|
Europäischer
Kulturpreis für das Museum Frieder Burda
Der Baden-Badener Kunstsammler Frieder Burda und
das von ihm gegründete Museum Frieder Burda
wurden mit dem Europäischen
Kultur-Projekt-Preis der Europäischen
Kulturstiftung "Pro Europa“ ausgezeichnet. Wie der
Präsident der Stiftung mit Sitz in Basel und
Freiburg, Ernst Seidel, erklärte, werde mit
Frieder Burda eine engagierte europäische
Persönlichkeit geehrt, die sich große
Verdienste um Kunst und Kultur erworben habe. Die
Verleihung fand am 16. März 2007 im Museum
Frieder Burda statt. Die Laudatio hielt
Bundestagspräsident Norbert Lammert.
Die Europäische Kulturstiftung sieht im
vollkommen privat finanzierten Museum Frieder Burda
ein erstklassiges Beispiel für
bürgerschaftliches Engagement und
Mäzenatentum. Frieder Burda habe in
Baden-Baden ein einzigartiges Zeichen gesetzt, das
möglichst viel Nachahmer finden solle.
Ausgezeichnet werden auch die erstklassige
Architektur des vom New Yorker Architekten Richard
Meier erbauten Museum sowie die hochkarätige
Sammlung Frieder Burda, die mehr als 700 Kunstwerke
umfasst.
Die Europäische Kulturstiftung verleiht die
Europäischen Kulturpreise alljährlich
für herausragende Leistungen, Initiativen und
Kulturwerke. Traditionell stehen die
Europäischen Kulturpreisverleihungen unter dem
ständigen Patronat der Präsidenten der
Parlamentarischen Versammlung des Europarats und
des Europäischen Parlaments. Von Fall zu Fall
übernehmen auch die Präsidenten der
Europäischen Kommission oder die
Staatspräsidenten der gastgebenden Länder
das Patronat. So waren die
Altbundespräsidenten Roman Herzog und Johannes
Rau und auch der schwedische König Carl Gustav
sowie der französische Staatspräsident
Jacques Chirac Schirmherren.
Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre
zählen Persönlichkeiten wie Peter
Ustinov, Claudio Abbado, Daniel Bahrenboim, die
Berliner Philharmoniker, Pierre Boulez oder Placido
Domingo, Klaus Maria Brandauer und Pavel Kohout.
Auch die Architekten Frank O. Gehry, Norman Forster
und Mario Botta erhielten den Preis. Ein besonderes
Anliegen der Stiftung ist die Förderung junger
Künstler. Anne Sophie Mutter wurde bereits im
Alter von 16 Jahren ausgezeichnet, ebenso wie Tabea
Zimmermann, Julia Fischer oder Eva Lind.
Die Stiftung will dem Dialog zwischen den
europäischen Staaten und Regionen Impulse
geben und zu einem politikbegleitenden,
vertrauensbildenden und
kommunikationsfördernden Kulturaustausch in
Europa beitragen. Die Bedeutung der kulturellen
Vielfalt und die schöpferische
Eigenständigkeit der europäischen Staaten
und Regionen sollen auf diese Weise verdeutlicht
werden, betonte "Pro Europa“-Präsident
Seidel.
Bei der Vergabe der Auszeichnungen unterscheidet
die Stiftung zwischen Persönlichkeiten, die
sich mit ihrem Talent oder mit den geförderten
oder geschaffenen Kulturwerken schon durchgesetzt
oder sich für die Kultur Europas verdient
gemacht haben und jungen, sehr begabten und
genialen, aber noch unbekannten Künstlern.
(PR)
Das
Museum Frieder Burda
|

Abbildung © Wolfgang Peter
|