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Das
Maß der Dinge
Die
Kunststudentin Evelyn mag keine Kunst, die nicht
wahr ist, oder besser: Sie mag nicht den verlogenen
Umgang mit Kunst; zum Beispiel, dass die original
nackte Männerstatue im Museum
nachträglich mit einem Feigenblatt
ausgestattet wurde. Mit Farbe will sie der Wahrheit
der Kunst und zugleich der Natur zu ihrem Recht
verhelfen. Ausgerechnet Adam, ewiger Student mit
Nebenjob Museumswächter, sollte sie daran
hindern. Das ist bei Evelyns geschliffener
Argumentation nicht so leicht. Überhaupt
entwickelt die Zufallsbekanntschaft an der roten
Absperrkordel eine überraschende Eigendynamik:
Der uncoole und erfolglose Adam beginnt, auf sein
Äußeres zu achten, und gewinnt durch die
Liebesbeziehung mit Evelyn an Selbstvertrauen.
Seine Freunde staunen über die Schnelligkeit
der zunächst vorteilhaften Veränderungen,
bis diese ein Maß erreichen, das eher an
Manipulation als an liebevolle Unterstützung
erinnert. Der 1963 in Detroit geborene Regisseur
und Autor Neil LaBute zählt gegenwärtig
zu den meistgespielten US-Dramatikern in Europa. In
Das Maß der Dinge ("The Shape of Things")
variiert er anspielungsreich den antiken
Pygmalion-Stoff. (PR)
Termine:
27.
März bis 26. April 2009
Spielplan des
Theaters>
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