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Hilfe für Freital „Es ist uns ein ganz besonderes Bedürfnis, in diesen schweren Stunden unseren Freunden in Freital mit rascher Hilfe zur Seite zu stehen", so Erster Bürgermeister Jörg Zwosta in einer Pressemitteilung. Er habe die Meldungen im Radio und die Bilder im Fernsehen immer wieder verfolgt und sei bestürzt über das große Ausmaß der Schäden. Nach der verheerenden Flutkatastrophe, die viele Regionen Deutschlands stark betroffen hat, sehe es der Dezernent nun „als vordringliche Aufgabe Baden-Badens an, die Stadt Freital, mit der die Kurstadt seit 1990 enge Kontakte pflegt, umgehend zu unterstützen". „Die betroffenen Bürger in Freital, die teilweise ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, können sich unserer Unterstützung sicher sein", so der Erste Bürgermeister weiter. Diese Spontanhilfe sei auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen zu sehen, die die Kurstadt selbst bei „ihrem" großen Hochwasser im Oktober 1998 gemacht habe. Zwosta bittet deshalb die Bürger der Kurstadt, das Vorhaben der Stadt zu unterstützen und Geld auf das speziell hierfür eingerichtete Spendenkonto einzuzahlen. Spendenkonto: Unter dem Verwendungszweck „Freital" können sich alle Bürger mit einem Beitrag auf das Konto-Nr. 010 868, Bankleitzahl 662 500 30, bei der Stadtsparkasse Baden-Baden an der Hilfsaktion beteiligen.
Das Weißeritz-Hochwasser 2002 Hochwasserkatastrophen sind zur heutigen Zeit keine Seltenheit. Was wir Freitaler sonst mit Entsetzen und Mitgefühl gegenüber den Betroffenen aus anderen Regionen Deutschlands in den Medien verfolgen, überraschte uns jetzt in bisher unvorstellbarem Ausmaß. Die Wasserstände der Wilden und Roten Weißeritz, die sich in Freital-Hainsberg zur Weißeritz vereinen, stiegen am Montag, dem 12. August 2002 scheinbar unaufhörlich. In der Nacht zum Dienstag verwandelte die Weißeritz im Stadtgebiet Freital Straßen, Wege, Eisenbahnlinien, Plätze, Parkanlagen samt Gebäuden in eine breite Flusslandschaft, einen reißenden Strom. Brücken wurden überflutet und teilweise gänzlich zerstört. Die Anwohner nahe der Flussläufe auf einer Strecke von rund acht Kilometern wurden vom Hochwasser überrascht und mussten teilweise evakuiert werden. Das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe wurde in den folgenden Tagen, als das Wasser abfloss, sichtbar. Rund 700 Gebäude mit 1500 Haushalten, das betrifft nach ersten Schätzungen 4000 Einwohner, erlitten im Stadtgebiet Freital schwere Schäden. Bürger verloren ihr Hab und Gut, Industrie-, Handwerksbetriebe, Händler und Dienstleistungsunternehmen ihre Existenzgrundlage. Zwei Gebäude mussten aufgrund des Standsicherheitsverlustes abgerissen werden: Albert-Schweitzer Straße 36 und Dresdner Straße 319. ![]() Für das Stadtgebiet Freital wurden bisher folgende Schäden überschlägig ermittelt: Straßennetz und Brücken mind. 8 Mio. Euro Abwassernetz mind. 3 Mio. Euro Wasserversorgungsanlagen mind. 1,6 Mio. Euro Elektro/Gas/Öffentliche Beleuchtung mind. 2,5 Mio. Euro Öffentliche Gebäude mind. 4,1 Mio. Euro (Stand: 23.8.2002) Viele Hilfskräfte waren im Einsatz und leisteten Gewaltiges: von der Koordination der Einsatzkräfte, über Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen, Versorgung und Betreuung der Betroffenen bis hin zu den Aufräumarbeiten. Es gab in dieser schweren Zeit viele stille Helden, die uneigennützig oft bis an ihre körperlichen und seelischen Grenzen im Einsatz waren. Solidarität wurde groß geschrieben. Jung und Alt, Nachbarn, Freunde, Verwandte, aber auch einander Unbekannte halfen, wo Not war. Wir verspürten ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit