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des offenen Denkmals Zum Tag des offenen Denkmals, der in der Bundsrepublik Deutschland am 8. September 2002 zum zehnten Mal begangen wurde, sind bundesweit 6500 Kulturdenkmale in 2500 Kommunen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. In Baden-Baden wurden in diesem Jahr fünf Denkmale vorgestellt: die Gönneranlage, die Wasserspielanlage Paradies, die Stourdza-Kapelle, die Villa Stroh und die Arbeitersiedlung Ooswinkel. Damit liegt Baden-Baden in der Präsentation von Denkmalen weiter über dem Bundesdurchschnitt.
Das Paradies in Baden-Baden Wer mit offenen Augen durch die Kurstadt geht, erkennt leicht, dass sich die 2000jährige Geschichte dieser Stadt in ihren Gebäuden und Gartenanlagen wiederspiegelt. Die römischen Badruinen geben Zeugnis der vergangenen römischen Kultur. Schloss Hohenbaden und das Neue Schloss belegen die Bedeutung der Stadt als Residenzstadt der Markgrafschaft Baden. Die ehemalige Badeherberge Baldreit ist Teil des mittelalterlichen Badeortes gewesen. Kurhaus, Trinkhalle, Theater, Friedrichsbad und die Lichtentaler Allee repräsentieren neben der Vielzahl beeindruckender Hotelbauten Baden-Badens Rolle als Sommerhauptstadt Europas. Das Gebäude der ersten Zigarettenfabrik Deutschlands und die Ooswinkel-Siedlung sind Zeichen für die Wandlung des rein mondänen Badeortes zum Gewerbestandort. Das Bâtiment Administratif de Baden-Oos (BABO), der "Wolkenkratzer" der Stadt, der als Verwaltungszentrum der französischen Besatzungsmacht genutzt wurde, das Kasernengelände und das gesamte ehemalige Franzosenviertel erinnern an die Zeit, als unter Mitwirkung der französischen Besatzungsmacht Baden-Baden die Folgen des Zweiten Weltkrieges erfolgreich meisterte. Der Badetempel Caracalla-Therme schlägt den Bogen von der Gegenwart zur Römerzeit und das Festspielhaus, dessen Foyer sich im prachtvollen Alten Bahnhof befindet, verleiht der Stadt neben dem Südwestrundfunk einen weiteren kulturellen Stellenwert und lässt die Hoffnung auf eine neue bedeutende Rolle in der Kunstwelt deutlich werden. Diese, bei weitem nicht vollständige, Darstellung der Denkmale der Stadt, kann nur zu dem Schluss führen, dass Baden-Baden eigentlich ein einziges Denkmal ist, das jedem offen steht und in welchem jede so genannte hochgestellte Persönlichkeit oder jeder so genannte einfache Mensch ein bekömmliches Leben in einer wunderbaren Landschaft führen kann. Der Tag des offenen Denkmals, der den Worten des Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zufolge das Anliegen hat, "den Leuten die Augen zu öffnen und sie zu sensibilisieren für die vielen kleinen Dinge, die ein Denkmal zum Denkmal machen", trägt dazu bei, sowohl Einheimischen als auch Gästen die Einzigartigkeit dieser Stadt bewusster zu machen. Rika Wettstein, Baden-Baden Zurück zum Archiv |
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