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Seltene
alte Apfelsorte wiederentdeckt.
Großherzog
Friedrich von Baden Herbstapfel
Die Sorte
wurde 1894 vom großherzoglichen
Hofgärtner Fießer in Baden-Baden aus
Samen des Bismarckapfels, den er mit dem
Weißen Winterkalvill gekreuzt hatte, gezogen,
und nach dem regierenden Großherzog von Baden
benannt. Der Züchter beschrieb die neue Sorte
zuerst in den Pomologischen Monatsheften von 1898,
worauf der Apfel aus Baden-Baden vielfach
Verbreitung fand. Der Apfel ist mürbe, die
Farbe ist gelblichweiß bis fast weiß.
Er ist frisch gepflückt, saftig und von
angenehm säuerlichem und etwas gewürztem
Geschmack. Für eine Lagerung ist er nicht
geeignet, da er dann mehlig und geschmacksarm
wird.
Leider scheint der Apfel aus Baden-Baden heute in
Vergessenheit geraten zu sein. Vielleicht gelingt
es unserem Gartenamt, einige Exemplare des
Baden-Baden Apfels wieder an seinen Geburtsort
zurückzuholen. Wir werden dies anregen.
(WP)
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