichern
konnte.
Wenn man die Baden-Badener Hotelpreise an diesem
Preis-Index misst, dann dürfte die Kurstadt
das Preisniveau Frankfurts noch toppen. Vielleicht
sollte sich die hießige Hotellerie an den
Preisen von Hannover oder Berlin orientieren. Denn
nur mit fairen Preisen kann man gute
Auslastungsraten erzielen. Motto: "Baden-Baden
für alle". (WP/PR)
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Beispiel
Berlin: Im Hotel ECONTEL (3 Sterne Superior) im
noblen Stadtteil Charlottenburg kostete über
Ostern 2007 die Übernachtung im Doppelzimmer
gerade mal 55 Euro. In Baden-Baden liegen
vergleichbare Häuser jenseits der 100
Euro-Grenze.
Zu
den Baden-Badener Hotels
Billighotels
auf dem Vormarsch
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