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Stippvisite von
Ex-Kaiserin Farah Diba in Baden-Baden
Vom Schicksal
gezeichnet
TV-Moderator
Frank Elstner war kurz sprachlos. "Sie können
gern Farah zu mir sagen", erklärte ihm die
persische Ex-Kaiserin Farah Diba. Dabei hatte sich
der Showmaster gerade den Rat von der deutschen
Unesco-Sonder-Botschafterin Ute Ohoven abgeholt,
die ehemalige Monarchin mit "Majestät"
anzusprechen.
Nach 34 Jahren besuchte die dritte Frau von Reza
Pahlavi, Schah von Persien, am Samstag erstmalig
wieder Deutschland und machte in Baden-Baden in der
Frank Elstner-Show "Menschen der Woche"
für die Unesco-Gala zu Gunsten von "Kinder in
Not" Werbung. Als Schirmherrin wird Farah Diba am
10. November zu diesem Anlass in Neuss
erwartet.
Die 63-jährige Perserin hinterließ im
Fernsehen einen sehr charmanten Eindruck - aber sie
konnte nicht verbergen, vom Schicksal gezeichnet zu
sein. Der frühe Tod Reza Pahlavis traf sie
ebenso wie der Tod ihrer jüngsten Tochter
Leila im Juni. Doch gegen jede Art von Verbitterung
kämpft sie vehement, gestand sie in der
SWR-Sendung: "Ich will nicht bitter werden, denn
dann habe ich wirklich verloren", so die
Ex-Kaiserin, die 1979 mit ihrer Familie den Iran
verließ und immer noch auf eine Rückkehr
hofft. Dabei setzt sie auf ihren Sohn Reza, der
"die Legitimität seines Namens" habe: "Er kann
ein Einigungsfaktor für den Iran sein, in dem
die Menschenrechte akzeptiert werden."
Die Frage, auf die das Fernsehpublikum am
gespanntesten wartete, hielt Frank Elstner bis zum
Schluss zurück: Ihr Verhältnis zur
zweiten Frau des Schah, Soraya, die am 25. Oktober
in Paris verstarb und dort gestern beigesetzt
wurde. Sie trauere um Soraya, die sie aber nie
persönlich traf, bekannte Farah Diba: "Sie war
Teil unserer Familie, unserer Geschichte", sagte
sie über Ihre Vorgängerin an der Seite
des Schahs.
Quelle: Badisches Tagblatt, 5. 11. 2001
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