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14. September bis 9. November

Eiszeit im Alten Dampfbad
Bilder des Expeditionsmalers Gerhard Rießbeck

Zweimal begab sich der Maler Gerhard Rießbeck zu extremen Orten unter Forscher:

2001 war er Teilnehmer einer Expedition in die Arktis und 2005 in die Antarktis. Am 14. September 2008 eröffnet die Gesellschaft der Freunde junger Kunst unter dem Titel "Der Blick des Forschers" eine Ausstellung, welche die Ausbeute dieser Anstrengungen präsentiert. Gerhart Rießbeck zeigt in teilweise großformatigen Gemälden die extreme Natur der Polargebiete, deren Unbeherrschbarkeit und diejenigen, die darin eindringenden: die Forscher. Dabei wird "Der Blick des Forschers" zum "Blick des Malers".

Obwohl es nahe liegt, Gerhard Rießbeck als Expeditionsmaler zu bezeichnen, so unterscheidet ihn wesentliches von seinen Kolleginnen und Kollegen früherer Jahrhunderte. Rießbeck geht es nicht um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe von Landschaften, obschon er traditionelle Techniken wählt und seine Naturstudien mitunter die Realität von Fotografien aufweisen. Vielmehr konstruiert er aus dem Beobachteten Wahrnehmungssituationen und stellt dabei sich und anderen die Frage: Sehen wir, was wir sehen? Mit seinen auf Reisen gewonnen Bildern begibt er sich damit auch in Konkurrenz zu der High-Tech-Forschung der Wissenschaftler, die er begleitete. Mit ihnen, die er in seinen Tagebüchern liebevoll als "Wissis" bezeichnet, hat Rießbeck Gemeinsamkeiten: Er hat ein Thema, eine Obsession, eine Methode und eine Technik.

Der 1964 in Lichtenfels (Franken) geborene Gerhard Rießbeck hat an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Werner Knaupp studiert und war dessen Meisterschüler sowie Assistent. Seit 1991 wurde sein Werk mit Preisen ausgezeichnet und in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt, so etwa 1997 Kunstverein Bayreuth, 2000 Albrecht Dürer Gesellschaft Nürnberg, 2002 Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven oder 2006 Kunstmuseum Erlangen. Neben seinen Expeditionsteilnahmen bereiste er Island, Grönland, Lappland, Norwegen und die Sahara. In diesem Jahr suchte er Kamtschatka auf. Rießbeck lebt und arbeitet in Bad Windsheim (Franken).

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 14. September 2008, um 11.00 Uhr eröffnet. Es spricht Dr. Frank Schmidt, Kurator am Museum Frieder Burda Baden-Baden. Zum Werk des Künstlers liegt ein aktueller Katalog vor. Am Freitag, 17. Oktober, 19.00 Uhr spricht Gerhard Rießbeck unter dem Thema "Eistage - Expeditionsmalerei in der Antarktis" über seine Arbeit und dokumentiert diese mit Lichtbildern. (PR)



Gesellschaft der Freunde
junger Kunst e.V.
Baden-Baden
Altes Dampfbad
Marktplatz 13
76530 Baden-Baden
www.gfjk.de


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt frei

Altes Dampfbad Baden-Baden

 

 

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