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Sigrun Lang: «Die
Lovestory ist frei erfunden»
Bill Clinton
und die Bürgermeisterin
von Baden-Baden
Baden-Baden/New York -
Amerikas «First Womanizer» und Ex-Präsident
Bill Clinton soll sich während seiner vergangenen
Deutschland-Reise in die Bürgermeisterin von
Baden-Baden, Sigrun Lang, verliebt haben. Und das sehr zum
Ärger von deren Ehemann Antoine Lang, der den
früheren ersten Mann der USA sogar zur Ordnung gerufen
haben soll. Das berichtet zumindest das US-Klatschblatt
«Star» in seiner jüngsten Ausgabe.
Die Betroffenen nehmen die «Lovestory» mit Humor.
«Die Geschichte ist frei erfunden», sagte Sigrun
Lang am Telefon ihres Baden-Badener Amtszimmers zur Berliner
Morgenpost. Und ihr Mann, der französische Banker
Antoine Lang, mit dem sie seit 1964 verheiratet ist, stellte
klar: «Nichts von dem Bericht stimmt. Ich kenne diese
amerikanische Zeitung gar nicht», so Antoine Lang auf
diesbezügliche Fragen.
Zu seinem großen Erstaunen wird er im «Star»
zitiert, dass Clinton den Wunsch äußerte, nach
Baden-Baden zurückzukommen. «Sie können sich
glücklich schätzen, eine so wunderschöne Frau
zu haben», habe Clinton ihm erzählt. Obendrein
wird der Franzose mit den Worten zitiert: «Der
Ex-Präsident kann gerne wiederkommen. Aber ich werde
immer dabei sein, wenn er meine Frau trifft.»
Angeblich habe er dem Ex-Präsidenten deutlich machen
müssen, dass er die Finger von seiner Frau lassen
solle. «Er hatte etwas Unanständiges in seinen
Augen», soll der Franzose geäußert haben.
Dabei», so Antoine Lang, «bin ich Clinton nur kurz
beim Essen begegnet». Über Clinton als Mann wolle
er «keinen Kommentar» abgeben; als Politiker
hingegen fand der Ex-Präsident bei dem Franzosen dessen
positive Zustimmung.
Clinton traf Sigrun Lang auf seiner Vortrags-Reise durch
Europa vor wenigen Wochen, als er unter dem Jubel vieler
Schaulustiger auch die badische Kurstadt besuchte. «Er
nahm einen Medienpreis in Empfang und freute sich sehr, bei
dieser Gelegenheit auch seinen Freund Nelson Mandela
wiederzusehen», erinnert sich die Bürgermeisterin,
die den amerikanischen Gast «natürlich freundlich
mit einem Lächeln und nicht mit einer
Leidensmiene» begrüßte und Clinton bat, sich
ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.
Laut «Star» soll der Ex-Präsident, der ohne
Hillary unterwegs war, nur Augen für die attraktive
62-Jährige gehabt haben. Doch die erste Frau der Stadt
schien immun zu sein für die Annäherungsversuche -
angeblich soll Clinton sie immer wieder absichtlich mit dem
Ellbogen berührt haben. «Nichts dergleichen hat
sich zugetragen, nichts ging über einen Smalltalk
hinaus, außerdem waren ständig viele Leute um uns
herum», betont Sigrun Lang, die den einstigen
«mächtigsten Mann der Welt»als «sehr
sympathisch» bezeichnet. «Clinton hat eine
zwanglose, offene Art, ist sehr aufgeschlossen und
freundlich», so die studierte Architektin, die in den
60-er Jahren zweieinhalb Jahre in Boston lebte und in den
USA auch ihre heute 35-jährige Tochter, eine
Betriebswirtin, zur Welt brachte.
Als der 55-jährige Clinton wieder in die USA
zurückgekehrt war, hätte er gegenüber
Freunden nicht aufhören können, von Sigrun Lang zu
erzählen, so der «Star». Demnach soll er
dabei auch gestanden haben, dass sie genau die Frau
wäre, mit der er immer zusammen sein wolle. Sie sei
eine «Lady mit Klasse und elegantem europäischen
Stil, die einen einfach umhaut», zitiert das Blatt
Aussagen «von Freunden».
Von Barbara Jänichen und Michael Remke

© Berliner Morgenpost
7. April 2001
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