und erlebten eine intensive Welle der Hilfsbereitschaft, auch weit über die Grenzen der Stadt Freital hinaus. Oberbürgermeister Klaus Mättig dankt all den Einsatzkräften und Helfern für ihr bisheriges Engagement und denen, die die Stadt Freital aufopfernd auf dem Weg zurück in den Alltag Schritt für Schritt voranbringen. Leider mussten wir auch erfahren, dass sich andere am Leid der Geschädigten durch Plünderei bereicherten. Auch hier zeigten beherzte Bürger Zivilcourage und versuchten die Plünderer von ihrem Tun abzuhalten. Dies führte bedauernswerter Weise nicht immer zum Erfolg. Viele Sach- und Geldspenden gingen seither von Spendern aus Nah und Fern zur Unterstützung der Opfer, zum Wiederaufbau der Infrastruktur, Wirtschaft und Kultur ein - herzlichen Dank! Mit Mut, Kraft und vor allem Hoffnung werden wir die Folgen der Naturkatastrophe gemeinsam überwinden. Text und Foto: Stadt Freital
In einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Dr. Sigrun Lang hat sich OB Klaus Mättig aus dem sächsischem Freital für die große Hilfsaktion der Bürger Baden-Badens bedankt. Dank aus Freital Insgesamt flossen inzwischen über 230.000 Euro allein aus dem Stadtkreis Baden-Baden nach Freital, das mit der Bäder- und Kurstadt seit der Wende mit einer Verwaltungspartnerschaft eng verbunden ist. Zudem waren Feuerwehr, THW und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes bereits wenige Tage nach der Hochwasserkatastrophe eine Woche im Einsatz in der bei Dresden gelegenen Stadt. Oberbürgermeister Klaus Mättig schreibt an die OB: "Wegschauen wäre einfacher gewesen. Dennoch gab es seit der Hochwasserkatastrophe im August dieses Jahr Menschen, die nach Freital schauten und die Stadt beim Wiederaufbau unterstützten. Auf diesem Wege möchte ich mich recht herzlich für die großartigen und vielfältigen Hilfsaktionen der Partnerstadt Baden-Baden bedanken. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk, den Baden-Badener Bürgerinnen und Bürgern und all denen, die an Hilfs- und Sammelaktionen für Freital beteiligt waren, die mitfühlten, sich engagierten und großzügig handelten. Viele Hilfskräfte waren in Freital im Einsatz und leisteten Gewaltiges: Von der Koordination der Einsatzkräfte über Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen, Versorgung und Betreuung der Betroffenen bis hin zu den Aufräumarbeiten. In dieser schweren Zeit gab es viele stille Helden, die uneigennützig oft bis an ihre körperlichen und seelischen Grenzen im Einsatz waren. Das Weißeritz-Hochwasser verursachte im Stadtgebiet Freital Schäden in Höhe von rund 150,4 Millionen Euro! Aus Nah und Fern erreichten uns Sach- und Geldspenden für betroffene Familien und Gewerbebetreibende, zum Wiederaufbau der Infrastruktur, Wirtschaft und Kultur. In vielen Bereichen ist der Wiederaufbau bereits in vollem Gange. Mit Mut, Kraft und Hoffnung und vor allem der Hilfe von Städten wie Baden-Baden wird Freital die Folgen der Naturkatastrophe überwinden. Nochmals herzlichen Dank!" Diesen Dank schließt sich Oberbürgermeisterin Dr. Sigrun Lang an, die erneut die große Bereitschaft der Baden-Badener Bürgerschaft und Vereine zur Hilfe und Unterstützung der in Not geratenen Bürger in der Partnerstadt Freital unterstreicht. "Es ist sehr schön zu sehen, wie vielseitig, schnell, und unbürokratisch viele Baden-Badener sich entschlossen haben, etwas zu tun. Sei es durch Aktionen, Geld- oder Sachspenden. Dafür nochmals meinen Dank und meine große Anerkennung. Sie alle haben mitgeholfen, die Not der vom Hochwasser so stark betroffenen Bürger in Freital spürbar zu lindern." Zurück zum Archiv |
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