Die Anregung vom 7. Juli 2002:

Liebe Frau Goertz-Meissner, sehr geehrter Herr Weigel,

wir möchten anregen, die Lichtentaler Allee in die Vorschlagsliste der Bundesrepublik Deutschland zur Aufnahme in die "UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt" aufzunehmen. Unserer Meinung nach erfüllt die Lichtentaler Allee sämtliche Kriterien, die verlangt werden. Darüber hinaus ist die Lichtentaler Allee nicht nur ein weltweit einzigartiges von Menschenhand geschaffenes Ensemble, wie etwa die "Gärten von Versailles", sondern auch ein Ort, wo deutsche und internationale Geschichte stattfand.

Daneben ist die Lichtentaler Allee auch zum Schauplatz in der Weltliteratur geworden, wie etwa in Turgenjews Roman "Rauch".

Wir empfehlen, nach eingehender interner Prüfung der zuständigen Entscheider, eine höchst professionelle "Bewerbung" zu fertigen.

Kompetente Persönlichkeiten hierfür sind vorhanden: Klaus Fischer, Bernd Weigel, Wolfgang Eberts, Mitarbeiter des Stadtarchivs u.a.

Nach unserem momentanen Wissensstand wird die "Bewerbung" vom Landeskultusministerium an die Bundeskultusministerkonferenz weitergeleitet. Diese befindet dann darüber, ob die "Bewerbung" in die Vorschlagsliste der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wird.

Sollte die Lichtentaler Allee von der UNESCO als "Weltkulturerbe" eingestuft werden, wäre dies eine Werbung für unsere Stadt, die unbezahlbar ist. Deshalb denken wir, dass man diesen Versuch wagen sollte. Um dieses vielleicht etwas "utopisch" anmutende Projekt jedoch nicht schon in seinen Anfängen sterben zu lassen, empfehlen wir, die doch reichlich vorhandenen "Bedenkenträger-Gruppierungen" in unserer Stadt außen vor zu lassen.

Nachfolgend finden Sie einige Infos über das Weltkulturerbe der UNESCO

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Peter
Dr. Hagen Schottmüller
Rika Wettstein
www.bad-bad.de



Brigitte Goertz-Meissners Reaktion vom 10. Juli 2002:

Herzlichen Dank für die wirklich hervorragende Idee! Werde der Angelegenheit nachgehen und Sie auf dem laufenden halten.
Bis bald grüßt Sie herzlich
Brigitte Goertz-Meissner




Bernd Weigels Reaktion vom 18. Juli 2002:

Aufnahme der Stadt Baden-Baden in die "UNESCO - Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt"

Zu oben genannten Betreff habe ich meine Meinung in einem Vermerk skizziert. Ich finde die Idee ausgezeichnet und setze mich voll dafür ein und schlage vor:
Die Idee mit der Stadtspitze zu besprechen.

Bildung einer Arbeitsgruppe mit dem Ziel Grundlagen zu ermitteln.

Vermerk: Aufnahme der Stadt Baden-Baden in die "UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt". Die Idee ist bestechend, da sie bei Verwirklichung viele Vorteile für die Entwicklung der Stadt verspricht. Dieser Gedanke wurde bereits von OB Wendt aufgegriffen und in einer Arbeitsgruppe (Dr. Bischoff und Unterzeichner) näher untersucht. Da es eine sehr lange Warteliste gibt, wurde er aber wieder aufgegeben, zumal nicht sicher war, ob die Kurstadt diese Kriterien erfüllen kann. Der Unterzeichner hat, mit einem befreundeten Experten, (Klaus von Krossigk der stellvertretender Leiter des Landesdenkmalamtes Berlin ist) der für ICOMOS an derartigen Prüfungen des öfteren beteiligt war, Kontakt aufgenommen. Er meinte, dass dies nicht leicht sein wird, da als Voraussetzung eine "internationale Einzigartigkeit" vorhanden sein muss. Dies wäre mit dem Prädikat Kurbad durchaus möglich, da es ein vergleichbares Weltkulturerbe noch nicht gibt. Konkurrenz gibt es aber durchaus, z. B. in den Städten: Marienbad, Karlsbad u. a. Es wäre also auch deshalb Eile geboten. Ansonsten müssen wir uns mit den Städten Weimar und Potsdam vergleichen, was sicher problematisch in der Historie, der Qualität und der allgemeinen Bedeutung ist. Potsdam sollte z. B. das Prädikat Weltkulturerbe wegen baulicher Fehlentwicklung (Potsdamcenter) aberkannt werden.

Bei der Beurteilung kommt es letztlich auf die Bedeutung und Unversehrbarkeit des Stadtbildes und der Parkanlagen an. Hier gibt es bereits diverse Belastungen (z. B. Hamiltonparkbebauung, sicher auch die Sammlung Burda in der Allee) jedoch auch geplante Bauvorhaben die das historische Stadtbild stark beieinträchtigen wie z. B. Bäderhotel und Schlosshotel mit Bettentrakt im Schlossgarten, der von allen Seiten einsehbar ist. Auch die Freigabe wichtiger Grünanlagen für weitere Bebauungen stimmt nachdenklich. Wenn dieses Projekt ernsthaft weiter verfolgt werden soll, muss umgehend eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die ein diesbezügliches Konzept entwickelt, und die Ausdehnung sowie die Rahmenbedingungen festlegt. Aus Sicht des Unterzeichners wäre die Anerkennung Baden-Badens als Weltkulturerbe ein wichtiges und sehr erstrebenswertes Ziel. (Weigel)


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